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Verschiedene, (un)bestimmte Mineralien

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manu:
Wie funktioniert das mit dem Film schwärzen genau? Und das Mit der Boraxperle?
Viele grüße manu

Hg:
Hallo manu,
also wenn Du der Meinung bist, dass Du ein radioaktives Mineral hast (Pechblende), dann würde ich das mit in die Schule nehmen und dort messen o.ä.
Das mit dem Film schwärzen ist so eine Sache. Da legt man das Präparat (in dem Fall das Mineral) auf eine Fotoplatte, die man dann entwickelt. Die radioaktive Strahlung schwärzt dann den Film. Es geht aber nix über eine Messung (da kannst Du auch gleich abschätzen wie stark aktiv die Stufe ist  ;))
Beim Nachweis mit der Boraxperle bringt man auf einem Magnesiastäbchen eine kleine Menge der Substanz mit etwas Borax (Na2B4O5(OH)4x8H2O)
in eine Bunsenbrennerflamme und glüht diese dann. Bei Cobalt wird die Perle dann blau, bei Chrom grün usw.
Aber ich kann nur betonen: keine radioaktive Substanzen in eine Brennerflamme!!
Du bringst dadurch u.U. feine radioaktive Partikel in die Luft, die Du dann einatmest. Also Finger weg!!
Messe zuerst, ob die Stufe radioaktiv ist.
Gruß
Hg

Krizu:
Hallo,

das mit der Filmfärbung ist nicht so einfach wie es im Buch steht ;-)

Aber vielleicht war unser film zu empfindlich. Es war alles schwarz. Der Kollege war nur in der Ukraine, der film war schwarz, er hat aber überlebt  8)

MfG

Frank

Robin:
Hallo,

Was anscheinend auch geeignet ist zum Nachweis von radioaktive Mineralien: Aluminiumfolie! ;D

Das unten gezeigte Stück (Pechblende + Torbernit) war ca. ein halbes Jahr in Alufolie eingepackt, und hat es deutlich schwarz verfärbt.

Braucht aber 'ein wenig' Zeit wie du siehst.. ;)

Gruß Robin

uwe:
So eingfach ist das mit der Boraxperle nicht. Ich kann mich dunkel daran erinnern, wie wir uns als Lehrlinge damit abgemüht haben. Das Prinzip ist, das Metalloxyde sich im geschmolzenen Borax lösen. Je nachdem, ob man die geschmolzene Perle in den Reduktionsteil oder in den Oxydationsteil der Bunsenbrennerflamme hält ergeben sich, wenn man Glück hat, typische Farben. Wenn man beim Schmelzen zittert und die Perle immer zwischen Reduktionsteil und Oxydationsteil wechselt ist das Ergebnis sehr fraglich. Außerdem geht das nur gut bei den Salzen der Schwefel-, Salz- oder Salpetersäure. (Bei Carbonaten ist es nicht nötig, die haben von Haus aus eine typische Farbe.) Bei den meisten Mineralen, bei denen die Metalle meist an Schwefel oder Arsen gebunden sind hilft die Boraxperle auch nichts -  es sei denn, man löst das Mineral erst in  einer der o.g. Säuren und läßt die Flüssigkeit eintrocknen.

Wenn man die fertige Perle nicht vorsichtig in dem kälteren Teil der Flamme schrittweise abkühlt, dann platzt die Schmelze beim Abkühlen ab und liegt überall auf dem Teppich. Da die Farbe erst bei der kalten Perle richtig zu definieren ist nützt dann auch nichts mehr.

Man braucht für die Perle nur ein Stäubchen der Analysensubstanz. Als die Gefahr bei einer radioaktiven Substanz ist theoretisch vorhanden, praktisch aber nicht allzu groß. Es wird  ja keine Atombombe eingeschmolzen.

Glück Auf
Uwe

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