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mal wieder so ne "chemische Frage"

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M. Stark:
Hallo Thomas!

Eine Frage: Verstehe ich richtig, daß Du Wollastonit mit verdünnter Salzsäure entfernst?

Also Wollastonit (Calciumsilikat, kein Zeolith) sollte sehr beständig und selbst mit Salzsäure (konz) nicht wegzubekommen sein (siehe auch Mineralienatlas "Wollastonit). Wenn Du das hinbekommen hast, mit Salzsäure (verd.), dann sage mir bitte, wie Du das machst, da ich viele Stufen vom Vesuv habe, die einen Belag mit weißlichem Wollastonit aufweisen (auf Vesuvian).

Beste Grüße,
Markus

harzgeist:
Hallo Markus

Entfernen ist zuviel gesagt. Eigentlich wollte ich den Calcit (Marmor) entfernen, in den die Wollastonit-Nadeln eingewachsen sind und diese erhalten. Das hat sich als unmöglich erwiesen, weil nicht mehr viel übrig blieb.
Was die Säureempfindlichkeit anbetrifft, kann Wollastonit als simples Ca-Silikat mit (manchen?) Zeolithen locker mithalten. Soweit meine Erfahrung. Allerdings existieren mehrere Polytypen vom Wollastonit. Ob diese unterschiedlich resistent sind, weiß ich nicht, kann es mir aber schwer vorstellen.

GA
Thomas

cmd.powell:
Moin

Aua, wie kann man denn bitteschön auf die Idee kommen, das da Calciumchlorid ausfällt. Und falls sich jemand wundert, weshalb das unmöglich ist, so solle er mal versuchen, aus einer wässrigen Lösung (ohne künstliches Erhitzen) hierzulande Calciumchlorid auszufällen. Das Zeug ist so hygroskopisch, das die Lösung bei einer bestimmten Konzentration mit der allgemeinen Luftfeuchte im Gleichgewicht steht und nicht weiter aufkonzentriert! Die Ausfällung von kristallienem Calciumchlorid funktioniert nur unter extremen Witterungsbedingungen bei sehr niedrigen Temperaturen (z.B. in der Antarktis, dort als Antarcticit) und/oder extremer Trockenheit.

Ich denke auch, das irgendein Silikagel ausgefallen ist. Ich erinnere mich da an eine Lösung mit der ich mal irgendwas abgeätzt hatte. Die Säure hatte ich aufgehoben, da sich noch recht konzentriert war und als ich die dann nach einiger Zeit (Monate) nutzen wollte, habe ich die gar nicht mehr aus der Flasche bekommen, da sie sich quasi in Wackelpeter verwandelt hatte...

harzgeist:
Die die "Kristalle", die in Plastikbeutel eingeschweiißt als Nachfüllpacks für Luftentfeuchter in Bau- und Supermärkten angeboten werden, bestehen meist aus Calciumchlorid oder Magnesiumchlorid. Beide fallen in großen Mengen als Beiprodukte bei der Sodaherstellung bzw. Düngemittelproduktion an.

smoeller:
Hallo,

Ganz sicher ein Silikatgel, entsteht bei der Zersetzung von Silikaten durch Salzsäure, z.B. bei Zeolithen.

Calciumchlorid ist tricky, ich hatte einmal im Plastikbehälter vom Luftentfeuchter schöne Kristalle (Foto angehängt), sobald man jedoch versuchte, die zu trocknen, sind sie sofort zerflossen. Jede Erhöhung von Temperatur oder Luftfeuchtigkeit und das Zeug ist futsch. Bekannt ist z.B. auch der Tachyhydrit in Salzbergwerken, der trotz der extrem geringen Luftfeuchtigkeit bei Exposition an Luft rasch zerfließt. Totz der Tonnen anderer Salze in der Umgebung.

Glück Auf!
Sebastian

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