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EXAKTE MINERALBESTIMMUNG IN SEKUNDEN - VORBEI MIT CHEMIE UND REM ?

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Collector:
@ uwe kolitsch

Hallo

denke für die Info, daß Du auch Raman-Spektrometer benutzt.

Frage:

1. Ist dein Gerät das o. von Wison beschriebene " Rockhound " von DeltaNU LLC  ?
2. Wenn ja, wäre ich sehr an einem Erfahrungsbericht interessiert
3. Wenn nein ; Benutzt Du auch ein tragbares, netzunabhängiges Gerät, was "Feld " -tauglich ist ?


Sah auch, daß sich R. Downs und B. Denton von der Univ. of Arizona und G. Rossmann an der CalTech an einer der Datenbanken arbeiten

( http://rruff.geo.arizona.edu.rruff/. )

Wie bereits eingangs erwähnt, war dies ja einzig und allein eine Info zu alternativen Analysemöglichkeiten im Feld. Daß das Gerät teuer ist und daß noch vorhandene Fehler bereinigt werden müssen, liegt auf der Hand; wie ich auch sehe, bzw. wie der von Wilson zitierte  R. Downs erwähnt, erwartet man, daß noch andere Modelle auf den Markt kommen werden.

Selbst wenn nicht alle Minerale Raman-aktiv sind , die Unterscheidung von Misch-xx problematisch ist  und ( zumindest im Produktakatalog ) die Fluoreszenz nicht erwähnt wird - sollte man nicht erwarten, daß die aktuell vorhandene Technologie ( und die Software )  im Laufe der nächsten Jahre nicht weiter ausbaubar sind ?

gruß

collector

Uwe Kolitsch:
Hallo Collector,
1. Nein, an unserem Institut haben wir ein normales Labor-Raman-Spektrometer (Renishaw M 1000; weitere Details hier: http://www.univie.ac.at/Mineralogie/einricht.htm).
3. Nein.

Bin auch der Meinung, daß noch mindestens 5-10 Jahre vergehen werden, bevor es sich lohnt, in diese Richtung mehr Geld zu investieren. Eine gute Lupe und evtl. ein tragbares RFA ist vermutlich besser.
Software-Weiterentwicklung bringt bei tragbaren Raman-Spektrometern leider gar nichts; was die Hardware angeht, so wird man sicher die Laser-Intensität und die Fokussierung verbessern können, und ebenso die Lebensdauer der Filter.

GA, Uwe Kolitsch

giantcrystal:
Hallo aus Mittelfranken

Ich stimme den Bedenken der Vorredner zu : 100 einprogrammierte Spektren sind mit Abstand zu wenig. Jeder Mineraliensammler mit einigen Jahren Erfahrung und mit Sicherheit jeder Mineralogie / Geologiestudent sollte in der Lage sein, die 100 häufigsten Mineralien - und um genau die geht es ja wohl bei den Spektren - einigermaßen verlässlich zu bestimmen. Interessant würde es erst bei den selteneren Mineralien...

Apropos : Wieviele Mineralien sind denn Raman - aktiv, bzw. wieviele sind es nicht und woran liegt es, ob ein Mineral Raman - aktiv ist oder nicht...

Zweitens ist in der Tat die genaue Messung kleiner Mineralaggregate ein ungelöstes Problem.

Aber : man sollte ein solches Gerät tatsächlich einmal auf seine Funktionsfähigkeit testen. Vorschlag : Warum bieten wir der Firma Delta NNU nicht einfach unsere Kooperation an. Immerhin sind wir hier wohl der größte im Internet vertretene Zusammenschluss deutschsprachiger Mineraliensammler, nicht wahr ?. Wenn man uns ein Gerät zur eingehenden Prüfung überlässt
und unser Urteil positiv ausfällt, so ist dies doch eine ganz hervorragende Produktwerbung für die Firma.

Wie seht ihr das ?

Glück Auf

Thomas

berthold:
Hallo,

also Raman geht grundsätzlich auch mit Kleinstproben - sicher aber nicht mit diesem outdoor-Handgerät. Natürlich sind für uns Sammler viel mehr als die beigegebenen 100 Mineralspektren nötig, deswegen arbeitet man ja in der Laborpraxis mit Datenbanken. Das Anwendungsgebiet dieses nicht ganz billigen Hand-Spektrometers wird sich deswegen auf wenige Spezialfälle reduzieren.

Gruß

Berthold

PS: Ich glaube nicht, dass die auf die Idee kämen uns (wen von uns?) das testen zu lassen.  ;) Wir sind nicht die Anwender-Zielgruppe.

dbacc:

Für kleine mineralienproben kannste dann das Raman-Gerät im Labor nutzen.  ;D
Es gibt recht viele die erkannt werden können.
Ne komplette liste gibts aber bestimmt nicht.

Ramanspektren:
http://www.fis.unipr.it/raman/raman/spettri.htm
http://minerals.gps.caltech.edu/files/raman/
http://www.sbg.ac.at/min/service/service_daten.htm

grüße
wolfilain

edit:
"At the very most, the intensities of Raman lines are 0.001% of the intensity of the source; as a consequence, their detection and measurement are difficult."
Und genau das ist der grund warum Fluoreszenz, die viel stärker ist, einige wenn nicht allle "Strokes" überlagert.
Aber selbst dann kann man mit einem guten gerät noch einige sachen erkennen.
 

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