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Autor Thema: Zerkleinern von Mineralstufen?!  (Gelesen 23638 mal)

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Offline Florian

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Zerkleinern von Mineralstufen?!
« am: 27 Feb 04, 12:34 »
Hi alle,

mal ne Frage, wie macht ihr das eigentlich wenn ihr z.B. in einem Steinbruch ein tolles Stück seht welches aber noch an einem tonnen schweren Klotz hängt? Meißel + Hammer oder Bohren oder Flexen? (hab schon einige methoden gesehen) ich bin bei Meißel und Hammer geblieben, na ja ab und zu mal vieleicht Bohren und Sprengkeile. Wie macht ihr das? Und wie zerlegt ihr die Stufen Zuhause weiter ohne zuviel zuzerstören?
Was für Mittel oder Methoden gibts es da? Schon mal Quellsprengstoffe ausprobiert? oder lasst ihr alle Stufen schneiden (gefällt mir jetzt wieder nicht)?
Bin mal auf eure Erfahrungen und Meinungen gespannt!

GLück AuF Flo

Online wolfi

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #1 am: 27 Feb 04, 14:16 »
Servus Flo,
das hängt natürlich alles von der Art der Stufe ab sowie vom umgebenden Gestein. Entweder Augen zu und durch (sprich mit Hammer und Meissel), mit einer Presse hab ich auch ganz gute Erfahrungen gemacht. Und wenns wirklich nicht anders geht, muss halt ein Brocken mal auch geschnitten werden. Beim Schneiden versuche ich es dann immer so zu handhaben, dass ein einziger Schnitt genügt, sonst siehts irgendwie wirklich Kacke aus. Nach Möglichkeit sollte dieser Schnitt auch gleichzeitig die Standfläche für die Stufe sein.
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline uwe

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #2 am: 27 Feb 04, 14:45 »
Große Brocken in Steinbrüchen zerlegt man am besten mit einem großen Vorschlaghammer. Ich habe mich mal mit einem Steinbrucharbeiter ausgetauscht. Er denkt - und das stimmt vermutlich - daß die Frequenz beim Zuschlagen mit dem großen Vorschlaghammer den Stein sprengt. Mit dem "ping,ping" von Meisel und Hammer ist da nichts zu machen.

Beim Zuschlagen auf die Texrur des Brockens achten. Das kann man nicht erklären, sondern das muß man probieren.

Glück Auf
Uwe

Offline Stefan

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #3 am: 27 Feb 04, 16:12 »
Ich habe in der Grube Clara gesehen, dass jemand mit einem Estwing "Vorschlaghammer" Steine deutlich leichter zerkleinert hat als ich mit meinem normalen Vorschlaghammer obwohl der Estwing Hammer deutlich leichter war.

Welchen Hammer würdet Ihr hier empfehlen? Der größe Estwing den ich gesehen habe hatt 2,2 Kilo. Gibt es auch größere?

Offline Florian

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #4 am: 27 Feb 04, 21:41 »
Ich arbeite auch mit dem Estwing mit 2,2 Kilo der zieht schon recht gut! Das mit den Spaltrichtungen der Gesteine ist wirklich eine Kunst für sich, hier bei mir im Granit gehts ja noch aber komm ich mal in Basalt oder nochschlimmer Kalksilikatgesteine da helfen meist nur noch der große Vorschlaghammer und viel Glück dass, das Stück an der richtigen Stelle reißt! Das mit der Schlagfrequenz ist finde ich z.T. um einiges kräftesparender.Im Granit komm ich meist ohne den großen Hammer aus da reicht der kleine Estwing und viele Miessel!
@wolfi: das mit der Presse funktioniert echt gut solang man das Stück reinbringt, aber wenn nicht?  

So mit Niederbrisantsprengstoffen kennt sich hier wohl keiner aus?

FLorian

Offline Erik

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #5 am: 27 Feb 04, 23:44 »
Hallo,

das mit dem Quellsprengstoff würde mich auch mal so interessieren ( obwohl ich den hier nirgends anwenden kann...). Gibt es da denn eigentlich Vorschriften?
Mir sind Hammer und Meissel am liebsten, auch wenn mal was daneben geht...Flexen nur in Ausnahmefällen wenn vorher schon abzusehen ist daß es sonst nichts wird!

Gruß, Erik

Offline uwe p.

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #6 am: 29 Feb 04, 14:08 »
ich habe mir vor kurzem ein kilogramm quellsprengstoff (qs) bei mikon gekauft; ich habe es zwar noch nicht im steinbruck ausprobieren können, aber ein paar versuche zuhause gemacht. eher ernüchternd gelaufen. das erste problem ist, dass der qs in ein bohrloch gefüllt werden muss, dass mind. 15cm tief ist. hört sich nciht tief an, aber versucht mal in granit oder basalt ein solches loch mit einer handelsüblichen 500watt borhmaschine zu bohren. da kommt dann schon das 2. problem, wo soll man im steinbruch eine steckdose herkriegen? klar, akku- bohrer gibts auch, aber die sind nach 10min vollem einsatz nicht mehr in der lage, ordentlich was her zu machen.
selbstverständlich kann man auf knappen- spuren wandeln, also mit hammer und schlegel, aber nostalgie hin oder her, ... ;)
also, das dritte porblem zeigt sich beim mischen des qs. angenommen man hat ein passendes bohrloch, dann sollte man den qs mit 30% dest. wasser mischen unf zügig ins bohrloch kippen. das ist schon schwer genug, denn der qs ist dann noch immer sehr zäh. ausserdem müssen es anscheinend genau 30% sein, sonst klappt es nicht.
so jedenfalls meine erfahrungen.

ich denke, dass es für den mineraliensammler geschickter ist, sich mit dem guten alten vorschlaghammer und equipment an den brocken ran zu machen.

mfg
uwe p.

Offline Florian

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #7 am: 29 Feb 04, 21:11 »
Danke für die Auskunft, hab mir auch schon gedacht das wird nicht so einfach mit dem qs! Ein 15 cm tiefes Loch das ist ja heftig, da muss mann ja mit Notstromaggregat oder Benzinbohrer ran, dann kann ich aber gleich mit Spaltkeilen arbeiten!

Offline McSchuerf

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #8 am: 01 Mar 04, 20:52 »
Ausrüstung bei mir:
Vorschlaghammer für 'schwierige und harte Gesteine', Flachmeißel, Spitzmeißel, Fäustel, Gesteinsspalter, Geologenhammer, Klappspaten zum Graben, Schutzbrille, Handschuhe, Helm, genug Zellstoff, Lupe, etc.. ABER: NIE SPRENGSTOFF..davon kann ich nur abraten..jedenfalls wenn es um uns 'normale' Sammler gehen sollte..

..wenn es um Sprengstoff geht, reagiere ich sehr skeptisch..ich könnte jetzt auch einige Namen von betuchten Sammlern und Händlern nennen, die andere Sammler auch schon zum Krüppel 'haben werden lassen'..ach lassen wir das lieber..ich sage nur die Stollen von Lavrion (Herr R von Firma M.)..und ich sage nur Schwarzwald (Herr W.....L).. :-\ :-X..mit dem 'zum Krüppel werden' durch unsachgemäßen Gebrauch von Sprengstoff, bezieht sich auf letzteren Herren...

..ich kann auch ganz direkt sein und sagen: Nur 'schwarze Schafe' unter uns Sammlern benutzen Sprengstoff!

In diesem Sinne habe ich mich jetzt sicher wieder sehr 'beliebt' gemacht.. ::)..aber sei's drum..ich hab einfach was gegen Heuchelei!

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 01 Mar 04, 20:58 von PeterM »

Offline Erik

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #9 am: 01 Mar 04, 20:58 »
Hallo Peter,

Quellsprengstoff ist ja auch kein Explosivstoff, der ist eher mit Beton zu vergleichen der sich beim Härten sehr stark dehnt...und so den Felsen eben "sprengt"... ;)


Gruß, Erik
« Letzte Änderung: 04 Feb 07, 19:11 von Erik »

Offline McSchuerf

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #10 am: 01 Mar 04, 21:00 »
..Quellsprengsgtoff ausgenommen.. ;)

Offline Florian

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #11 am: 02 Mar 04, 11:15 »
Hi alle,
das mit dem richtigen Sprengstoff finde ich auch viel zu gefährlich!Ich habe das eigentlich auch noch nie in erwägung gezogen! Und wer seine Meinung sagt ist keine Heuchelei, wer so was macht muss das dann schon aushalten! ;)
Seit ihr eigentlich Untertage unterwegs? Habt ihr da auser der Standart-Grubenausrüstung noch besondere Sachen dabei? Luftsauerstoffmessgeräte oder ähnliches?



Offline McSchuerf

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #12 am: 02 Mar 04, 20:23 »
ich auch untertage mit ...

AKKU einen Tag - vorher aufladen..Kopf-Lampe auf Helm geschraubt- sollte bei großen Stollen (Labyrinth)  8 Stunden reichen; zusätzlich Reserve -Taschenlampen und Batterien; Kopflampen sollten nicht in Mainzer Billigläden gekauft werden (kann tödlich sein)..

..entscheidend ist auch eine hohe LUX-Stärke..sonst kann man Untertagebegehungen eigentlich total vergessen/abhaken; es sei denn es handelt sich um Besucherbergwerke, die ja schon beleuchtet sind. Dann gilt das Vorhergesagte natürlich alles nicht.
« Letzte Änderung: 02 Mar 04, 20:25 von PeterM »

Online wolfi

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #13 am: 02 Mar 04, 20:26 »
Servus Flo,
schade dass das mit dem Baryt nicht geklappt hat!
Ich bin ab und zu auch untertage, aber Sauerstoff-Messgerät etc. hab ich nicht. Ich bin vor einiger Zeit auf Karbid-Beleuchtung umgestiegen, kann ich eigentlich nur empfehlen! Ist wesentlich billiger als Akku oder gar Taschenlampe und gibt ein gutes Licht!
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline Florian

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Re:Zerkleinern von Mineralstufen?!
« Antwort #14 am: 02 Mar 04, 20:30 »
Ich geh immer mit Carbid-Kopflampe ist billiger und lässt sich beliebig oft wieder auffüllen, und das Licht ist die wucht, finde ich! besser als die Akku-Lampen! Hab auch noch eine Akkulampe mit zur Sicherheit mit und zum Carbid wechseln! War erst am Wochenden wieder mal Untertage, macht einfach immer wieder unglaublichen Spass Untertage zusammlen (und zufinden!)
Wie macht ihr das in großen Bergwerken? Habt ihr Grubenpläne oder legt ihr Makierungen?

 

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