Danke!
Na Marokko hat natürlich auch tolle Roselithe und Wendwilsonite, aber die einheimischen Exemplare müssen sich da keineswegs verstecken (obwohl sie das gefühlt tun, wenn man mal einen gescheiten sucht....

).
Zur Aufnahmetechnik. Eigentlich ganz simpel. Grundvoraussetzung ist ein wirklich stabiles Stativ. Darauf setze ich dann einen Makro-Kreuzschlitten, auf den wiederum die Kamera kommt. Mit dem Kreuzschlitten kann ich dann feingestuft die Kamera entlang der optischen Achse vor- und zurückfahren (auch seitswärts, aber das brauche ich hier nicht). Die Stufe bleibt fest an ihrem Ort, der Fokus ist auf minimale Distanz fest eingestellt am Objektiv und bleibt auch unverändert. Das Papier dient als Diffusor, damit zu helle punktförmige Überstrahlungen minimiert werden. Das schluckt zwar auch Licht, aber mit einer DSLR kann man unter dem Apsekt des Bildrauschens notfalls auch mal 1s Belichtungsdauer riskieren (bei ISO 100), wenn man das Verwackelproblem im Griff hat. An der Lichttechnik sehe ich aber trotzdem noch weiteren Verbesserungsbedarf. Um Verwackelungen zu minimieren nutze ich die Spiegelvorauslösung und zur Auslösung selbst eine IR-Fernbedienung. Je nach Motiv wird anhand einer Probeaufname dann die richtige Belichtungszeit ermittelt und eingestellt für die ganze Bilderserie, die Blende bleibt immer die Gleiche (bei dem wirklich sehr guten EF-S 60mm meist Blende 11). Dann mache ich je nach Motiv eine Serie von Aufnahmen, bei der die Schärfeebene langsam und fein gestuft mit der Triebschraube am Kreuzschlitten durch die interessierenden Bereiche des Motives gefahren werden. Dabei gilt es jegliche seitliche Verschiebungen der Kamera zum Motiv möglichst penibel zu vermeiden (gelingt nicht immer, aber meist hält sich der seitliche Versatz mit ein oder zwei Pixel (lt. CombineZP) in Grenzen).
Die geschossenen Bilder werden dann mit CombineZP zusammengerechnet und, falls erforderlich noch etwas nachbearbeitet.
Ich mache zwar alle Aufnahmen in RAW + JPEG, war aber ehrlich gesagt bisher fast immer zu neugierig, wie die Bilderstapel denn nun geworden sind, als dass ich erst die RAWs in Tiffs konvertiere und die dann als Grundlage für die Zusammenrechnung nehme. Habe bisher meist nur die JPEGS genommen (so auch in dem Bild oben und den letzten im Lexikon). Ich weiss, dass die Verwendung der RAWs noch mehr Potential an Detailreichtum bieten würde. Das nehme ich mir mal vor, wenn ich mal viel Zeit habe, die RAWs sind ja vorhanden.
Achso, anbei noch ein schlechtes Handybild von meinem Setup für Makros. Bei normalen Stufen kommen die direkt auf die Glasplatte. Unter die Glasplatte kann dann je nach Bedarf verschiedenfarbiger Karton gelegt werden.