Hallo,
wie kann denn bei einem Glimmer (Gilbertit) oder Topas Strahlung festgestellt werden?
In den Brocken kann das eine oder andere uranhaltige oder anderweitig strahlende Mineral enthalten sein, das ich bisher noch nicht bemerkt habe. Kommt im Gebiet ja durchaus vor und auf der Halde, auf der ich zuletzt unterwegs war, ist immer eine leicht erhöhte Strahlung messbar (zwischen 0,25 und 0,4 µSv/h). Das hat ja seine Gründe.

Es könnte auch etwas sein, das ein strahlendes Element Element enthält, obwohl es nicht direkt Teil der Kristallstruktur/chemischen Formel ist. Monazit oder Hyalit zum Beispiel enthalten ja gerne mal Spuren von Uran, die eine ganz leichte Strahlung verursachen - es gehört aber nicht eigentlich zur Struktur/chemischen Formel. Auch, wenn es sich hierbei natürlich nicht um Monazit oder Hyalit handelt, aber es gibt viele Minerale, bei denen es sich ähnlich verhält.
Und was versteht man unter kaum verlässlich nachweisbar, sehr sehr schwach? 0,1 µSv? 2µSv? 10 µSv? cpm? µSv? Bq? Das sind immer solche ungreifbaren Infos.
Jau, ich kann verstehen, dass die Info etwas schwammig ist. Mit "leicht erhöht" meinte ich etwa 0,05 bis 0,1 µSv/h über der Hintergrundstrahlung, hier normalerweise etwa 0,12 bis 0,17 µSv/h. Die Werte lagen bei 0,17 bis 0,25 µSv/h bei den Messungen, die ich an den Brocken gemacht hab.
Der Grund, dass ich es "nicht verlässlich" nenne, ist, dass diese leicht erhöhten Werte nicht durchgängig messbar waren. Wenn man den Geigerzähler drüber hält, misst er mal die oben genannten minimal erhöhten Werte, mal nicht. Ich hab einen Zähler, der sehr schnell auf Schwankungen reagiert (also, der muss nicht erst ne Minute lang ticken, bis er die aktuelle Strahlung halbwegs wiedergibt), also sollte es an dem nicht liegen.
Die gemessene Differenz liegt nicht weit außerhalb von Schwankungen, die hier und da in der Hintergrundstrahlung vorkommen. Und aus diesem Grund und deshalb, dass erhöhte Werte nicht durchgängig messbar sind, bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Messung nun wirklich von den Brocken beeinflusst wird oder ob es sich einfach nur um Schwankungen in der Hintergrundstrahlung handeln könnte.
Letztlich würde ich das Thema Strahlung für diese Bestimmung unter diesen Umständen ausklammern.
Hoi
Auf Bild 4 sehe ich bei dem gelb-grünen Mineral Kanten.... Mein ähnliches Material von dort erwies dann Ba-Pharmakosiderit.
Gruß, Martin
Ahh, danke für den Hinweis! Wenn ich das Mineral so recherchier, find ich doch einige Bilder, die sehr nahe sowohl an die "blockigen", fast würfeligen, Formen kommen als auch an die eher trigonalen. Mohshärte, Strichfarbe und Spaltbarkeit (der Kristall, den ich angeritzt habe, hat sich dabei relativ leicht gespalten) passen auch recht gut. Und die Farbe der grünen Exemplare, die ich davon so finden kann, stimmt auch ganz gut überein. Das mit der Ausfüllung von Hohlräumen, die Chrisch schon angesprochen hat, passt außerdem gut dazu, dass Ba-Pharmakosiderit ein Sekundärmineral ist, würde ich meinen.
Sind deine Exemplare auch so im Quarz eingeschlossen? Hast du ansonsten Arsenopyrit/Tennantit auf deinen Brocken feststellen können (wegen Sekundärmineral davon)?
Letztlich wird wohl nur eine Analyse mit Sicherheit bestimmen können, worum es sich genau handelt, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es Ba-Pharmakosiderit ist.