Ich bin der Meinung, daß der Hammerfrage zu große Wichtigkeit beigemessen wird. Die Estwing Sales Manager werden da wohl anderer Meinung sein.
Ich sammle seit etwa 25 Jahren intensiv und habe Erfahrung mit den verschiedensten Hämmern gemacht, meist Spezialanfertigungen, denn in der DDR gab es keine Geologenhämmer zu kaufen.
Heute benutze ich einen einfachen kleinen Geologenhammer, wobei ich den billigsten aus dem Krantzkatalog gewählt habe. Viel wichtiger ist aber ein großer Vorschlaghammer sowie ein kräftiges "Fäustel", welches fest auf dem Schaft sitzt. Dazu sollten gute Meisel im Rucksack sein. Die Meisel aus dem Baumarkt kann man vergessen. Ich hatte das Glück, einen Steinbruchmeisel zu erlangen. Derartige Meisel haben die richtig Form um den Stein auseinander zu treiben und sind auch aus besserem Stahl gefertigt.
Der Geologenhammer wird meist nur zum Scharren im Haldenmaterial oder zum probeweisen Anschlagen von größeren Steinen benutzt. Zum ernsthaften Arbeiten im Gelände oder am Fels ist er sowieso nicht geeignet. Außerdem haben die handelsüblichen Geologenhämmer einen zu kurzen Schaft.
Also von der Wichtigkeit möchte ich folgende Wertigkeitsliste aufstellen:
Fäustel,
Meisel,
Schürfhacke (eine Seite spitz, die andere Seite breit),
Geologenhammer,
Vorschlaghammer,
Übrigens beim Mineraliensammeln ist es wie beim Angeln. Meist ist der mit dem primitivsten Werkzeug aber mit dem richtigen Gespür wesentlich erfolgreicher als der mit der auserlesensten Ausrüstung.
Glück Auf
Uwe