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Autor Thema: Strand von der Insel Rügen  (Gelesen 195 mal)

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Offline vanderheide

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Strand von der Insel Rügen
« am: 05 Mar 26, 14:35 »
Vor 12 Jahren habe ich diesen Stein hier mal gezeigt. Er wurde damals als Aktinolit bezeichnet.
Ich zweifle jetzt wegen der Glanzstelle, weil die eigentlich nicht zu Aktinolit passt.
Der Stein ist härter als Stahl und nirgends magnetisch.
Die Glanzstelle wirkt ähnlich wie Orthopyroxen. Das würde nicht für Aktinolit stimmen.
Auch bei Amphibolite habe ich nie eine solche Glanzstelle gesehen.
Rohstein erste zwei Bilder, Steine geschliffen weitere zwei Bilder, Glanzstelle letztes Bild
Vielleicht hat jemand eine Idee?

Vielen Dank für eine Rückmeldung!
Gruss, Hans

Offline Pcheloyad

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Re: Strand von der Insel Rügen
« Antwort #1 am: 05 Mar 26, 20:36 »
GA Hans,

"Vielleicht hat jemand eine Idee?"


1.Threadtitel ändern in Strandfund.

2. Hau dem Teil mal eins auf die "Mütze" und dann Fotos davon.

Frische Bruchflächen könnten hilfreicher sein, als abgerollte Oberflächen.

VG

P.S. Warum bin ich zu blöd vernünftig die Funktion des Zitierens zu nutzen, hingegen Bilder ins Lex raufzuladen habe ich selbst nach langer Abstinenz nicht vergessen ?  ;D

Offline Chrisch

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Re: Strand von der Insel Rügen
« Antwort #2 am: 05 Mar 26, 22:25 »
Ist eindeutig ein Gestein, also könnte Aktinolith nur eine Komponente sein. Daß alle darin enthaltenen Minerale härter als Stahl sind, ist angesichts der Fotos äußerst unwahrscheinlich, vielmehr dürfte das Gestein quarzhaltig sein. Angeschliffen und poliert glänzen fast alle gesteinsbildenden Minerale, deshalb ist auf solche Fragen immer die Antwort: Dünnschliff anfertigen und damit unters PolMi. Alles andere läuft auf die altbekannten Ratespiele hinaus...

Gruß Chrisch

Offline vanderheide

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Re: Strand von der Insel Rügen
« Antwort #3 am: 05 Mar 26, 23:18 »
Vielen Dank für die geistreichen Antworte!
Antwort VG:
Vorschlag 1:
„Strandfund“, als Threadtitel, ist ein kümmerlicher Vorschlag. Bei der Bestimmung von Steinen ist der Fundort entscheidend. Mein Strandfund war also nicht von Portugal oder aus der Bretagne, sondern vom Strand Rügens.
Es ist bekannt, dass unten an den Kreidefelsen unzählige Steine aus Skandinavien abgelagert sind, in der Eiszeit von Gletschern hierher verfrachtet.
Wer ein geschultes Auge hat und die Steine vom Norden kennt, der sollte sich melden.

Vorschlag 2:
„Frische Bruchflächen könnten hilfreicher sein als abgerollte Oberflächen“. Also den Stein zerbrechen.
Da gebe ich jetzt die Massen: 87 x 58 x 8 mm. Ergo, die frische Bruchfläche wäre 8 mm gross.
Ich kenne die Antwort: „zu klein, um zu urteilen“.
Wer aber abgerollte Steine kennt, der sollte sich melden.

Antwort Chrisch:
Dein Befund: wir haben es eindeutig mit einem Gestein zu tun!
Um die Bestimmung „Gestein“ zu sichern, musste ich hier nicht nachfragen.
Meine Frage war anders: Ich hatte die Bestimmung „Aktinolit“ und sah jetzt im Sonnlicht diese schillernde Oberfläche. Ich fotografierte diese Stelle und hatte dazu meine Frage.
Wer die schillernden Oberflächen von entspechenden möglichen Bestandteilen nicht kennt, wird auch kein Kommentar abgeben können. Ein Dünnschliff von einem fertiggearbeiteten Stein zu machen (8 mm dick!), ist hier nicht die Lösung. Hier soll nicht geraten werden, sondern hier sollte sich jemand melden, der solche Steine kennt.

Antworte von nicht Sachkundigen haben hier keinen Sinn

Offline Chrisch

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Re: Strand von der Insel Rügen
« Antwort #4 am: 05 Mar 26, 23:56 »
Sorry, aber ein besonderer schillernder Glanz ist auf einem Foto rein objektiv nicht wahrnehmbar. Deshalb kann auf Grund einer solchen subjektiven Angabe ohne exakte Untersuchungsmethoden einfach nur geraten werden, auf eine solche Frage kann man keine seriöse  Antwort erwarten...
Eine gewisse, wenn auch immer nur begrenzte Sachkunde würde ich mir als gestandenem Geologen schon anmaßen...
Ein guter Tip:
https://www.kristallin.de/
Und wem ein solcher nett individuell gestalteter Anhänger gefällt, fragt garantiert nicht nach irgendeinem Mineral darin...

Gruß Chrisch

Offline stoanklopfer

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Re: Strand von der Insel Rügen
« Antwort #5 am: Heute um 05:00 »
Also ich sehe da einen Amphibolit mit einigen helleren Partien (Übergang zu Hornblendegneis?). Mit Aktinolith ist wahrscheinlich nur der Hauptbestandteil benannt worden, allerdings sollte schon nachgewiesen werden, welches Amphibol vorliegt. Das hellbeige/weiße ist Feldspat, das grauweiße Quarz, vielleicht ist auch noch Chlorit und Epidot dabei.

Hans, kann es sein, dass Du da was durcheinander gebracht hast -> "Amphibolit" - "Aktinolith" ? Du schreibst ja selbst, dass es schon 12 Jahre her ist...

Volkmar

 

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