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Hallo Bernhard, ich will es mal mit folgendem Szenario versuchen: Ich gehe jetzt mal von Kalzit aus. Wenn der Ursprung der Schicht, in dem du die Gebilde gefunden hast, ein mit röhrenförmigen Fossilien durchsetzter Kalkstein oder Kalkmergel war, könnten doch die ehem. Röhren von einer Kalzitlösung geflutet worden sein. Das Kristallwachstum beginnt an den Wänden der Hohlräume und setzt sich nach innen fort. Wenn die Lösung aufgebraucht ist, werden im Innern Hohlräume zurückbleiben. - Jetzt kommt die Fantasie: Wer kann Büschel aus Röhren gebildet haben: eine Art Schilf oder vielleicht Kugelkorallen?- Weiter: Da sich die Erde, im Zeitraffer betrachtet, aufbläht und zusammenzieht, und das mehrfach hintereinander, könnte sich doch diese Schicht im Laufe der Zeit wieder aufgelöst und mit Lehm durchsetzt worden sein, was die Brüchigkeit deines Materials erklären würde/könnte. Vielleicht sind diese Röhren bei diesem Auflösungsprozess auch so aneinander gereiht worden.
Diese doch sehr gewagte Fantasie will ich erklären. In den alten unterirdischen Kalkabbauen in Schraplau/Sachsen-Anhalt, konnte ich bei einer vor 40 Jahren geführten Exkursion, in orange bis gräulichen Mergel-/Lehmablagerungen Gipskristalle und aus diesen gebildete Rosetten und andere Gebilde finden. Sicher, der Gips ist durch chemische Prozesse entstanden. Aber es geht wohl hauptsächlich darum, wie diese Röhren sich so anordnen konnten. Das andere ist eine Frage der Kristallbildung.
Viel Spaß beim Grübeln!
MfG