Glück Auf!
Herzlichen Glückwunsch zu dem Fund. Du solltest Deiner Freundin bei der Bestimmung Recht geben. (Den Umstand, ihre Vermutung beim Mineralienatlas-Fossilienatlas noch einmal in einer Bestimmungsanfrage überprüft zu haben, kannst Du weglassen.) Je nach dem, wie wichtig Dir der Fund und die Erhaltung des Fundes ist, kasst Du
Ritzhärte prüfen, eine Ecke abbrechen zur
Dichtebestimmung, die Reaktion auf
Salzsäure testen und bei gegebener Experimentierfreudigkeit und Möglichkeiten zum sicheren Experimentieren im Mörser einiges Material sehr fein aufmahlen, mit konzentrierter Salzsäure versetzen, eintrocknen, das so vorbehandelte Pulver mit Alkohol tränken und anzünden. Bei
Baryt zeigt sich eine Grünfärbung der Flamme. Der Erfolg mit der
Flammenfärbung ist aber nicht garantiert. Manchmal ist im Baryt zu viel Calcium eingebaut, dass die Flammenfarbe zu sehr dominiert. Ich habe aber auch schon gesehen, dass ein massiges Stück Baryt einfach in die Bunsenbrennerflamme gehalten eine grüne Flammenfärbung erzeugt.
Einzige, häufiger auftretende, ernste Alternative zu Baryt bei dem Fundort ist
Calcit als Blätterspat. Da sollte sich aber spätestens beim Test mit Salzsäure eine deutliche Reaktion zeigen, die bei Baryt im Allgemeinen ausbleibt oder erheblich schwächer ausfällt - um diversen Verunreinigungen und unscharf definierten Gemengen wie dem Kalkbaryt Rechnung zu tragen. Feldspäte treten in Freiberg zwar auch in massigen Aggregaten auf. Diese Aggregate sind aber nicht blättrig aufgebaut.
Freiberg ist bei der gegebenen geologischen und mineralogischen Vielfalt als Fundortangabe recht grob. Genaue Ortsangaben sind bei der Bestimmung immer hilfreich, siehe
Einsteigerguide. Auch Größenangaben sind hilfreich.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut