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Autor Thema: Bestimmungshilfe Gastropode Unteroligozän Chiemgauer Alpen  (Gelesen 7502 mal)

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Offline viennafossil

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Hallo Fossilienfreunde,

hätte eine Bitte: wer kann mir bei der Bestimmung eines Gastropoden aus dem untersten Oligozän von Reit im Winkl im südlichen Chiemgau, nahe der österr. Grenze helfen.

Das Stück (es gibt auch mehrere Fragmente) ist 16 mm hoch, max. Durchmesser 17 mm, kleiner Nabel, Mündung konnte ich nicht darstellen, scheint aber ohne Wulst oder dgl. zu sein. Ornamentierung siehe Bilder (Spiralornamente ohne weitere Merkmale, flache Knoten auf der Rampe). Ich komme nur zu Angaria, Delphinula,Astraea, weiter gibt es nichts mehr zu vergleichen.

Hilfe ist von allen gefragt und wird gerne angenommen, insbesondere nat. von allen die Oligozän vor der Haustüre haben oder sich dafür interessieren oder sowas in der Art schon gesehen haben.

Danke und viele Grüße Johannes

Offline popeye

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Offline viennafossil

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Hallo popeye,

ich bin für jeden Hinweis dankbar. Aber ich finde da nichts was passt. Vielleicht bin ich auch nur blind?

LG Johannes

Offline mkannenberg

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also ich kann auf der verlinkten seite auch nix passendes finden.

marco
« Letzte Änderung: 08 Apr 13, 19:35 von oliverOliver »

Offline popeye

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Hallo vf,
bin kein Fossiliensammler, komme aber aus dem Chiemgau und habe deshalb auch einige Gastropoden aus der Umgebung in der Schublade


Meine entsprechen zwar glaube ich dem zitierten Link- ich meinte , wohl aber nicht Deinem Fundstück.
Das kommt davon, wenn man sich als Mineraliensammler  aus lauter Mitleid ;) ;) :D mit dem Fragesteller   zu einem Bestimmungsversuch hinreissen lässt 8). Im Übrigen glaube ich jetzt erkannt zu haben, dass der Fundzettel  nicht ganz korrekt ist, oder? Cassidaria schaut anders aus.
MfG Tobias

Offline viennafossil

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Hallo Chiemgauer,

danke fürs Mitgefühl und die Antwort.

Die Form der Cassidaria ist ähnlich, recht ähnlich sogar, aber ein Steinkern wie am Kressenberg üblich. Und Lutet stimmt, Reit ist aber Unteroligozän und somit doch sehr viel jünger.
Bei der Bestimmung als C.deshayesi habe ich auch kein gutes Gefühl (auch wenns vom Hölzl ist), glaub eher an C. nodosa oder C. diadema wie deine Stücke. Desahayesi hat am letzten Umgang nicht so starke Spiralreifen. Ich häng ein Bildchen aus Schlosser an, 12 wäre deshayesi, 10 ist diadema und 13 nodosa. Aber bei den Steinkernen am Kressenberg kann man nie 100% sicher sein und zudem müßte man die Schicht genau kennen.
Wenn die Farbe auf deinen Bildern stimmt dürfte es Roterz sein und damit eher nodosa, die beiden anderen gibts nur im Nebengestein vom Emanuelflötz. Hast viel vom Kressenberg schubladisiert? Vielleicht mit Schale?

Ist im Chiemgau daheim und sammelt keine Fossilien: Mensch, ich fahre jedes Jahr 1 Woche die 250 km zum Suchen dorthin und der sammelt dort nichts! So schöne Molasse, Oligozänfundstellen bei Siegsdorf etc. und das ganze Eozän. Und das inneralpine Oligozän. Versteh ich nicht. ;D ??? ;D ???

Grüß Siegsdorf, Schleching und Unterwössen, Grassau etc. und drink ein Wieninger auf mich! Wenn der Chiemgau nicht wieder 2 mal absaüft im Sommer komm ich wieder!

Viele Grüße Johannes  :D

Offline CARCHARIAS

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Moin ;D
Also ich würd auf 13 tippen sieht doch sehr ähnlich aus.
Hättest du die Tafel nicht drin hätt ich kein Plan.
Und wo ich kein Plan habe antworte ich auch nicht drauf.
Lieber nichts sagen als das falsche. ;)
Soviel zu deiem Beitrag in Wer sammelt im Tertiär.
Gruß Carcharias :)

Offline viennafossil

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Hallo carcharias,
danke für den Beitrag.
Ich kriegs ja jetzt ganz schön von allen Seiten wegen meines Postings. Gut so.

Es ist vielleicht nicht gut rübergekommen, ich hab den Text oben nochmals gelesen. 13 ist Cassidaria nodosa vom Lutet des Kressenbergs. Steinkern. Nur als Vergleich für den Chiemgauer popeye und seinen Abbildungen gedacht.

Mein Stück hat, bis auf die Stellen wo mans auch sieht Schale und stammt aus dem Unteroligozän. Und wegen der Form und der Perlmuttschicht denke ich an Turbinidae. Es gibt zwar auch Cassidae, aber die haben entfernte Ähnlichkeit mit Mambrinia depressa.
Woran würdest du denken, wenn du so ein Stück im Mainzer Becken (ist wenig jünger) oder in Kassel finden würdest. Denk in Richtung Lischkea, Pareuchelus, Rhenotrochus macromphalus, die Richtung bitte nach.

LG Johannes

Offline popeye

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Hallo fossiler Wiener,
Danke für die Auf- und Erklärung :D
muß :-[ gestehen, dass die Farbe gar nicht stimmt, Steinkerne aus dem Roteisenerz hab ich auch, von dort stammen auch der Seeigel und die Auster, die ersteren sind glaube ich eher "Schwarzeisenerz" oder "Fossilschicht" (alles Termini von einem Bekannten-weiss nicht ob das fossilienmäßig korrekt ist) und haben schon noch (teilweise) Schalenerhaltung.
Im Anhang nochmal ein Bild  eines Teiles des Schubladeninhaltes.
Tja interessant wären die Fossilien schon auch, aber wenn ich die jetzt auch noch ernsthaft anfangen würde zu sammeln :o
MfG und Prost
Tobias

Offline viennafossil

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Tja interessant wären die Fossilien schon auch, aber wenn ich die jetzt auch noch ernsthaft anfangen würde zu sammeln :o
MfG und Prost
Tobias

Prost zurück,

man sieht gleich der Mann versteht mich! :D

wenn du auch anfangst ernsthaft Kressenberg zu sammeln bleibt mir nix! ;D :'(
Aber die Zeiten dort waren auch schon besser und du hast ja ein paar recht nette Stücke.
Aber Chiemgau ist wirklich TOP, bin ich ein Fan davon.

Grüße vom weder schon fossilen noch wirklichem Wiener Johannes

Offline CARCHARIAS

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S einzige aus m Mainzer becken was ähnlich aussieht is Anatoma un Rhenotrochus.
Gruß Carcharias :)

Offline viennafossil

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Carcharias,
dank dir fürs Nachdenken. Aber für Anatoma ists mir ein wenig zu groß. Rhenotrochus hab ich auch in Erwägung gezogen.
Vielleicht klärt sichs ja mal auf- :D
Danke und LG Johannes

 

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