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Wünschelrute ...
berthold:
Hallo,
es gibt kaum ein Thema über das so viel Unfug verbreitet wird und mit dem so viel Geld abgezockt wird wie mit "Wünschelruten". Fakt ist, es ist nichts dran, es geht nicht. Wer anderer Meinung ist möge den Beweis erbirngen. Trotz ausgelobten 1.000.000 US$ hat das bisher keiner gemacht. Oder genauer gesagt, es geschafft seine angeblichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen (z.B. http://www.gwup.org/ueberuns/konferenzen/2004/wuenschelrute.html) . Warum? Ganz einfach - weil es eben nicht geht.
Die Wünschelrute scheitert - um es ganz klar zu sagen - in Theorie und Praxis. Keine bislang von Wünschelrutengängern gegebene Erklärung warum die Rute überhaupt funktionieren könne hat bisher einer wissenschaftlichen Überprüfung stand gehalten. Da werden Erdstahlen, Tachyonen, Schwingungen, Äther, Teslawellen und ähnliche Dinge erfunden, die bestenfalls in den Köpfen ihrer Erfinder existieren.
Nun wird gerne angeführt, dass es ja Leute gibt, die das tatsächlich können. Als Beweis für diese Fähigkeit werden gerne erwünschelte Brunnen genannt. Verschiegen werden aber gerne misslungene Versuche (wir gibt schon gerne zu, einen Fehler gemacht zu haben). Einige Beispiele finden sich z.B. hier: http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/wasserad.htm
Nun lese ich immer wieder "es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde ..." oder "es könnte schon was dran sein" ... Genau so fängt die Volksverdummung an. Es gibt kein "könnte gehen" sondern entweder es geht oder es geht eben nicht. Und im Fall der Wünschelrute geht es eben nicht. Und zwar mangels Theorie und Praxis. Genausogut könne ich Euch eine rosaroten Seidenstreifen mit Teslawellen behandelt verkaufen, der -um die Benzinleitung im Auto gewickelt- Sprit einspart.
Gruß
Berthold
loparit:
@berthold
Es gibt Leute die haben ihren Standpunkt. Das heißt aber noch lange nicht dass er richtig ist.
Das Wünschelrutengehen funktioniert und das habe ich selbst erfahren. Es ist schade dass unser Wünschelrutengänger schon vor einigen Jahren verstorben ist, sonst hätte ich mal ein Treffen organisiert. So hätte der eine oder andere selbst die Erfahrung machen können.
Natürlich gibt es viele, die auf diese Weise ihr Geld verdienen und auch die Leute verdummen. Aber verdummen kann man nur die die es mit sich machen lassen. Das ist nichts anderes als wenn ich jemandem eine Silberstufe für 10000 Euro verkaufte, die er sonstwo für 2000 bekäme. Es gibt halt eben Leute die etwas haben oder etwas glauben wollen und mit denen macht man die besten Geschäfte. So ist das und das funktioniert in allen Sparten.
Mit unserem verstorbenen Wünschelrutengänger haben wir im Siegerland, in der Pfalz, dem Emser Gebiet und im Hunsrück sehr erfolgreich gearbeitet und er hat nie etwas bekommen.
Auch habe ich es nicht nötig einen Beweis zu erbringen, dass es funktioniert. Denn mir reicht das erlebte als Beweis.
Gruß loparit
Schluchti:
Dieses Thema polarisiert, das haben wir ja auch schon in dem anderen Thread gesehen.
Viele haben unmittelbar oder mittelbar eigene Erfahrungen, in welcher Richtung auch immer, mit dem Thema gemacht. Fakt ist auch, daß diese Methode, ob und wie auch immer sie funktioniert, praktisch angewandt wird und eben nicht nur im Bereich der Geschäftemacherei, wo ein Anreiz also nur besteht, wenn es, platt formuliert "irgendwas bringt". Das beweist natürlich für sich genommen noch nichts.
Der Schluß, daß etwas nicht und niemals funktionieren kann, weil es noch nicht bewiesen ist, ist natürlich ebenfalls ein unzulässiger. Einzig zulässige Konklusion aus dem Befund, daß noch kein empirischer Beweis über die Funktion oder Funktionsweise vorliegt ist, daß ein solcher Beweis eben bisher noch nicht vorliegt.
Eine These, wonach etwas nicht und niemals funktionieren kann, erfordert zu ihrem Beweis die Widerlegung aller denkbaren (und auch solcher, derzeit möglicherweise aus dem bisherigen Erkenntnisstand noch nicht einmal denkbaren) Erklärungsansätze. Ein solcher Beweis ist nicht zu liefern. Wer sich wie die "Skeptiker" strikter Rationalität und analytisch-wisenschaftlicher Denkweise verpflichtet sieht, muß auch die Regeln des Syllogismus anwenden. Und seit der Antike gilt ein Schluss a nescire ad non esse zu recht als Fehlschluß. Oder anders formuliert: Die Abwesenheit von Evidenz, ist nicht die Evidenz von Abwesenheit.
loparit:
Hallo Schluchti
hervorragend geschrieben. Bin direkt neidisch dass es nicht von mir ist ::)
Also ich hätte es nicht besser schreiben können!
Gruß Loparit
steinfinder:
;) gutes
vorab, ich glaube das thema ist ausgiebig erörtert worden,
und zudem habe ich auch nichts produktives beizusteuern.
was mich interessiert ist, folgendes:
Aussage von GiantCrystal;
Ansonsten : Ich bin Geologe und während des Studiums wurden wir natürlich nachdrücklich darüber belehrt, das Wünschelrutengeherei Unsinn und Volksverdummung ist und das es keine Wasseradern gibt etc. Wasseradern gibt es auch tatsächlich nicht.
Wie nennt man Wasseransammlungen in der Erde? Sozuschreiben unterhalb der Erdoberfläche.
Also ich habe da keine Vorstellung, nicht mehr.
Bislang dachte ich das Wasser sich schon in der Erde bewegt, und sich auch in "Hohlräumen" sammelt.
würd mich über Aufklärung freuen, danke.
Gruß
Steinfinder
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