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beim Säubern verfärbt!

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jkstar:
Ich gehe definitiv mit der Vermutung Baryt aus Winterberg mit. Wenn man lange sammelt, kann man schon ein zuverlässiges Gefühl für den richtigen Fundort haben, das ist logischerweise keine 100-prozentige Garantie gibt ist auch klar (!). Aber mit einem Fragezeichen versehen, kann man es so schon in die Sammlung stellen. Lia Sollte sich mal zum Gewicht von dem Stück äußern, oder vielleicht habe ich es übersehen, damit könnte man zumindest Baryt sicher bestimmen.

Gruß,

M. Stark:
Hallo Helge!

Stimmt, habe ich nicht mehr parat gehabt.


Danke,

Markus

oliverOliver:
hallo,
ich habe soeben eine mail von einem leider nicht mehr hier aktiven, davor aber langjährigen (und erfahrenen) (Ex-) Mitglied erhalten, mit der Erlaubnis, diese hier zu posten:

"dazu kann ich sagen: Ich habe selbst solche bläulichen Baryte ca. 2015 gefunden.
Die Sache mit der Entfärbung im Licht bestätige ich. Die sehen exakt so aus, sind leicht zu finden, wenn man weiß wo und die entsprechenden Spalten sind steinbruchtechnisch gerade angefahren.
Diese Baryte liegen immer als Schwimmer in Schlotten der Kalkbänke in limonitischem Lehm, daher auch die braunen Limonitreste. Das vorliegende Stück ist sogar besonders groß und gehört ins Lex."

Lia:
Danke für die informativen Kommentare!

Ersteinmal: nein, meine Sammlung steht nicht zum Verkauf. Ich habe sie auch nicht geerbt, sondern einen Teil einer fast hundertjährigen Minaralien/Fossiliensammlung vor dem Müllschlucker bewahrt. Das ist nämlich genau das, was mit den meisten unserer Funde passiert wenn wir keine Vorsorge treffen!

Zweitens: Jeder sollte sich sein Hobby so gestalten, dass er mit Spaß bei der Sache ist. Der eine kategorisiert nach wissenschaftlichen Methoden, der andere sortiert seine Sammlung nach Farben  :)

Dieses Forum ist so aufgebaut, dass der Fokus auf Bestimmungsfragen, Diskussion und Fundortbestimmung liegt. Ich habe es so verstanden, dass jeder, der etwas dazu beiträgt, herzlich willkommen ist.

Mein Name steht hier im Forum für absolute Ahnungslosigkeit. Stimmt. Bis vor kurzem habe ich meine Sammlung eher als Deko angesehen.
Und ich habe noch eine Menge Mineralien aus Jahrzehnten von gesammelten Urlaubsmitbringsel, Geschenken und Eigenfunden. Würde mich freuen, wenn ihr bei den nächsten Bestimmungen wieder mit dabei seid.  ;D

Und nein, ich habe auch keine Angst vor Salzsäure. Mit einer Schutzbrille und einer Jeans, die modische Löcher verträgt ist das kein Problem. Meine Angst beginnt bei Flusssäure (erweiterte chem. Grundkenntnisse vorhanden)

Nun zum eigentlichen Thema: Ich habe gerade die Dichte bestimmt. Sie liegt bei ~ 3,5 g/cm³. (4kg/1,15l; Geräte: Kochtopf, 500ml haushaltsüblicher Meßbecher). Ein paar Bilder der anderen Seite des Baryts habe ich auch noch angehängt.

LG Lia

felsenmammut:
Glück Auf!

Irgendetwas scheint mit der Dichtebestimmung noch nicht zu stimmen, wenn es tatsächlich Baryt sein sollte. Da Baryt gerne etwas Strontium an Stelle von Barium einbaut und es gelegentlich auch mit dem eingelagerten Calcium übertreibt und dann richtung Kalkbaryt angesprochen wird, kann die Dichte schon mal niedriger ausfallen. Kalkbaryte sind üblicherweise trüb, haben Karbonatanteile und eine höhere Porösität und die Dichte kann schon mal unter 4 g/cm3 liegen. Aber bei einem Baryt von der hier gezeigten Qualität ist eine Dichte oberhalb von 4 g/cm3 und sicherlich nah dran an den 4,5 g/cm3 zu erwarten. Man könnte eine niedrigere Dichte akzeptieren, wenn man Verunreinigungen durch andere Minerale und Porenvolumen annimmt, aber 3,5 g/cm3 erscheint mir da etwas sehr weit weg. Nachdem das Gewicht ja wahrscheinlich mit einer geeichten Waage bestimmt wurde, wäre die Bestimmung des Volumens noch einmal kritisch zu hinterfragen. Eine Küchenwaage mit einer Anzeige auf 1 g genau ist da schon deutlich genauer als eine Messbecher, wo man sogar die 50 ml Intervalle noch schätzen muss. Da die Dichte von Wasser praktischer Weise mit ausreichender Genauigkeit bei 1 g/cm3 liegt, kann man mit verschiedenen Methoden von der Massenänderung durch das vom Stein verdrängte Wasservolumen auf das Volumen vom Stein schließen. Eine Methode ist hier beschrieben:https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Dichte

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

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