Hallo,
bin heute mal kurz nach Börsenbeginn vorbeigeschneit. Natürlich, Freitag vormittags der übliche Totentanz, die Massen kommen erst später. Nur ein bekanntes Gesicht aus dem Atlas hatte an diesem Morgen auch nix besseres vor...
Da ich Sonntag ja den Tag dort verbringen werde, habe ich nur mal kurz rumgerochen. Die kleinen Überraschungen gibt´s jedes Jahr, so auch diesmal. Ein ehemaliger Händler hatte sich entschlossen, mal ein paar alte Kisten zu "lüften". Da gab es dann eine kleine Vitrine voller Silberstufen zu sehen. Durchweg solides Material zu wirklich fairen Preisen. Da konnte ich bei einem historischen Schneeberger Proustit und einem Bräunsdorfer Gangstück nicht nein sagen. Ein untypisches Pöhla-Silber und ein nettes Stück von der Bergkappe/Schneeberg fand ich auch noch erwähnenswert.
Bei einem anderen Händler sah man Karlsbader Sprudelstein-Kästchen und auch eins der seltenen Goethe-Sammlungskästchen von dort. Ist schön, wenn einem so etwas heute noch begegnet. Wenngleich eine Börse wie Berlin dafür leider nicht der richtige Ort ist.
Putzig war noch ein Herr aus Osteuropa, der auf sicher drei oder vier Metern Tisch jede Menge Plastikschalen hatte, die über und über mit Stufen beladen waren. Alles Kleinstufen bis 6 cm mit Kitt aufgebracht, aber derart, dass zwischen den Stufen nurmehr die berühmte Steinlaus durch gekommen wäre. Schilder jeweils auf dem Kitt vor den Stein geklebt. Und das auf vier Metern Länge! Eine bunte Mischung, hauptsächlich Russland-Systematik, aber auch Selen von Alsdorf, Struvit aus Hamburg und zwei Nagyagit-Mikros aus Rumänien. Was ich gehört habe, ist der Händler erst am Morgen angereist und hat alles in Hektik aufgebaut. Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein!
Gruß
Andreas