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Gesucht wird: Erlebnisse zu "Vor dem letzten Schlag soll man aufhören"

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Zuercherella:
Traurige Geschichten! Hier ist gutes Werkzeug nötig, aber auch Umsicht und (teilweise) zurückstecken. Auf einer Exkursion ist mir ein Hammersplitter eines Estwing (!) am Ohr vorbei geflogen, den mein Prof auf einen Granit geschlagen hatte. Manche Gesteine sind halt mit normalem Werkzeug nicht zu bearbeiten, beim Feuerstein sträuben sich mit alle Nackenhaare, wenn ich an ein Aufklopfen denke. Und wenn zwischen den Unterkreidekonkretionen mal schmutzverschmierte Findlinge liegen, fliegt einem der Vorschlaghammer bei unvorsichtigem Herangehen ganz gut um die Ohren :o.

Viele Grüße
Michael

Diego:
Hallo Michael

Wo Du gerade von Feuerstein redest. Ich war vor Jahren mal in Les Dalles sur Mer in Frankreich. Der komplette Strand besteht dort aus Flintgeröll z.T. noch sehr groß, da das Material direkt aus den Kreidefelsen der Küste stammt. Da hatten einige Spezies aus England direkt am Strand mit dem Aufklopfen der großen Brocken begonnen - In der Badesaison >:(. Flint-Splitter stehen ja Glasscherben in nix nach - sind nur schlechter zu sehen. Nachdem sich zwei Leute die Füße aufgeschnitten hatten, wurde der Strand von den Rettungsschwimmern für einen Tag geschlossen und (soweit möglich) abgesucht.
Man sollte in der Tat nicht überall auf allem rumhämmern ;).

Gruß
Steffen

smoeller:
Hallo,

Noch gefährlicher als Flintsteine, mit dem Hammer zu zerlegen (braucht man mir als Schleswig-Holstein-erfahrener Sammler mit zig Stunden Geschiebeerfahrung nicht zu sagen, habe eine 1 cm lange Narbe am Finger von einem Flintstein, der beim Zerschlagen splitterte) ist die Touristenmethode: Den Flintstein einfach auf den nächsten Findling schmeißen. Dabei entstehen sehr feine Abschläge, die wie Rasiermesser aussehen und in alle Richtungen fliegen. Dann lieber der Hammer. Wenn ich Leute (meine Halbschwester z.B.) dabei habe, sage ich denen grundsätzlich, dass sie einige Meter zurückbleiben sollen und nicht genau vor dem Flint stehen dürfen. Man weiss halt nie, wohin die Splitter fliegen.

Einmal letztes Jahr habe ich ne Fluoritdruse an der Clara gefunden, da waren xx bis 4 cm drin. Da ich keinen Vorschlaghammer zur Hand hatte, hat ein anderer Sammler den Brocken für mich geknackt. Beim letzten Schlag spaltete der größte x leider durch. Die Stufe trägt aber noch drei Würfel bis 2,5 cm und einige Baryt-xx.

Glück Auf!
Smoeller

Zuercherella:
Das mit dem Flint gehört dann wohl eher in die Kategorie: vor dem ersten Schlag sollte man aufhören  ;).
Für Höhlenmenschen sicher wichtig, die konnten das mit der Bearbeitung aber besser und hatten auch für die "Rasierklinge" mehr Verwendung ;D.
Noch ein Gegenbeispiel, wo der letzte Schlag wichtig war: wie oft hatte man das schon, dass man sich nach einem langen Tag sagte: jetzt noch 10 Schläge! Dabei kam einst in Rothenberge unmittelbar vor dem Dunkelwerden noch einer meiner schönsten Ammoniten von dort heraus. Geht doch!

Viele Grüße
Michael

TKMineral:
Hallo!

Hier gibt es auch ein ähnliches Vorkommen wie das mit den Feuersteinen. 5 Minuten von mir zu Hause wurde vor etwa 30 Jahren Jaspis für die Schmucksteingewinnung abgebaut. Auf den Halden ist heute noch sehr viel Jaspis zu finden , wobei für die Sammler eher die kleinen Quarzdrusen mit den darin gut ausgebildeten Mikros von Goethit xx und Hämatit xx am interessantesten sind. Jedenfalls das Zeuchs is genau so gefährlich wie Feuerstein...

Mehr zur Fundstelle: http://www.tkmin.de/Fundstellen/Saar/Jaspis.htm

Gruß

TK

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