Ich denke hier gibt es zwei Bedeutungen. Zum einen sind es die Lesesteine, die der Bauer zur Verbesserung seiner Äcker abliest und am Feldrand deponiert, wie "Schatten" schon erwähnt hat. Unter Beachtung des Naturschutzes sollte man diese Haufen getrost unter die Lupe nehmen, den sie geben einen schönen Queschnitt über das geologische Profil der umliegenden Gegend.
Der Sammler bezeichnet als Lesesteine die mineralhöffigen Stücke, die er direkt von den Äckern aufliest und nicht durch Schürfen gewinnt. Diese Art des Sammelns ist wie ebenfalls bereits erwähnt besonders für Achate geeignet. Allerdings sollte man Achatwetter haben - also wenn es tagelang geregnet hat und dann gegen Abend die Sonnen im Westen unter den Wolken hervorschaut und fast waagerecht über den abgeregneten Acker scheint, ist das Achatfinden kinderleicht.
Auch überackerte Halden sind für Lesestein-Funde indeal.
Man muß sich allerdings die Gegen in Ruhen anschauen, dann sieht man schon, wo ein Gang ausstreicht oder wo sich eine alte Halde befunden hat.
Das Sammeln von Lesesteinen ist besonders in Gegenden zu empfehlen, in denen man sauer auf Sammler ist. Man braucht hierzu kein verdächtiges Werkzeug und wer will schon einen Naturfreund verwehren, im Herbst oder zeitigem Frühjahr über ein Feld zu laufen.
Glück Auf
Uwe