Bei diesem Thread, bei dem es um ein immer wieder angesprochenes Thema geht, meiner eigenen Erfahrung nach einigen Tausend Fotos komme ich zwangsläufig zum Schluss, dass es immer auf den Kontext bzw. Bedarf ankommt.
(Dass eine gute Optik [Objektive etc.] und ein gutes Setup [ruckelfreies und genaues Fotografieren] die Voraussetzung ist, nehme ich mal als gesetzt).
Und es gibt eigentlich nur zwei Bedarfe: Dokumentation und Präsentation/Publikation
Die bestimmen letztendlich, wie viel Aufwand und Kosten ich bei der Beleuchtung investieren sollte.
Wenn das obige gut ist, dann ist die Beleuchtung dauerhaft definitiv die meiste Arbeit beim Fotografieren, neben eventuell nötiger digitaler Nachbearbeitung.
Denn irgendwann haben wir unsere Lieblingsobjektive, -stative, und -kameras für bestimmte Vergrößerungen oder Tiefenschärfe.
Aber die Beleuchtung muss bei jedem einzelnen Objekt neu justiert werden, da gibt es kein Fließband.
Will ich meine Stufen lediglich dokumentieren, dann reichen fast alle beschriebenen Beleuchtungen aus. (Flackerfrei und hohe CRI und Ra-Werte vorausgesetzt, aber selbst die sind wahrscheinlich nicht so entscheidend für die Dokumentation. Und es gibt ja immer noch die digitale Korrektur...)
Auch vorausgesetzt, man investiert die nötige Zeit, das Objekt auch gut zu beleuchten.
Die Unterschiede sind dann nur marginal, wenn überhaupt, jedenfalls, wenn es um die Dokumentation geht.
Mit Dokumentation meine ich sowohl Bilder für den internen Gebrauch, als auch diejenigen, die durchaus auch auf Online-Plattformen wie MA, MinDat, Geolitho oder LithoCollect angezeigt werden sollen.
Für den anderen Bedarf sind es die paar berühmten Prozente Qualität mehr, die vonnöten sind. Denn wenn ein Bild einen Preis gewinnen oder in einem tollen Bildband erscheinen soll, dann sind diese Prozente ein Muss.
Mit Präsentation meine ich bei diesem Bedarf nicht nur ein Online-Bild, sondern eher einen Ausdruck für Museum, Messe oder so. Also sehr hohe Qualität.
Für mich müssen Bilder im MA nicht preisverdächtig sein. Wenn gut zu erkennen ist, wie ein Mineral aussieht und es scharf genug ist, dann passt das für mich.
Ich zumindest muss die nächsten Monate (und wahrscheinlich noch Jahre) über 5.000 Bilder schießen. Die meisten sollen nur Stücke dokumentieren. Gut genug, aber eben auch nur gut genug, auch für Online.
Da kommt dann für mich ein anderer Faktor ins Spiel, der letztendlich den Aufwand ausmacht und der bestimmt, welches Setup ich brauche: Nämlich ein einfach und schnell zu handhabendes. Will nicht bei jedem einzelnen Stück ständig neu ausbauen, einrichten, justieren etc. müssen, dann werde ich nie fertig. Also muss die Beleuchtung gut und flexibel montiert und einfach zu ändern sein, was die Lichtmenge und Richtung angeht.