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Neid unter den Sammlern

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Zuercherella:
Hallo zusammen,

den meisten Eurer Ausführungen kann ich mich anschließen. Die Weitergabe von Fundstellen sollte den Umständen entsprechend zurückhaltend und auf Vertrauen basierend sein.
Einen weiteren Aspekt sehe ich bei der Weitergabe von Fotos, Erzählungen usw. zu den jeweiligen Funden, die man dort getätigt hat. Dort sollten wir uns auch immer wieder fragen, wem und vor allem wie wir jemandem unsere Sammlungen zeigen. Klar, der Stolz ist da, aber bei dem einen oder anderen kann dadurch auch ein Eindruck entstehen, der nicht gewollt oder sogar ärgerlich ist.
Wenn von Vornherein klar gemacht wird, unter welchen Bedingungen (Ausdauer, Schmerz, Herzblut) solche Sammlungen von Enthusiasten wie uns entstehen, wird das Unverständnis und der Neid vielleicht in Grenzen gehalten.

Viele Grüße
Michael

Stefan:
Danke für Eure sehr umfassenden Ausführungen :D

Ich weiß nicht ob es Sammler gibt die ihre Fundstellen wirkllich geheim halten. Für eine gewisse Zeit sicher. Mir geht es so, dass ich die Freude gerne mit anderen mir vertauten Sammlern teile. Macht doch viel mehr Spass mit Freunden suchen zu gehen. Die gehen dann wieder mit anderen Freunden hin usw. So wird die Fundstelle nach und nach bekannt. Eine Fundstelle zu veröffentlichen, die nach wenigen besuchen abgegrast ist, macht eh keinen ausgeprägten Sinn und Halden etc. sollten eh mehr oder weniger allg. bekannt sein.

Ich habe auch schon eine Fundstelle veröffentlicht, 1. Tag nach dem ich dort war. Bei Aufschlüssen die nur kurze Zeit bestehen gebe ich die Info gerne weiter damit die Funde nicht verloren gehen. Klar nutze ich meinen zeitlichen Vorteil erst mal aus um in aller Ruhe alleine zu suchen. Dafür habe ich sie ja auch gefunden.

@Zuercherella & Alle

Um aufzuzeigen, dass keiner seine Sammlung in 5 Minuten zusammen getragen hat soll dieser Thred helfen. Ich fände es schade, wenn die Leute hier ihre Sammlung nicht mehr zeigen können nur weil es andere in den falschen Hals bekommen könnten.

Gruß Stefan

KOstMineral:
Hoi Zusammen,

ich gebe Zuercherella recht. Auch ich denke, dass die Weitergabe von Fundstellen den Umständen entsprechend zurückhaltend und auf Vertrauen basierend sein sollte. Doch es ist doch in einem Gespräch unter auch nicht bekannten Sammlern kein Problem eventuell Tipps zu eigen recherchierten Fundstellen im Austausch preiszugeben. Doch es wird keiner so rumlaufen und jedem X-beliebigen der gerade ihm übern Weg läuft unaufgefordert Fundstellen preis gibt oder?!

Zum Punkt Sammlungen:
Jedem Mineraliensammler ist es doch klar, dass eine Vitrine mit Ausstellungsstücken nicht über Nacht zusammengetragen worden ist. Auch ich habe schon Sammlungen gesehen, wie die von Tumaisch Curschellas, wo mir im ersten Moment die Kinnlade runtergefallen ist. Ich ist mir immer bewusst, dass solche Sammlungen nicht einfach so wie Pilze aus dem Boden spriessen.

So ich will aber jetzt nicht noch weiteres beitragen (obwohl ich es könnte).
"Sehe gerade, dass Stefan noch einen Beitrag eingestellt hat, dem ich mich voll anschliessen möchte"!

Gruss
Klaus

geomueller:
Hallo alle,

na dann will ich mal meinen bewusst provokanten Senf dazu geben. Es ist nun mal leider so das garade in unserem Hobby Neid, Missgunst, Argwohn und Geheimniskrämerei an der Tgesordnung sind! Das klingt hart, ist aber genau so, gerade bei den Fundstellentips! Jeder (fast jeder) der eine lohnende Fundstelle aufgetan hat behält die info für sich oder gibt sie bestenfalls ein bis zwei Kumpels bekannt. Wenn die Fundstelle ausgebeutet ist beginnt die Geschäftemacherei und die Sachen werden verkauft. Jeder ist nur nach neuen Infos her um neue lohnende Fundstellen aufzutun und das Spiel beginnt von vorn.

Letztlich sieht man das auch hier im Forum bzw. Lexikon. 10 bis 20 Leute (mehr nicht!) bemühen sich hier neue Fundstelleninfos bereit zu stellen, meist top aktuell oft noch am selben Tag an dem die Stelle besucht wurde, Mitglieder gibt es aber fast 900, Hits im Atlas über 300000 pro Monat, Sammler in Deutschland vielleicht 200000! Was machen die wohl alle, sie suchen Infos und saugen sie ab wo sie sie bekommen können (natürlich auch in Büchern, Artikeln, Zeitschriften usw.) ohne selbst welche zu liefern. Auf Börsen hört man auch immer wieder wie Infos von uns weiter gegeben werden.

Ich bin ein Sammler dem zwei drei Stücke je Mineral bzw. Fundstelle reichen und der auch deshalb jeden Tip auch gern weiter gibt, ich horte nicht das Zeug im Keller bis es zur Tür rausquillt.

Und genau diese Geheimniskrämerei ist ganau das was nich immer so ankot.... :-X Auch deshalb bin ich hier im Atlasaktiv, soweit es die Zeit erlaubt, gerade wenn es um Fundstelleninfos geht, weil man damit Schluß machen muß Fundstellen als sein Privateigentum zu betrachten und Geschäfte daraus zu schlagen. Ich weis natürlich das nur wenige so denken, aber steter Tropfen höhlt den Stein. ;)

Gruß Jürgen

Die Pulle:
Hallo Stefan,
na da hast du dir ja wieder ein Thema einfallen lassen,und das auch noch zur Sommerzeit.Aber was solls ich bin bei diesem Thema mal dabei,schon mal um zu erfahren wie andere darüber denken.In meinen Sammlersteckbrief habe ich zur Thematik schon etwas geschrieben.Bei Steinbrüchen mit Infos hintern Berg zu halten,ist reichlich schwachsinnig,da sich diese meist schon Wöchentlich ähndern.Ähnlich ist es bei Baugruben oder anderen kürzfristigen Aufschlüssen.Ich behalte keine Fundstellen für mich,warum auch.Die Fundstellen in Waldeck Frankenberg sind ebend wegen dieser Geheimniskrämerei in Vergessenheit geraden,und ich mache mir halt jetzt die Arbeit und arbeite sämmtliche Fundstellen dieser Region auf,damit das Wissen um diese Fundstellen nicht verloren geht.Viele Sammler die mir dewegen böse sein könnten gibt es hir ja sowieso nicht mehr,also was solls.Ich freue mich für jeden Sammler der auf Grund meiner Beschreibung einer schönen Tag und einen guten Fund hir in der Region gemacht hat.Es ist doch besser wenn die Mineralien/Fossilien gefunden weden als wenn sie verrotten.In Deutschland sind vieleicht gerade mal zwei drittel der alten Bergbauhalten den Sammlern bekannt,maximal ein drittel sind systematisch abgesucht,also noch genug Material.Es ist natürlich mit sehr viel Arbeit verbunden solche Lokalitäten zu endecken,und das der Finder die bekanntgabe mit zeitlicher Verögerung macht,ist verstänlich.Ich gehöre zu der sorte Sammler wo der Anteil der zugekauften Stücke größer ist als der der Eigenfunde,bin also auf diejenigen angewiesen die Minerale verkaufen.Auf grund meiner internationalen Ausrichtung meiner Sammlung ist es halt nicht möglich über all zu sein.Aber ich denke es betrifft wohl mehr Regionalsammler mit Regionalsammlungen die den Geheimnissport betreiben.Die sind halt wie die Pilzesammler,die veraten ja auch nicht die guten Stellen,schade und ich esse ja so gerne Pilze.Es liegt wohl in der Natur einiger Menschen sich permanent irgendwelche Vorteile verschaffen zu müssen,aufjedenfall ist dieses Verhalten nicht Nachhaltig und die jungen Sammler werden dadurch auch nicht gerade gefördert.
Und was das horten von Mineralien betrifft,naja es ist auch nicht unbedingt mein Ding,aber die Mussen mit ihren überquellenden Fundus machen es ja vor.Warum muß wohl Claustahl Zellerfeld unmengen von St.Andreasberger Calciten horten (der gleichen ausbildung) wenn es ein Representativer Anteil auch macht.Die Liste der Warums lässt sich sicherlich unentlich erweitern,aber so ist das nun mal in Deutschland.Und die Museen klagen immer das sie so wenig Mittel haben und mit dehnen in Paris ,London,und der USA nicht mithalten können.Nun was hier vieleicht wie Neid klinkt ist in wahrheit doch er unverständnis über diese Bäuerliche Denkweise.

So für heute reicht es erst einmal!

Gruß Die Pulle
 

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