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Autunit
Josef 84,55:
Hallo Günter,
währe hier überhaupt Raman möglich, wo doch die meisten der fraglichen Uranglimmer stark fluoreszieren?
Grüße Josef
Lynx:
ja.
Lynx:
Hallo zusammen
Die Farbe würde ich nicht als entscheidendes Kriterium ansehen. Ich habe mehrfach Autunit mit Cu-Anteil gesehen (EDX-Daten). Möglich ist auch eine Verwachsung. Zudem kann bei der Aufnahme die Farbe wackeln, kleine Kristalle intensiver gefärbt sein (oder weniger intensiv) etc. Gerade bei Autunit kann ich mir einen deutlichen Grünstich vorstellen, schlimmstenfalls (?) sogar als Tageslichtlumineszenz.... Bei den Uranglimmern würde ich tatsächlich zögern, das an der fotografierten Farbe in einem Bild festzumachen.
Ja, Autunit mit Cu-Anteil luminesziert genauso wie partiell dehydrierte Cu-haltige Uranglimmer das auch tun können.
Das hängt wohl damit zusammen, dass die Uranyl-Lumineszenz eher einen Molekül-Charakter denn einen Festkörpercharakter hat und deshalb die Quenching-Mechanismen nicht 1:1 von der typischen Festkörperlumineszenz auf einen dominant Uranyl-haltigen Kristall übertragen werden können. Ob es allerdings dazu detillierte Untersuchungen gibt, weiss ich nicht.
Zudem wäre auch Zeunerit möglich, und wahrscheinlich alles eher Meta?
Ich fürchte, ohne Analyse kein sicherer Befund, persönlich halte ich Autunit für durchaus möglich.
Josef, sorry, war grad etwas knapp:
Grad waren wir (Markus und ich) beim Raman-Messen (konfokale Raman-Mikroskopie) von insbesondere lumineszierenden Uranophanen etc. Bei einem Stück war unter dem Raman-Signal deutlich zuordenbar das Lumineszenzspektrum zu sehen. Dennoch war das Raman-Signal eindeutig. Im Zweifelsfall kann man auch bei einer anderen Laserwellenlänge, die die Uranyl-Lumineszenz nicht anregt, die Messung wiederholen.
Grüße, Martin
guefz:
Das hängt von der Anregungswellenlänge ab und wo genau die Fluoreszenz liegt. Evtl. noch am Messbereich, wenn der zu weit ist, bleibt die Fluoreszenz drin und stört.
etalon:
Hoi Martin,
--- Zitat von: Lynx am 04 Mar 22, 18:58 ---Hallo zusammen
Die Farbe würde ich nicht als entscheidendes Kriterium ansehen. Ich habe mehrfach Autunit mit Cu-Anteil gesehen (EDX-Daten). Möglich ist auch eine Verwachsung. Zudem kann bei der Aufnahme die Farbe wackeln, kleine Kristalle intensiver gefärbt sein (oder weniger intensiv) etc. Gerade bei Autunit kann ich mir einen deutlichen Grünstich vorstellen, schlimmstenfalls (?) sogar als Tageslichtlumineszenz.... Bei den Uranglimmern würde ich tatsächlich zögern, das an der fotografierten Farbe in einem Bild festzumachen.
Ja, Autunit mit Cu-Anteil luminesziert genauso wie partiell dehydrierte Cu-haltige Uranglimmer das auch tun können.
Das hängt wohl damit zusammen, dass die Uranyl-Lumineszenz eher einen Molekül-Charakter denn einen Festkörpercharakter hat und deshalb die Quenching-Mechanismen nicht 1:1 von der typischen Festkörperlumineszenz auf einen dominant Uranyl-haltigen Kristall übertragen werden können. Ob es allerdings dazu detillierte Untersuchungen gibt, weiss ich nicht.
Zudem wäre auch Zeunerit möglich, und wahrscheinlich alles eher Meta?
Ich fürchte, ohne Analyse kein sicherer Befund, persönlich halte ich Autunit für durchaus möglich.
Josef, sorry, war grad etwas knapp:
Grad waren wir (Markus und ich) beim Raman-Messen (konfokale Raman-Mikroskopie) von insbesondere lumineszierenden Uranophanen etc. Bei einem Stück war unter dem Raman-Signal deutlich zuordenbar das Lumineszenzspektrum zu sehen. Dennoch war das Raman-Signal eindeutig. Im Zweifelsfall kann man auch bei einer anderen Laserwellenlänge, die die Uranyl-Lumineszenz nicht anregt, die Messung wiederholen.
Grüße, Martin
--- Ende Zitat ---
Da gehe ich mit. Ausgeschlossen habe ich es auch zu keinem Zeitpunkt. Allerdings finde ich es problematisch, Mineralien ohne belastbare Analysen, eher seltenen bis unwahrscheinlichen Sonderfällen zuzuordnen. Das gilt nicht nur für hier, ich habe das bei einigen seltenen Mineralien auch anderweitig schon beobachtet. Die Wahrscheinlichkeit, dass es so ist, ist halt eher klein, und wenn man ein Mineral findet, dann ist die seltene Variante halt eher unwahrscheinlich, wenn auch nicht ausgeschlossen. Daher finde ich, dass im Atlas als Vergleichsbild solche Ausnahmeerscheinungen, welche optisch ja schon stark vom eigentlich zu erwartenden Erscheinungsbild abweichen, schon durch entsprechende Analysen unterfüttert sein sollten. Sonst wird zunehmend der Finderwunsch zum dominierenden Einfluss, und jeder, der diese Bilder zur Einordnung seiner eigenen Funde nutzen möchte, in die Irre geführt. Es bleibt halt nun mal so, dass ein seltenes Mineral oder eine seltene Variation halt auch eher selten gefunden wird, egal welches und wo…
Grüße Markus
Edit: Eine epitaktische Verwachsung würde ich, wie oben schon geschrieben, bei der Kristallgröße und der homogenen Erscheinung vieler Kristalle so gut wie ausschließen.
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