Eröffnung der Sammelsaison 2006
Zusammen mit Sammlerkollegen Andreas unternahmen wir am letzten Sonntag unsere erste Mineralienexkursion diesen Jahres. Bei der Wahl des Zielgebietes blieb am Ende nur das Lobenstein / Harraer Altbergbaugebiet, hier waren zumindest die Südhänge zur
Saale Schnee- und Frost frei. Die Steinbrüche Förtschendorf und den
Granitsteinbruch Henneberg konnte man vergessen, da hier noch zwischen 20-40 cm Schnee lagen. Und die Geschichte mit der neuen Ortsumgehungsstraße in Kamsdorf war uns, was den eventuell noch gefrorenen Boden betrifft, zu unsicher.
Das Hänge oberhalb der Bleiloch-Talsperre sind teilweise verflucht steil und können deshalb nur bei trockener Witterung besucht werden.
Immer wieder findet man Spuren des Altbergbaus wie Stollen, Pingen, kleine Halden und Schurfe.
An einem der vielen anstehenden Quarzgänge haben wir dann unser Glück versucht und bereits nach einer halben Stunde eine kleine Kluft entdeckt. Aber wie so häufig; war das Quarzband so zerissen das man fast nur „Bröselstufen“ bergen konnte. Und dann war, natürlich auch durch die Oberflächen nahe Lage bedingt, viel Limonit / Manganoxide auf den bis 3 cm großen Quarzen. Hier helfen reinigungsseitig wahrscheinlich nur noch schwerere Geschütze. Dann doch noch eine kleine Überraschung Am oberen Ende der Kluft öffnet sich plötzlich eine Druse. Mit fast kreisrundem Querschnitt und einem Durchmesser von ca. 30 cm. Zwei ordentliche Stufen konnten hier durch uns geborgen werden, viele Stücke wiesen allerdings „Treffer“ auf, die augenscheinlich schon etwas älter waren. Die beste Stufe aus dieser Druse ist eine 30 x 20 cm große Platte, bestückt mit flach aufgewachsenen bis 10 cm großen Artischockenquarzen.
Alles in allem haben wir an diesem Nachmittag keine weltbewegenden Funde gemacht, aber das Jahr 2006 kann ruhig so weiter gehen.
Quarzhai Holger!