Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals

Ein Rätsel? Neufund vom Stbr. Calcit bei Holzen vom 08.10.05

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Obelix:







Für mich ist das sehr wohl eine Analyse, da ich hiermit  die 2 noch in Frage kommenden Minerale Aragonit und Gips eindeutig ausgeschlossen habe.

Und ich geb doch nicht nen Haufen Geld für etwas aus, was für mich eindeutig ist. Ich habe ja immerhin den Vorteil mir die Stufe von allen Seiten eingehend unterm Bino betrachten zu können und muß mich nicht lediglich auf zwei Abbildungen stützen.

Zu rezent:


In meinem Lexikon steht hierzu: bis zu 1000 Jahre. Unter Gegenwart verstehe ich etwas anderes.

berthold:
Hallo,

 ???
--- Zitat ---sehr wohl eine Analyse
--- Ende Zitat ---

Analyse=Untersuchung der Zusammensetzung eines Stoffes oder Gemisches hinsichtlich der Art (qualitative Analyse = "Nachweis") oder der Menge (quantitative Analyse = "Bestimmung") seiner Bestandteile durch chemische oder physikalische Verfahren.

Ich bleib dabei, keine Analyse (wie hast Du z.B. Coelestin ausgeschlossen ?)

Zu "rezent" habe ich meinen Senf hier im Lexikon dazugegeben. Beispielsweise sind bei den Fossiliensammlern rezente Arten solche, die heute noch vorkommen, also nicht ausgestorben sind. Bei den Geologen spricht man z.B. von rezentem Vulkanismus im Gegensatz zu erloschenen Vulkanen. Und wir Mineraliensammler sprechen z.B. bei auf Grubenholz aufgewachsenen Kristallen von rezenter (Mineral-)bildung.

Nix für ungut, aber ich versteh den Frank (MM-Bär) schon.

Gruß

Berthold

Zuercherella:
Hallo zusammen,

eine Anmerkung zum Ausdruck "rezent": der richtige Ausdruck wäre so gewesen, wie Thomas es in seiner Ergänzung geschrieben hat, nämlich die jüngste Bildung. Wenn man sich beispielweise die hydrothermale Kristallisationsreihe anschaut, wird deutlich, dass die jüngste Bildung auch vor etlichen Millionen Jahren erstarrt sein kann, daher ist der Ausdruck "rezent" fehl am Platz.

Ansonsten ist die Frage, um was es bei diesem Stück geht.
Für die eigene Sammlung kann man die Hinweise auf Baryt und Ausschlusskriterien der anderen Minerale sicher als ausreichend ansehen und sich das Geld für die Analyse sparen.
Für eine wissenschaftliche Bewertung muss eine Analyse im eigentlichen Sinne durchgeführt werden.

Also, warum nicht jeder nach seinem Gusto mit korrekter Bezeichnung?

Viele Grüße
Michael

McSchuerf:
Alles was im Prinzipn das Präfix 'post' - also 'nach' aufweist, ist im Prinzip eine rezente Bildung (postvulkanisch, etc..).. eine nachträgliche bzw. 'Neubildung' eben und keine fossile Entstehung. Diese Vokabel wird auch oder gerade von den Paläontologen verwendet!

Gruß Peter

Ralf:
Ohne Obelix zu nahe treten zu wollen und ohne seine Bestimmung als Baryt anzuzweifeln, sollte man den Begriff Analyse nur dann verwenden, wenn es eine echte Analyse gab. Das Ergebnis einer Analyse schließt auf jeden Fall das bekanntwerden der genauen Zusammensetzung des untersuchten Materials ein und das kann man nun mal mit Haus- und Hofmethoden nicht ermitteln.
Ich schreibe das, weil ich den Begriff " analysiert " gerne für wissenschaftlich untersuchte Proben reserviert sehen möchte. Ansonsten werden ernsthafte Diskussionen verwässert.

Dennoch, es ist ein sehr schöner Fund.

Gruß
Ralf

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