Hallo Leute
ich finde es toll, dass die ersten drei Kommentatoren -
ohne jemals eines der abgebildeten Stücke in der Hand gehabt oder analysiert zu haben - spontan darauf hinweisen, dass dies kein Türkis sein kann, dass er unecht ist, gefärbt etc. etc. Ganz toll finde ich die Expertise, dass es sich um Magnsit handelt. Tolle Fern-Diagnose.!
Woher nehmt Ihr dieses Wissen ?

Nur von den Bildern ?

China ist der weltweit größte Türkisproduzent. In 4-5 großen Lagerstätten werden Türkise (fast immer kugelig-warzig) wie die abgebildeten von weiß, grau, über himmelblau bis tieftürkisgrün abgebaut. Das Mineral kommt in tausenden von Tonnen vor. China produziert Türkise ( ECHTE !!! ) seit über 3.000 Jahren !
Einer der weltgrößten Importeure für chinesischen Roh-Türkis ist Ron Alexander in Arizona (seit Mitte der 1980er Jahre), welcher als Zulieferer für die Schmuck-Industrie keine gefärbten Türkise verkauft !
Die chinesischen, genauso wie die amerikanischen Türkise sind nicht gefärbt, sondern, um sie schleif- und polierfähig zu machen, mit Epoxy-Harz getränkt. Das verleiht den Türkisen Stabilität, aber auch zusätzliche Farbintensität. Dies ist eine seit langem bekannte und akzeptierte Praxis im weltweiten Türkishandel.
Die dunkelgrünen Einsprenglinge, bzw. Zwickelfüllungen, wie sie deutlich auf den Bildern zu sehen sind, sind meist paragenetische Cu- und tw. Fe- Verbindungen und keine Farbe; manchmal einfach nur dunkelgrüner Chrysokoll oder durch Cu- verfärbter Limonit. Hat i.ü. mit Schiefer nichts zu tun.
Die abgebildeten Stücke sind mit den bekannten Türkisen aus dem SW der USA fast identisch. (sofern man sie kennt).
Die von hightower angegebenen kg-Preise erscheinen mir realistisch und fair - soweit es sich um Sammlerstufen handelt. Der Bulk-Preis für Schleifware liegt wahrscheinlich um einiges tiefer.
Soweit meine Gedanken zu den Ferndiagnosen und zum chinesischen Türkis überhaupt.
gruß
collector