Wie hat’s angefangen? Ich weis das gar nicht so richtig, eins kam zum anderen.
Auf alle Fälle hatte es mir zu Kindheitszeiten die bunt schillernde Kupferschlacke angetan (Viele Wege waren in meiner Heimatstadt damals damit geschottert) - leider hat meine Mama immer alles weggeworfen.
Mitte der 80-er Jahr war ich wieder mal auf der Hütte im Leutratal bei Jena (der Conny müßte sie kennen ...) und schleppte jede Menge an fosilem Muschelkalk wieder mit nach Berlin - der Beginn der eigentlichen Sammlung bzw. Treffender gesagt: der Beginn der Verteilung von Steinen in der Wohnung...
Später haben mich Höhlen und Stollen fasziniert, geologische Aufschlüsse, Vulkane und auf allen Exkursionen wurden Handstücke mitgenommen.
Eigentlich erst ab ca.1995 habe ich an Hand von Literaturrecherchen gezielte Fundpunkte ausgemacht und dann meine Familie dorthin geführt. Ich habe es in Berlin leider nicht so gut wie die meisten hier im Forum, die “nur” zur Tür hinausgehen müssen, bücken und aufsammeln brauchen ....
Ab diesem Zeitpunkt wurden die Urlaubsziele u.a. nach Mineralienfundstellen ausgerichtet, Island, Marokko, in Deutschland Harz, Erzgebirge, Eifel ....
Ich habe eine sehr kleine und bescheidene Sammlung, wobei die Ordnung nach Fundstellen geht. Ein Kauf kam für mich bisher nicht in Frage, denn die Eigenfunde sind immer etwas besonders.
Neben dem Aussehen meiner gefundenen Mineralien interessiert aber natürlich, ob ich tatsächlich das gefunden habe, was ich eigentlich wollte. D.h. nach einer Sammelexpedition vermesse ich jedes Einzelstück (oder fast jedes) mittels Infrarotspectroskopie bzw. unterziehe die Mineralien der klassischen chem. Analyse (da kommt mein Beruf durch, brauche eben nur in mein Labor zu dem entsprechenden Instrumentarium zu gehen) und wenn ich dann doch nicht so recht weiterkomme, wird der nächste Fundort herausgesucht um wieder Referenzen zu sammeln oder zu vergleichen.
Ach so, im Schleifen und Polieren habe ich mich auch schon versucht, aber bisher ohne ansehnliche Erfolge.
Das war’s Gruß Moni