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Autor Thema: Alter von Mineralien  (Gelesen 25381 mal)

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Offline Frank de Wit

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #15 am: 18 Jun 04, 18:46 »
untersuchungen zum altersbestimmung von gesteine und minerale werden genutzt zum beispiel:
-Homogenisations temperaturen von flussige einschlusse in quarze
 zum bestimmung der tiefe und druck der begrabung bei gebirgsbildung der alpen (P/T)
-Anorthit gehalt in Plagioklase
-Wasserstoff gehalt in Quarze
-Vorkommen von Staurolith im Gneis
-Paragenese Tremolith-Calcit in metamorphosierter Dolomit
etc geben alle anweisungen uber die Druck Pmax (Begrabungstiefe) / max.Bildungstemperatur die Mineralien (Tmax)

Die Quarze am Gischigletscher sind dann gebildet worden zwischen 9,5 und 11 Kilometer Tiefe (!); in ungefahr 2 Kbar Druck und 500 grad Celsius Temperatur...

sehe seite 17 von dieses artikel
http://www.strahlen.org/lit/1996-115.pdf
es ist in hollandisch, aber wenn du ein bischen muhe machst lest das fur dich genau so einfach
als deutsch lesen und schreiben fur mich ist...

zwei bier - twee bier oder.... zehn bier - tien bier
ein brot - een brood
eine liebe frau - een lieve vrouw  :D
uzw - etc

Hojje! Frank

Offline Erik

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #16 am: 18 Jun 04, 22:16 »
noch 'ne Ergänzung:

die genaueste Methode zu Altersbestimmung von Gesteinen oder Mineralien ist das Messen radioaktiver Isotope (Halbwertszeit!). Dazu sind U- oder Th- haltige Minerale gut geeignet - und da ein Zirkon immer etwas radioaktiv ist und gleichzeitig sehr beständig gegen Verwitterung etc, eignet der sich dafür besonders gut.
Darin liegt aber auch ein Problem: Es kann sein daß in einem viel jüngeren Gestein ein viel älterer Zirkon gefunden  und so die Altersbestimmung verfälscht wird!

Gruß, Erik ::)
« Letzte Änderung: 18 Jun 04, 22:48 von Erik »

Offline McSchuerf

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #17 am: 19 Jun 04, 06:31 »
Neben der bekanntesten Methode zur Altersbestimmnug nämlich der C14 Methode, wie Erik treffend beschrieben hat, gibt es noch 2 weitere unbekanntere Methoden..nämlich die Strontium-Rubidium-Methode und irgendwas mit Argon-..hab's momentan vergessen..

Gruß Peter

Offline McSchuerf

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #18 am: 19 Jun 04, 06:38 »
..hier hab ich was, den Mars betreffend..

'..Erst sehr viel später hat dann ein weiterer Meteorit den Gesteinsbrocken in den Weltraum katapultiert. Die Analyse der während dieser Zeit durch Höhenstrahlung erzeugten Radionuklide zeigt, daß die Wanderung durch den Weltraum an die 16 Millionen Jahre gedauert haben muß, bevor der Meteorit vor 13.000 Jahren in der Antarktis aufschlug.

Dieses Alter von 3,6 Milliarden Jahren will ein Team am Field Museum in Chikago nicht "kaufen": Sie haben mit der Strontium-Rubidium - Methode das Alter der Carbonat-Ablagerungen im Meteoriten mit nur 1,3 Milliarden Jahren datiert, auf 100 Millionen Jahre auf oder ab kommt es dabei nicht so an. Wenn dieses Alter stimmt, dann können die Spuren der Lebewesen auch nicht älter sein. ..'


..das ist ein Zitat aus:

http://www.wienerzeitung.at/frameless/lexikon.htm?ID=122

..so und zur Kalium-Argon-Methode hier etwas..

http://www.adolf-reichwein-schule.de/u_mat/geschi/e041.htm

..alles recht interessant .. :)

Gruß Peter

Offline Philip Blümner

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #19 am: 20 Jun 04, 14:45 »
Hossa, da gibts viele Methoden!

Aber es sind keine Weisen, die man als Sammler zuhause verwenden kann oder?

Der Meteorit, der 16 Mio. Jahre durch das Universum flog...dass es ihm net langweilig wurde?  ;D

Offline McSchuerf

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #20 am: 20 Jun 04, 18:44 »
ja, nicht mal die C14-Methode kann ein 'normalsterblicher' Sammler anwenden.. ;).. ;D

..und so mancher Flug ist schon recht weit..stimmt.. ;)

Offline Philip Blümner

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #21 am: 20 Jun 04, 19:32 »
Hmmm....is ja doof irgendwie.

Könnte man sowas in der Uni machen?

Offline Erik

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #22 am: 21 Jun 04, 07:27 »
Hallo slug,

Ja bestimmt....aber das kostet wahrscheinlich auch einiges :P

Gruß, Erik

Offline Philip Blümner

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #23 am: 21 Jun 04, 10:18 »
Das ist ja schade!

Vielleicht gibt es billigere und handelsfähige Versionen in 30Jahren oder so ;)

Ich würde meine Mineralien nach dem Alter ordnen. Aber wenn das nicht so einfach möglich ist... :'(

Offline Findus

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #24 am: 22 Jun 04, 00:10 »
Hallo Slug, :)

bei einem Versuch, die Feuersetzparagenese von Badenweiler (Alter Mann Felsen) betreffend, konnte ich innerhalb von etwa zwei Jahren "Mineralien" wie z.B. Elyit, Menninge, Massicotit "züchten", -allerdings nicht so gross wie die Originale von der Fundstelle.  :D :D

Des weiteren ist der Elyit auch nicht besonders stabil, er wird mit der Zeit grün und scheint sich in Richtung Caledonit, o. ä. umzuwandeln. :'(

Glück auf,

Findus ;)

Offline McSchuerf

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #25 am: 22 Jun 04, 05:23 »
Hallo Findus,

der Elyit und der Caledonit von Badenweiler sind doch auch so schon im
< als 1 mm Bereich..dann bräuchte man ja nach Deinen 'Züchtungen' ein Rasterelektonenmikroskop..  ::) :o ;D

Gruß Peter

Uwe Kolitsch

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #26 am: 22 Jun 04, 14:11 »
Hi Findus,
mich würde sehr interessieren, wie du die Feuersetzparagenese gezüchtet hast (ich hatte mich schon mit solchen Paragenesen anhand von Material aus Badenweiler und den Vogesen auseinandergesetzt).
Artikel über Pb-Nitrate aus solchen Feuersetzparagenesen kann ich dir als PDF zuschicken, falls Interesse besteht.

GA, Uwe Kolitsch

Offline Findus

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #27 am: 26 Jun 04, 11:13 »
Hallo Peter, :) :)
offensichtlich gehörst Du nicht zu den Glücklichen, die in Badenweiler
auch mal grössere Elyite gefunden haben. So kenne ich zwei Stüfchen, auf denen die Elyite in feinnadeliger Ausbildung Größen über 1mm
erreichen. Eine davon habe ich, hierbei hat das halbkugelige Aggregat
einen Durchmesser von ca. 2 mm. (Leider auch am Verblassen! :'( :'( :'()
Bei der anderen Stufe eines Kollegen handelt es sich um die grössten Elyite, die ich bislang von Badenweiler gesehen habe; hier hat das Aggregat (ebenfalls feinnadelig und kugelig ausgebildet) einen Durch-messer von ca. 4 mm.
Zu meinen gezüchteten Elyiten: Sie sind bereits bei 25X Vergr. gut zu erkennen (also auch ohne REM).
Die Caledonite sind aber in der Tat sehr klein, offensichtlich wachsen diese
eben etwas langsamer. Aber ich habe absichtlich noch nicht alles Material geknackt  und werde dies voraussichtlich irgendwann nächstes Jahr tun.
Bin gespannt, was sich bis dahin noch alles ergibt.

Glück Auf,

Findus ;)
 

Offline Findus

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #28 am: 26 Jun 04, 11:56 »
Hallo Uwe,
bislang habe ich noch nicht alles Material geknackt, wie Du aus meinem Antwortschreiben an Peter entnehmen kannst, d.h. ich bin noch nicht
zu einem entgültigen Ergebniss gekommen, werde diese Testreihe jedoch
wiederholen und etwas gezielter und wissenschaftlicher vorgehen, da
dieser Versuch, der zu meiner grossen Freude auch noch positiv
ausgegangen ist, einfach so "Pi mal Daumen" abgelaufen ist, wodurch ich
einige wichtige Erkenntnisse gewonnen habe, welches Gestein sich
offensichtlich mehr oder weniger eignet, um diese Sekundärmineralien
zu erhalten,- es hat nicht bei allen Steinen geklappt, die ich von Badenweiler mitgenommen habe. Auch was Temperatur etc. anbelangt,
will ich noch etwas mehr ins Detail gehen.
Ich werde hier an dieser Stelle nicht veröffentlichen, wie ich genau vorgegangen bin (kein Koch verrät seine Rezepte).
 Ich denke, dass ich evtl. im Lapis, wenn ich alles ausgewertet habe, einen entsprechenden Bericht veröffentliche, da diese Thematik bestimmt nicht ganz uninteressant ist, und auch noch andere Sammler interessiert.
Da ich dieses Forum nicht für einen weiteren, reinen "Info-Austausch" über diese Thematik zweckentfremden will, schlage ich vor, dass ich Dich
über Deine EMail- Adresse in Wien kontaktiere, wenn es Dir so recht ist.

Wenn Du über eine andere Adresse besser zu erreichen bist, schicke
diese bitte an : findus1@onlinehome.de

-Ansonsten kurze Antwort hier, dann kann ich Dir mein weiteres Vorgehen
erläutern.

Glück Auf,
Findus ;)
 

Offline Philip Blümner

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Re: Alter von Mineralien
« Antwort #29 am: 29 Jun 04, 19:08 »
Vielleicht kann man die Frage etwas leichter machen:
Sind alle Mineralien in Deutschland gleich alt?
Oder können wir eine Liste erstellen, indem die Alters/en (?) von verschiedenen Mineralein an deren jew. FO stehen?


Schlachtet sie!
Sluggy