Hallo,
ja, es ist Spektroskopie.
Das ganze klappt nur in kristallinen Materialien und besonders gut am Fe Übergang.
Die Spektrallinien (Gamma) muessen schmal sein, damit der Effekt zu messen ist.
Wenn ein Gamma-Quant emittiert wird, erfährt der Kern einen Rückstoß. Im Kristall sitzt das Atom relativ fest und der gesamte Kristall "bewegt" sich (naja eher nicht

). Deshalb hat die Linie keine Dopplerverbreiterung.
Das war der einfache Teil. Jetzt kommt die Elektronenhülle. Der Kern wechselwirkt mit der Elektronenhülle. Einige Orbitale haben ja auch recht hohe Elektronenaufenthaltswahrscheinlichkeiten im Kernbereich! Somit sieht der Kern ein leicht geändertes Potential, die Gamma-Emmision ist verschoben, je nach Umgebung.
Jetzt kommt der Trick der Detektion. Wenn der Empfänger (Fe-Kristall) leicht bewegt wird, wird das System verstimmt (Dopplereffekt). So können die geänderten Energien detektiert werden.
Beispiel:
Wenn ein Gamma-quant nach oben fliegt, muss er ja gegen das Erdschwerefeld angehen. Es verliert einen Teil seiner Strahlungsenergie. Mit der Mößbauer-Spektroskopie kann dieser geringe Energie-Verlust detektiert werden.
Ungefähr klar?
MfG
Frank