Hallo,
Das ist durchaus ein interessantes Thema. Die Stufe ist nicht analysiert. Mir war schon bei Tageslicht aufgefallen,
dass die Stufe einen etwas grünlicheren Farbton hat, als meine anderen Adamine aus der Ojuela Mine,
zusätzlich zeigte sie auch unter LW-UV eine deutlich geringere Fluoreszenz. Zum Vergleich 2 weitere Ojuela-Adamine:

Adamin - schwach Cu- od. Fe-hältig?

Adamin - schwach Cu- od. Fe-hältig?
Als Erklärung für die geringe Fluoreszenz waren für mich Kupfer-Anteile naheliegend, da es ein bekannter Quencher ist,
wie auch auf der
Lumineszenz-Seite im Lexikon beschrieben.
Ich habe in der Sammlung auch Cuproadamin (FO-Angabe nur Mapimi, möglicherweise auch Ojuela) sowie Cuproadamin aus Lavrion.
Diese sind deutlich dunkler grün und zeigen
keine Fluoreszenz.
Da die fragliche Stufe farblich dazwischenliegt, ergibt sich für mich die Frage, ob eine lückenlose Mischungsreihe zwischen
Adamin und Cuproadamin möglich ist, sofern man bei einem Mineral und seinen Varietäten überhaupt von Mischungsreihen sprechen kann.
Für mich ergeben sich aber neue Fragen, wenn ich mir bei Fluomin die Seiten für
Adamin und
Cuproadamin ansehe:
Während die Angaben zu Adamin sehr präzise sind, wird es dort bei Cuproadamin etwas schwammig.
Es wird nur auf Adamin verwiesen, der Kupferanteil - und damit der Quencher - wird unterschlagen.
Dafür wird Fluoreszenz für Cuproadamin für alle 3 Wellenlängen angegeben, aber nicht belegt. In meinen Augen ein Datenbankfehler bei Fluomin,
der scheinbar von dort genauso in die Lexikoneintrag zu
Cuprodamin übernommen wurde.
( Die Lexikon-Einträge zu
Adamin wurden ebenfalls 1:1 übernommen.)
Auch wenn UO
22+ als Hauptaktivator angegeben ist,
sollten Quencher wie Kupfer oder Cobalt einen Einfluß auf die Fluoreszenz von Adamin und seinen Varietäten haben.
Cobaltanteile hätten die Tageslichtfarbe allerdings eher in Richtung rot beeinträchtigt.
Die Bildangabe zum Kupferanteil ist eine begründete Vermutung und daher sicherheitshalber in Klammer gesetzt.
Beste Grüße
Norbert