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Autor Thema: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los  (Gelesen 196357 mal)

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Offline wolfi

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #180 am: 26 Aug 14, 22:39 »
Servus,
schaut man in die Geschichte zurück, gab es schon immer Zeiten des Stillstands im Bergbau, die auch schon mal 100 oder auch mehr Jahre gedauert haben. Insofern nix Neues, auch wenn wir Sammler (die es früher ja noch gar nicht so gab) natürlich den großen Bergbau wieder herbeisehen. Ob wir das alles erleben, ist wohl fraglich - vielleicht unsere Urenkel...
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline Manganit

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #181 am: 13 Nov 14, 06:18 »
In der sächsischen Zeitung stand im April dieser Artikel über massenhaft Rohstoffe in sächsischen Bergbauhalden: http://m.sz-online.de/nachrichten/wissen/massenhaft-rohstoffe-in-saechsischen-bergbauhalden-2820427.html. Wurden nicht in den achtziger Jahre aus der Tiefenbachhalde versuchsweise 60.000 Tonnen Spülsand gewonnen?

Ein schöner blankgeputzter Lader in Niederschlag ist auch im Artikel zu sehen.

Offline Bergbaumaulwurf

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #182 am: 15 Nov 14, 21:07 »
Glück Auf!
Es gibt immer einen Fortschritt! Der sich an das alte Anschliest, wenn auch erst nach Jahren oder Jahrzenten!
Siehe das Neusilber, oder auch der Nutzung der Altbergbauhalten von der Wismut nach Pechblende.
Technologien verbessern sich und machen einen Abbau rentabel! Wir leben in einr Zeit des rasanten Fortschrittes, siehe unsere Infomatik, vom Handy zum ...  . Da werden seltenerzs gebraucht!
Es heist ja nicht umsonst das Erzgebirge!
Bergbaumaulwurf

Offline Manganit

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Bergbau im Erzgebirge bleibt im Wartestand
« Antwort #183 am: 18 May 15, 22:01 »
Bergbau im Erzgebirge bleibt im Wartestand
Sächsische Zeitung Online, Freitag, 07.11.2014

Freiberg. Rund ein Jahr nach der Eröffnung eines neuen Bergwerks in Niederschlag bei Oberwiesenthal im Erzgebirge stecken andere Projekte weiter in der Warteschleife. Momentan pausiere die Entwicklung etwas, sagte Sachsens Oberberghauptmann Bernhard Cramer in Freiberg. Trotz der Preisschwankungen am Rohstoffmarkt sei das Erzgebirge für Bergbauunternehmen aber weiter attraktiv. Als vor einem Jahr in Niederschlag ein neues Bergwerk in Betrieb ging, hofften die Menschen auf eine neue Bergbau-Konjunktur im Erzgebirge. Doch seither ist es recht still geworden. [Deutsche Presse-Agentur]

Für Pöhla (Wolfram, Zinn) sowie Schleife (Kupferschiefer) in der Oberlausitz gibt es laut Cramer Bewilligungen. Es müsse jetzt abgewartet werden, was die Unternehmen machen. Zudem habe das Oberbergamt im Frühjahr die insgesamt 18. Erlaubnis zur Erkundung von Lagerstätten vergeben. Diesmal gehe es um Nickel und andere Bodenschätzen im Bereich des Hohwaldes in Ostsachsen.

Vor fast genau einem Jahr war mit dem neuen Bergwerk in Niederschlag die Wiederauferstehung des Erzgebirgs-Bergbaus gefeiert worden, dessen rund 800-jährige Geschichte 1991 beendet zu sein schien. Rund drei Jahre dauerte der Aufbau der Anlagen. In dem neuen Bergwerk werden Fluss- und Schwerspat gefördert, die vor allem in der chemischen Industrie gebraucht werden.

Erwartungen waren höher

„Wir arbeiten noch immer im Probebetrieb“, sagte der Geschäftsführer der Erzgebirgischen Fluss- und Schwerspatwerke, Martin Zimmermann. Er räumte ein, dass die Erwartungen anfangs höher waren. „Aus meiner Sicht sieht es dort ganz gut aus“, meinte Cramer. Der Übergang vom Probe- in den Regelbetrieb sei eben „viel Arbeit“. Es gehe aber gut voran.

Im nächsten Jahr soll bei Geyer die Erkundung von Lagerstätten per Hubschrauber fortgesetzt werden. Die nächsten Flüge seien im Herbst 2015 geplant, teilte das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcen-Technologie mit. Dabei messen Experten aus etwa 100 Metern Höhe mit einer Sonde elektromagnetische Signale aus dem Untergrund und schließen daraus auf dessen Leitfähigkeit und die im Gestein verborgenen Minerale. Die Wissenschaftler wollen dabei zunächst bis in etwa 150 Meter, später bis 500 Meter Tiefe vor allem nach Zinn, Wolfram, Zink und Indium suchen.

Experten der TU Bergakademie Freiberg untersuchen zudem alte Bergbauhalden in Altenberg und in Freiberg mit Bohrungen auf deren Inhaltsstoffe. Zudem soll eine kleinere Abraumhalde im Osterzgebirge auf Scandium hin erkundet werden.

Offline raritätenjäger

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #184 am: 22 May 15, 11:56 »
Jetzt geht´s dem Kolbeckit an den Kragen >:D


Offline Manganit

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Re: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #186 am: 17 Jun 15, 22:16 »
GEOS: "So billig wie im Erzgebirge bekommen Sie heute nirgendwo eine Lagerstätte erkundet: Sie müssen nur in die Archive gehen." http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Wismut-Archive-liefern-Hinweise-auf-Milliardenwerte-artikel9210610.php

Offline Manganit

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Re: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #187 am: 28 Jun 15, 07:37 »
Im Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) gibt es die kostenlosen Jahresabschlüsse der Grube Niederschlag, der letzte ist vom April 2015 (für das Geschäftsjahr 2013/2014):

Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von EUR 649,000 aus. Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss unter der Prämisse der Fortführung des Unternehmens aufgestellt. Im Folgejahr hat die Geschäftsführung nach Aufstellung eines Businessplans durch zusätzliche Finanzierungsbereitstellung der Gesellschafterin <Hinweis: Nickelhütte Aue> sowie durch die Vereinbarung vom April 2015 über die vollständige Tilgungsaussetzung sämtlicher Bankdarlehen bis 2019 die Sicherstellung der für eine ordnungsgemäße Fortführung des Unternehmens erforderliche Liquidität erreicht. Die Geschäftsleitung sieht somit die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft als gesichert an. Die Risiken für die Fortführung des Unternehmens bestehen nun in der erfolgreichen Umsetzung der für Folgejahre geplanten Mengen- und Umsatzziele.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 5.137.000. Es handelt sich um Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, Nickelhütte Aue GmbH. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hat die Muttergesellschaft Nickelhütte Aue GmbH eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung abgegeben.

Geschäftsführer:
Dipl.-Ing. Martin Zimmermann, Freiberg, ab Juli 2014
Prof. Dr. Wolfgang Schilka, Altenberg, bis Juli 2014
Dr. Peter Koch, Bad Schlema bis Juli 2014

Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -1.244.837 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Offline Günter Blaß

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Re: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #188 am: 28 Jun 15, 12:14 »
Hallo,


ist ja toll, dass die schon >1mill. erwirtschaftet haben!!

Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -1.244.837 = +1.244.837 Euro ???

trotzdem ein interessanter Hinweis!!

Schönen Sonntag
Günter Blaß


Offline Manganit

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Re: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #190 am: 13 Aug 15, 17:23 »
Erschließung der Lagerstätte Niederschlag und Aufbereitung von Flussspat (Prof. Schilka, TU Freiberg 2013): http://tu-freiberg.de/sites/default/files/media/freunde-und-foerderer-der-technischen-universitaet-bergakademie-freiberg-ev-6089/pdf/zsfreunde2013_seite38-39.pdf
« Letzte Änderung: 13 Aug 15, 17:30 von Manganit »

Offline Manganit

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Re: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #191 am: 13 Aug 15, 17:37 »
Noch ein Bericht von 2013, vor dem Geschäftsführerwechsel: http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Der-Berg-ist-geoeffnet-artikel8511953.php
« Letzte Änderung: 13 Aug 15, 23:59 von Manganit »

Offline giantcrystal

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Re: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #192 am: 13 Aug 15, 22:13 »
Hallo aus Mittelfranken

Danke für die beiden links zum Thema Niederschlag

Leider funktioniert der letzte aber nicht und der erste führt zu einer unvollständigen Publikation, die mitten im Text abbricht. Kann man da noch etwas machen ?

Danke und Glück Auf

Thomas

« Letzte Änderung: 14 Aug 15, 10:23 von giantcrystal »

Offline Manganit

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Re: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #193 am: 14 Aug 15, 00:02 »
Thomas - Der zweite link ist repariert, aber die TU Freiberg Internet-Veröffentlichung ist leider abgekürzt. Vielleicht kann ein Absolvent mal netterweise den ganzen "ZS Freunde" Artikel einstellen?

Hallo aus Mittelfranken

Danke für die beiden links zum Thema Niederschlag

Leider funktioniert der letzte aber nicht und der erste führt zu einer unvollständigen Publikation, die mitten im Text abbricht. Kann man da noch etwas machen ?

Glück Auf

Thomas

Offline Pyromorphit

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Re: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #194 am: 14 Aug 15, 07:39 »
... man fragt sich ja schon, wie bei insgesamt fast 7 Mio. Minus die Geschäftsführer einfach so gehen können?

Oder wurden die gegangen?

Ist schon seltsam, im "Buschfunk" hört man allerdings auch positives vom laufenden Jahr. Bis natürlich die Fakten von 2015 auf den Tisch kommen, wird noch viel Zeit vergehen.

Glück auf

Heiko