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Autor Thema: Uranhaltige Mineralien  (Gelesen 24058 mal)

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Offline Philip Blümner

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Re: Uranhaltige Mineralien
« Antwort #30 am: 28 Jul 04, 17:56 »
Sind denn nur U- und Th-haltige Mineralien radioaktiv? Kann es denn nicht sein, dass zb Mineralien, die in U-/Th-Gebieten zu finden sind, auch (schwach) radioaktiv sind?

Offline uwe

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Re: Uranhaltige Mineralien
« Antwort #31 am: 28 Jul 04, 19:58 »
Sehr viele Mineral, die weder Uran noch Thorium in der Standardformel haben und recht viele Gesteine sind schwach radioaktiv. Wie ich bereits schon mal geschrieben habe: Das Straßenpflaster aus Granit ist relativ stark (ich betone relativ) radioaktiv. In sehr vielen Gebirgen ist die natürliche Radioaktivität so hoch, daß z.B. im Erzgebirge jegliche Gartenarbeit verboten werden müßte, wenn man die Gesetze bezüglich der Grenzwerte strick befolgen würde (das stammt nicht von mit sondern aus dem Vortrag eines Professors der Geologie). Es gibt aber viele Leute im Erzgebirge, die weit über 90 Jahre alt werden.

Radioaktivität ist eine natürliche Erscheinung wie Sonne, Wind und Regen. Das Risiko beim Mineraliensammeln zu Schaden zu kommen liegt nicht in der Radioaktivität. Es ist viel wahrscheinlicher in einen Steinbruch mal einen finalen Stein auf den Kopf zu bekommen, als durch ein, auf radioaktive Mineral zurückzuführendes, Carzinom umzukommen.

Stefan, die meisten Strahlen eines radioaktiven Minerals sind eben Alpha- und Betastrahlen und die dringen nicht durch die Haut. Gammastrahlen sind schon gefährlicher, aber man trägt radioaktive Minerale ja auch nicht am Körper oder benutzt sie als Spielzeug.

Glück Auf
Uwe


Offline geomueller

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Re: Uranhaltige Mineralien
« Antwort #32 am: 28 Jul 04, 20:56 »
Hallo Uwe,

natürlich hast Du Recht wenn Du sagst, daß viele Gesteine schwach radioaktiv sind. Aber der Strahlung kommt natürlich trotzdem von einem gewissen Urangehalt oder Thoriumgehalt, sie sind also nicht frei davon. Z. B. die erzgebirgischen Granite haben einen durchschnittlichen Urangehalt von 5 bis 8 ppm (g/t). Naja und so mancher Prof. übertreibt auch gern mal in populärwissenschaftlichen Vorträgen, der Grenzwert für Uran beträgt laut SSV 16 ppm bzw. 0,2 Bq/g Radium-226 bei einem vorausgesetztem radioaktivem Gleichgewicht.

Jürgen

 

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