@Ulrich w
danke für Deinen Kommentar. Nur zu dem, was Du "Mineraliensammlerszene in Deutschland" sagst:
Das ist absolut in den falschen Hals geraten (vielleicht wegen meiner Formulierung). Selbstverständlich gibt es in Deutschland ganz ausgezeichnete Sammlungen und Sammler (privat); ich kenne nicht wenige davon und wäre glücklich, von machern Sammlungen auch nur das eine oder andere Stück zu haben.
(Nebenan in Frankfurt gibts u.a. eine private Topas-Sammlung mit ca. 300 absoluten Topstufen - wovon es nicht ein einziges Foto gibt. Und auch nebenan liegen Sammlungen von den schönsten Usinger Quarzen sowie weltbesten Amethysten - aber auch kein einziges Foto. Und nur wenige km entfernt die traumhaftesten Pyromorphite aus Kransberg - auch davon leider kein Foto im Portrait da es keine Fotos gibt. Und die berühmteste deutsche Sammlung (Wert geschätzt einige Millionen Euro) ist auch nur ne halbe Autostunde entfernt. Und drei Straßen weiter einer der anspruchsvollsten deutschen Händler, dessen 1000 +-Stufen zum großen teil von deutschen Sammlern und nicht von den Amerikanern gekauft werden.
Nur dazu zum Thema: Ausgezeichnete Sammlungen in Deutschland, Ja, die gibts - mehr, als man glaubt.
Wir sprechen auch nicht von US$ - Megapreisstufen (obwohl es selbstverständlich auch deutsche französische und italienische Händler gibt, welche sich auf 1.500 bis 5.000+ €-Stufen spezialisiert haben). Ich habe, wie Du wohl siehst, auch nicht nur US-Fotografen als Bildautoren für das Portrait; Fabre und Pareja sind Spanier, Thames Valley ist Engländer, Jameel ist Pakistani und dann sind noch mindestens fünf deutsche Bildautoren (alle Sammler-Händler), deren Namen ich nicht nennen möchte, da es sonst wieder nach Werbung klingt. Und , wie Du Dich wohl überzeugen kannst, sind auch Bilder von (leider wenigen) Privatsammlern im Portrait.
Tatsache ist, daß die wirklich guten Bilder zu 75% von internationalen Händlern und Sammlern stammen, weil hier eben nun mal die guten oder Weltklasse-Stufen gehandelt werden: Nicht in ebay, nicht auf den vielen lokalen Börsen, nicht privat.
Ich habe keinerlei Geringschätzung der deutschen Szene (ich bin selbst ein deutscher Sammler mit einer Sammlung, die ganz bestimmt nicht die Kriterien der High-End oder Top-End Sene erfüllt); insofern auch keinerlei Gedanke an Arroganz .
Leider ist es mir (mit Ausnahme der o.a. fünf Händler) bisher nicht gelungen, gute Fotos von deutschen Privatsammlern zu bekommen; einerseits, weil die Bildrechte einfach verweigert werden, andererseits, weil gerade die Sammler, so scheint es, welche die guten und fotogenen Stufen haben, entweder keine Erfahrung mit Digitalfotos haben oder einfach nicht fotografieren wollen.
Was die lässige Art, mit "Reichtum umzugehen" betrifft : Hier ist genau der Grund, warum ich bei den Bildern im Portrait weder Preise, noch Größen, noch Besitzer angebe ! Ich stelle nur typische und schöne Stufen als Gesamtaussage vor - ohne jeglichen Kommentar, gerade, weil ich auch weiß, daß viele dieser Stufen für manchen von uns, mich inbegriffen, Träume sind und unerreichbar sind.
Nicht unerwähnt sollte auch die Tatsache bleiben, daß gerade in den USA sehr viele gute (und teure) Stufen von Museen gekauft werden; diese haben staatliche Mittel, sprich Steuergelder in nicht geringer Größe zur Verfügung. Leider sind diese Mittel in Deutschland nicht vorhanden; die deutschen Museen haben einfach kein Geld, um gute Stufen zu kaufen; ganz einfach ein Grund, warum eben in den USA die besseren Stücke zu besseren Preisen verkauft werden.
Im übrigen: Viele der abgebildeten Stufen (die meisten) sind keine Museumsstufen, sondern sehr oft im Bereich 2x3 bis max. 3x5 cm - sie sind eben und einfach gut fotografiert, mit richtigem Hintergrund und scharf. Das allein ist es, was zählt.
Frage an Dich: Was meinst Du mit " .... betreffs des Minerals etwas sehr grob ? .. ? Bitte um Deinen Vorschlag, was man verfeinern sollte.
@Berthold
Nein, da muß ich Dir entschieden widersprechen: Wir sind verpflichtet, den Bildautor zu nennen und auf seine Seite zu verweisen; das ist gesetzliche Bestimmung, ds ist die Regel des Atlas und das ist absolut korrekt.
Daß der Bildautor nun auch Händler ist oder sein kann, ist sekundär und ohne jegliche Bedeutung für das copyright.
Und da die Bilder nun mal eben von Lavinsky oder Fabre selbst fotografiert sind und all diese Leute das copyright auf ihre Bilder haben, müssen diese Bildautoren namentlich erscheinen.
Es ist absolut nicht maßgeblich, darauf hinzuweisen, daß ein Bildautor auch Händler ist. Schon garnicht dann, wenn dies Händler sind, die, wie die meisten auch in erster Linie Sammler sind.
Wieviele sogenannte Händler gibt es, die nebenbei handeln ? Wer ist schon "Nur-Händler" ? Sind alle "Händler" auf Börsen wirklich "Händler" oder nicht vielmehr ganz normale Leute, die neben ihrem Beruf als Lehrer, Apotheker oder ganz einfache Angestellte nebenbei noch mit Mineralien handeln ? Komm, lass die Kirche im Dorf !
Die allermeisten im Portrait abgebildeten Stufen (ca. 95%) der internationalen Bildautoren, die auch Händler sind, sind verkauft.
Der Grund, daß ich auch bisher nicht verkaufte Stufen reinstelle, ist der, daß eben und oft auch gerade diese Stufen von ihrer Aussage her ins Portrait passen; ich habe weder die Zeit noch die Muße, jeden Tag jede der tausend Seiten der Bildautoren anzusehen, um zu prüfen, ob die Stufe jetzt verkauft ist oder nicht.
Da wir die Bildrechte an sowohl verkauften als auch an unverkauften Stufen haben, wäre es eine Eulenspiegelei, auf die nichtverkauften Stufen zu verzichten.
Gleiches Recht für alle ? Da liegst Du falsch. Nicht der Bildautor (oder Händler) entscheidet, welches Bild ins Portrait oder in den Atlas kommt, sondern wir, die Atlas-Autoren, die Moderatoren, der webmaster ! Es ist nicht Lavinsky oder Fabre, die entscheiden, welche oder ob ihre Bilder verwendet werden, sondern der Verfasser des Atlas-Beitrages, e.g. Portraits.
@guefz
Wir haben in den Portraits nicht ein einziges Profi-Foto und wir werden auch zukünftig kein einziges Profi-Foto haben. Alle Bildautoren sind Amateure. Alle haben mehr oder wenige ganz stinknormale Digitalkameras und zuhause-Einrichtungen. keiner der Bildautoren hat ein Fotostudio.
Die allerbesten Aufnahmen, die ich noch nicht eingestellt habe, wurden mit einer Nikon Coolpix 995 (3,34 Megapixel, 4-fach Zoom-Nikkor, Brennweite 8-32 mm, Blende 2,6 bis 5,1 im Aufnahmebereich 30 cm bis unendlich, bzw. Makro 2 cm bis unendlich, Weißabgleich) gemacht. Als Hintergrund einfacher farbiger oder weißer Karton, als Beleuchtung neutrales Tageslicht.
Also nichts besonderes, im Gegenteil, mittlerweile ein ziemlich altes Modell.
Nur - wie schon gestern sehr gut von Stefan formuliert: Man kann eben ein gutes Foto nicht zwischen Tür und Angel machen, ein gutes Foto braucht schon mal ne Stunde. Und dazu gehört natürlich auch ein Gespür für den richtigen Hintergrund und die richtige Beleuchtung und Schärfeeinstellung.
Wir haben im Atlas tausende von Mineralienbildern auf den jeweiligen Datenseiten des entsprechenden Minerals. Das sind Sammler-, sprich Amateuraufnahemn. Sehr viele davon sind ausgezeichnet bis sehr gut, einige auch nicht. Den meisten gemeinsam ist, daß sie entweder Ausschnitte, resp. Nahaufnahmen von Kristallen sind und daß sie nicht den Gesamteindruck einer Stufe zeigen.
Das Mineralienportrait ist eine Ergänzung zum Datenblatt. Die hier abgebildeten Mineralien sind Stufen - so wie sie in der Natur vorkommen. Sie zeigen (meist) sehr gute bis perfekt ausgebildete Kristalle als Einzelkristalle, als Schwimmerstufen oder als Matrixstufen. Das unterscheidet die Bilder im Portrait von denen, welche Nahaufnahmen von Kristallen sind.
Der Mineralienatlas wird täglich von tausenden von Besuchern aufgesucht. Nur wenige dieser Besucher, sprich Sammler oder einfach nur Interessierte, hat weder die Gelegenheit, solche Gesamtstufen mal in natura zu sehen oder Bilder davon in einem Lehrbuch zu sehen; nicht jeder hat die Mittel, die Lapis-Sonderhefte zu kaufen, nicht jeder hat Zutritt zu Privatsammlungen, wo solche schönen Stufen schlummern.
Genau hier setzt das Mineralienportrait an. Wir sollten und glücklich schätzen, daß wir für den Atlas solch schönen Bilder zu haben und daß es dankenswerterweise Bildautoren gibt, die uns erlauben, ihre Bilder zu verwenden !
Eure Fragen und Eure Kritik habe ich zur Kenntnis genommen. Es ist im Leben egal, was man macht, es wird immer leute geben, denen das nicht gefällt, was andere machen. Damit kann und muß man leben.
Die Mineralienportraits sind von weitaus mehr Mitgliedern als positiv und als Bereicherung des Atlas aufgenommen worden, als von den Kritikern. Aber -man kanns halt nicht jedem Recht machen.
Jeder, wiederhole jeder, ist aufgerufen, mitzumachen, jede Mitarbeit erbeten, jedes gute Foto mehr als willkommen. Dazu bedarf es keiner Super-Foto-Ausrüstung und keines Profis.
Wie schon anfangs geschrieben: Es gibt noch mehr als 4.000 Mineralien, für welche Ihr Portraits garantiert werbefrei mit Euren eigenen guten Fotos erstellen könnt.
Kritisieren ist leicht - selber was auf die beine stellen etwas schwerer.
gruß
collector