Es gibt besondere Glasimitationen bspw. die zwei verschiedenen Farben Autumn Alexite®, der den Zultanit (Diaspor, Empholit(e), Kayserit(e) oder Tanatarit(e)) nachahmen soll und zum anderen den Lavender Alexite®, welcher den Alexandrit nachahmen soll.
Diese hatte ich schon mal zur Bestimmung vorliegen, von "selten" kann hier nicht die Rede sein.
Hier ein Link mit Bestimmungskriterien von Alexite
https://www.goettgen.de/schmuck-foren/ftopic19901.html, was aber in gefassten Zustand schwierig zu ermitteln sein sollte.
Farbwechsel gibt es auch bei der neuen Glaskeramik Nanogems in Vielen die den Natürlichen ähneln sollen. Nanogems gibt es in über 300 Farbvarianten. Auch hier gibt es Alexandrite colour change Nanogems, auch bekannt unter Siamite (von Formica Ltd).
Möglich, dass in dem Armband sowas eingefasst ist.
Glassteine weisen Einschlüsse auf (Luftblasen, Verunreinigungen etc.), schon bedingt dadurch, dass es ja eine Glaskeramik ist, die in Platten gegossen werden.
Bei Zirkonia kenne ich bei Unbehandelten kein Changieren, aber Farbzonierung(en) bspw beim Zikonia champagnerfarben. Auch Einschlüsse sind mir in Zirkonia unbekannt. Bekannt ist Graustich bei zuviel Rejection in der Rohwarenzüchtung CZ weiss. Zirkonia behandelt HYT und TCF gibt es, allerdings handelt es sich hier um präzisen Maschinenschliff. Einschlüsse sind mir auch hier nicht bekannt.
Synthetisch Korund alexandritfarben zeigt ebenfalls Farbwechsel. Verneuilsynthesen zeigen aber andere Einschlüsse auf als Glaskeramik.
Hydrothermalzüchtungen wiederum zeigen auch andere Einschlüsse als Verneuilzüchtungen (mögliche Anwachsstreifen).
Wie gross und wie massgenau ist der Stein?
Höhe bzw. Proportion des Steines?
Wie sind die Facetten angelegt?
Wie sieht denn das ganze Armband aus?
Silber? Gold? Herstellerstempel?
Manchmal kann man da auch Rückschlüsse auf echt/unecht draus ziehen....
Synthesen aus industrieller Fertigung sind oft massgenau(er) geschliffen und mit sehr guter Proportion (Ausnahme grosse syn. Korund aus Verneuilbirne da wg Spannung gespaltene Halbbirne) als natürlich vorkommende Edelsteine, bei denen eher auf Gewicht geachtet wird oder eben das bestmöglichste aus dem Rohling herausgeholt wird und dabei die Proportion darunter leidet. Kann sein, muss aber nicht, denn (natürliche) Edelsteine, die für die Schmuckindustrie (in Mengen) hergestellt werden, liegen auch oftmals in der 2-3/10tel Masstoleranz.
Die gezeigten Einschlüsse kann ich momentan nicht zuordnen.
Fotoferndiagnose ist immer so eine Sache. Der Gang zum Gemmologen würde das Rätsel auf Anhieb lösen.