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Autor Thema: Bestimmung  (Gelesen 2007 mal)

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Offline Annamiri

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Bestimmung
« am: 10 Jan 25, 16:59 »
Hallo!
Ich möchte Fragen ob mir jemand bei der Bestimmung dieses Steins/Minerals helfen kann. Ort Gadertal in den Dolomiten. Er spaltet sich immer "längs" der Faserung die er zeigt. Ist translucent, milchig. Lässt sich mit einer Messerspitze Ritzen, mit einer Kupfermünze fast gar nicht, aber minimal. Auf einem Foto sind die Steine kantig weil ich sie vom Fels, genommen habe, wo viel grauer Lehm ist und dazwischen diese Steine und andere graue nicht durchsichtige Steine. Das andere Foto zeigt die Abgerundeten Steine aus dem Bach. Ich vermute es ist dasselbe Gestein da es vorallem auf den Spaltflächen gleich aussieht.
Vielen Dank im Voraus, Grüße Anna

Offline stoanklopfer

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Re: Bestimmung
« Antwort #1 am: 10 Jan 25, 17:55 »
Kannst Du die Steine auch mit dem Fingernagel ritzen? Wie reagieren sie auf Säure (Essig)?
« Letzte Änderung: 10 Jan 25, 18:13 von stoanklopfer »

Offline Annamiri

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Re: Bestimmung
« Antwort #2 am: 10 Jan 25, 18:28 »
Mit dem Fingernagel kann ich es nicht ritzen, der Stein ist schon eher hart. Ich hab versucht ein Tropfen Essig draufzugeben, nichts ist passiert. Dann hab ich ein wenig von dem Stein pulverisiert und in Essig geschüttet, dann hat es schwach geschäumt
« Letzte Änderung: 10 Jan 25, 21:52 von Annamiri »

Offline Quarzsammler

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Re: Bestimmung
« Antwort #3 am: 11 Jan 25, 02:04 »
Glück Auf!
ich würde hier mal stark auf ein Karbonat tippen. Wenn bei dem Auftropfen der Essigsäure auf die unbearbeitete Oberfläche keine deutliche Reaktion in Form von Blasenbildung sichtbar war, aber die Reaktion mit dem Pulver deutlich sichtbar ist, spricht das sehr für ein etwas schwerer mit Säure anzugreifendes Karbonat. Da käme hier das Mineral Dolomit in Frage "CaMg(CO3)2". Nach deiner Beschreibung ist meine Vermutung, dass es sich um Dolomit handelt, der in kleinen Gängchen oder Klüften im Gestein vorlag und ein klein wenig stärker der Verwitterung trotzt als das umgebende Gestein. Das graue, nicht durchsichtige Gestein heißt (auch) Dolomit. Es besteht zu mindestens 90% aus dem Mineral Dolomit, aus ihm besteht ein großer Teil der Dolomiten und es entstand ganz ursprünglich mal in einer marinen Umgebung.
Viele Grüße

Offline Annamiri

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Re: Bestimmung
« Antwort #4 am: 11 Jan 25, 09:29 »
Danke für die Antworten!
Wäre es dann Dolomit in Kristallform? Weil es ziemlich translucent ist und "faserig" wie Holz, ich weiß nicht wie man das bei Steinen sagt. Es spaltet sich gut gerade in zwei Richtungen. Den üblichen Dolomitstein von hier kenn ich sonst gut, der ist weiß-gräukich, glitzert und ist kompakt, ich glaub man kann ihn in alle Richtungen brechen. Meine Hoffnung war dass diese Steine vielleicht Feldspat wären... ist das unwahrscheinlich?

Offline Schorsch

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Re: Bestimmung
« Antwort #5 am: 11 Jan 25, 09:47 »
Hallo,
da Anna von "faserig wie Holz " schreibt, fällt mit Fasergibs ein, der auf der Seiseralm in ähnlicher Form vorkommt. Könnte auch mit dem Säuretest und der Spaltbarkeit hinkommen.
War nur so ein Gedanke.
LG Schorsch

Offline heli

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Re: Bestimmung
« Antwort #6 am: 11 Jan 25, 10:15 »
da Anna von "faserig wie Holz " schreibt, fällt mit Fasergibs ein,

Mit dem Fingernagel kann ich es nicht ritzen, der Stein ist schon eher hart. Ich hab versucht ein Tropfen Essig draufzugeben, nichts ist passiert. Dann hab ich ein wenig von dem Stein pulverisiert und in Essig geschüttet, dann hat es schwach geschäumt

 ???

Offline oliverOliver

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Re: Bestimmung
« Antwort #7 am: 11 Jan 25, 16:58 »
hallo Anna

Zitat
Meine Hoffnung war dass diese Steine vielleicht Feldspat wären... ist das unwahrscheinlich?

ja, das ist unwahrscheinlich - und sogar auszuschließen.
Wie Kilean schon schrieb, es dürfte ein Karbonat sein.

Offline stoanklopfer

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Re: Bestimmung
« Antwort #8 am: 12 Jan 25, 17:05 »
da Anna von "faserig wie Holz " schreibt, fällt mit Fasergibs ein,

Mit dem Fingernagel kann ich es nicht ritzen, der Stein ist schon eher hart. Ich hab versucht ein Tropfen Essig draufzugeben, nichts ist passiert. Dann hab ich ein wenig von dem Stein pulverisiert und in Essig geschüttet, dann hat es schwach geschäumt

 ???

Naja, ganz ausschließen möchte ich ein Sulfat nicht, Heli! Es kann ja immerhin noch Anhydrit (nicht mehr ritzbar mit dem Fingernagel), verwachsen mit karbonatischen Einschlüssen (Dolomit?, schwache Säurereaktion), sein. Kann man wahrscheinlich nur mit einer genaueren Untersuchung (zumindest Dünnschliff, besser XRD) feststellen. Ich hatte schon solche Stücke...

Volkmar

Offline Annamiri

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Re: Bestimmung
« Antwort #9 am: 13 Jan 25, 21:55 »
Danke für eure Hilfe. Dann wäre es also etwas zwischen Kalzit und Dolomit, wenn ich das richtig verstanden habe. In dem Hang von Lehm war hauptsächlich dieses dunkelgraue Gestein und zwischendurch diese "kristallene" Steine, die alle Flach wie gequetscht sind, was mir den Eindruck machte, dass dieses milchigweiß-durchscheinende Gestein/Mineral wie Adern zwischen den dunklen Schichten lag.. noch ein Foto von den beiden Steinen. Was könnte dann der Unterschied zwischen den beiden sein... vertehe noch nicht so ganz

 

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