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Autor Thema: Kugelpyrit Aachen  (Gelesen 24922 mal)

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Offline Tobi

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #30 am: 22 Oct 06, 22:02 »
Ich hatte auch nicht beabsichtigt, hier ein Plädoyer für Gier und Geiz halten, ich wollte lediglich anmerken, dass ich Bernd verstehen kann. Jeder ist sich selbst nun mal der nächste. Ich denke, dass manche von euch/uns nicht anders gehandelt hätten... Und regt euch nicht über die Preise auf, ihr wisst doch was manche Leute da für Vorstellungen haben. In diesem Zusammenhang@Hg: Natürlich kann man das nicht gerade loben, wenn sich jemand mit horrenden Preisen bereichern will. Aber wir hatten diese Diskussion über Preise schon oft, und es gilt nach wie vor: Blöd ist nicht der, der einen unverschämt hohen Preis für ein Stück Schrott verlangt, sondern derjenige, der diesen Preis bezahlt...

Dem Kollegen geht es hier weniger um den Schutz der Fundstelle, sondern vielmehr um den maximalen Gewinn aus der Fundstelle rauszuschlagen und damit macht man sich eben bei einigen Sammlern nicht unbedingt Freunde.
Da widerspreche ich keinesfalls. Das dieses Verhalten nicht unbedingt in den Ehrenkodex (wenn's sowas gibt) der Mineraliensammler passt, ist ja klar. Aber ich bleibe dabei, dass ich es dennoch nachvollziehen kann.

Gruß

Offline der Sauerländer

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #31 am: 22 Oct 06, 23:20 »
Tach Männer

Das führt hier eh zu keinem Konsens und Diskussionen entstehen halt nur durch unterschiedliche Meinungen.

Bernd hat sicher den Fehler gemacht, zu sagen.....ich habe ne gute Fundstelle, aber ich sage euch nicht, wo.
Unser Melody-Maker aus Holland hat etwas überreagiert. Auf alle möglichen Fundstellenangaben in diverser Literatur zu erwähnen, lässt mich etwas schmunzeln. Erreichbare Fundstellen werden auch von denen erst dann veröffentlicht, wenn nix mehr da ist oder es ein konsequentes Sammelverbot gibt. Veröffentlichungen wie die über Rohdenhaus ärgern mehr als sie informieren.

Was glaubt ihr wohl, wie viele Sammler es gibt, die gute Fundstellen kennen und NIE darüber sprechen? Viele, sehr viele Fundstellen werden nie für die breite Masse der Sammler bekannt. Dazu kommt, dass die meißten Fundstellen zeitlich sehr begrenzt sind.

Der Liebhaber genießt und schweigt ;)

Und jetzt kauft euch ne Kiste Bier und fahrt nach Navajun und Ambasaguas. Das gibts besseren und viel mehr Pyrit.


Offline Harjo

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #32 am: 23 Oct 06, 00:54 »
Ha Wilhelm!
War von mir ein wenig (...) scherzhaft  gemeint.....
Viel energie (zum uberreagieren) steckt da nicht 'rein.....brauch ich nog mehr Wein zum Chill-out...
Zu Rohdenhaus.....ich glaube wir alle haben die schance gehabt Rohdenhaus zu besuchen, die Wuppertal gruppe hatt sich Jahren lang bemuht fuhrungen durch zu fuhren fur andere sammlergruppen, gab allerdings 'ne lange schlange wartende.
Jetzt noch etwas Wein, und dan die ganze Woche CD aufnahmen statt Steine klopfen.......arbeit bwa..

Grusse

Dein Melody-Maker :-*

Offline UlrichW

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #33 am: 23 Oct 06, 01:24 »
Zitat
Das führt hier eh zu keinem Konsens und Diskussionen entstehen halt nur durch unterschiedliche Meinungen.

Hallo Leute,

Der Sauerländer hat schon Recht, Konsens wird es hier nicht geben. Aber dennoch halte ich es für interessant mal darüber nachzudenken warum dieser Thraed so hochgekocht ist. Bitte nehmt die Kritik zum Teil nicht persönlich, sie ist es nicht.

Zitat
Wenn die Stufen zu hoch angesetzt sein sollten, regulieren die Sammler das automatisch, denn jeder Sammler hat die freie Wahl zwischen Akzeptanz und Ablehnung. Meine bisherige Erfahrung zeigt allerdings, dass die Pyritkugeln marktorientiert eingestuft sind.

Ich denke der Thread ist so "stürmisch" geworden, weil schlicht und einfach der Preis für diese Stufen unerhört ist. Hätte der Finder diese für einen wesentlich kleineren Preis angeboten, wäre warscheinlcih gar nichts passiert. Das Resultat: Viele Sammler fühlen sich ausgeschlossen, denn diese Preise kann nur noch der Bankdirektor bezahlen. Und genau da setzt das Zitat an: Von wegen Regulierung des Marktes durch die Sammler! Auf den Börsen sieht man tonnenweise Schrott, der nach dem "Regulierungsgesetz" schon längst für wenige Euro angepreist sein müsste, aber die Brocken haben immer noch die Preise von 1995, nur in Euro. Ist der hohe Preis einmal bezahlt, bleibt er für Jahrmillionen. Was die Marktorientierung des Angebotes betrifft, so muss man dem Finder recht geben. Es gibt leider viel zu viele Grobgestrickte, die wahllos jeden Preis bezahlen.

Zitat
Aber geheimniskramerei uber Fundstellen finde Ich lacherlich (sind ja nur Steine....), irritant (wenn alle das so tun werden andere Sammler ausgeschlossen...

Dieser Satz zeugt zumindest von einer guten Einstellung, scheitert aber an der Realität. Tatsache ist doch, daß wenn man eine Fundstelle öffentlich macht, man garantiert dort bald nichts mehr finden kann. Ich habe leider zuoft erlebt, daß nachdem eine Fundstelle publik wurde, es keine 3 Monate gedauert hat bis die Fundstelle verwüstet, ausgeräumt oder schlicht zum Protektorat des Gouda-Imperiums wurde. So gesehen ist die Geheimniskrämerei des Finders der Pyrit-Kugeln nach meiner Sicht durchaus im Recht. Das er dabei seine finanziellen Interessen im Auge hat, finde ich schei..e, aber so ist die Welt.

Zitat
Erreichbare Fundstellen werden auch von denen erst dann veröffentlicht, wenn nix mehr da ist oder es ein konsequentes Sammelverbot gibt. Veröffentlichungen wie die über Rohdenhaus ärgern mehr als sie informieren.
Das ist leider so!

Zitat
Was glaubt ihr wohl, wie viele Sammler es gibt, die gute Fundstellen kennen und NIE darüber sprechen? Viele, sehr viele Fundstellen werden nie für die breite Masse der Sammler bekannt. Dazu kommt, dass die meißten Fundstellen zeitlich sehr begrenzt sind.

Auch da ist was wahres dran. Aber seien wir doch mal ehrlich. Der umtriebige Sammler mit seinen Kontakten usw. trifft irgendwann immer einmal auf ein Stüfchen aus solch einem Fundort. Und dann hat er ratzfatz raus wo die gefunden wurden. Bei zeitlich begrenzten Fundorten fragt man mal etwas herum, und schon hat man sein Zeug. Das die breite Masse der Sammler nie etwas davon erfährt, liegt schlich an der breiten Masse selbst. Sie ist träge und will alles auf dem Tablett serviert bekommen.  Wenn ich wirklich interesse an den Kugelpyriten hätte, würde ich einfach die ganzen Braunkohlegruben abgehen und schauen wo gearbeitet wurde. Garantiert, nach drei Tagen hätte ich raus wo die herkommen. Da kann er die Fundstelle tarnen wie er will!


Also nichts für Ungut

Ulrich


Offline der Sauerländer

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #34 am: 23 Oct 06, 15:13 »
Hallo Ulrich

Das schweift jetzt zwar vom ursprünglichen Thema ab, aber das ist vielleicht auch ganz gut so.

Deine Anmerkungen kann ich, so, nicht ganz bestätigen.
Das "Protektorat der Gouda-Fraktion" (habe herzhaft gelacht) hat ja seine Ursachen. In erster Linie sicher darin, dass Du mit deiner trägen Masse recht hast. Ich gehöre auch dazu. Aber... in erster Linie müssen die Jungs aus "Butter-Käse-Eier" weit fahren um unsere Fundstellen zu besuchen. Dass die dann natürlich den ganzen Tag malochen, damit sich die Reise lohnt, ist ja wohl klar. Ich dagegen fahre in 10 Minuten nach Holzen, schau mich etwas um, ob sich das wohl lohnt und trinke dann meine Wasserflasche leer, damit der Rückweg nicht so beschwerlich ist. Mein Vorteil liegt nur in der Häufigkeit der Besuche.

Zum anderen Punkt......da widerspreche ich dir! Ratzfatz kriegst Du garnichts raus!! Egal ob ich über Wavellit bei Hemer oder Altenhellefeld rede. Oder Manganerze von Olpe (nein, nicht das bekannte Olpe), also das finde mal ohne Führer. Viel Spass dabei.
Die Jungs aus "Butter-Käse-Eier" fahren sicher auch nicht auf blauen Dunst bis ins Erzgebirge, nur weil hier jemand was neues erwähnt.
Und wegen diesen Kugelpyriten auf Suche gehen? Mitnichten! Die sind nur interessant, weil überteuert. Da gibts ne Fundstelle in der Nähe von Balve. Da sehen die genau so aus. Was soll ich mit dem Zeugs? Brauchen nur Platz. Meine neue Kugel aus Ambasaguas, jaaaaaa, die hat den Namen verdient und erfreut mein Herz!!

Offline berthold

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #35 am: 23 Oct 06, 16:01 »
Hallo,

Zitat
Die sind nur interessant, weil überteuert. ....  Was soll ich mit dem Zeugs?

Das sehe ich auch so. Und wenn man da eine Null im Preis wegstreichen würde, ähh, ich würde den Händler erstmal fragen, ob diese Pyrite wirklich stabil sind  ;) und nicht über kurz oder lang ausblühen und zerbröseln...

Gruß

Berthold

Offline uwe

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #36 am: 23 Oct 06, 21:34 »
Irgendwie kann ich die Sache verstehen. Pyrite mit Braunkohlematrix muß man ganz schnell und möglichst teuer verkaufen. Wenn spätestens nach einem Jahr diese  Pyrite in Salzsäure, Schwefel und Eisenoxyd zerfallen sind kauft sie ohnehin keiner mehr.

Glück Auf
Uwe

Offline rudi_strolz

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #37 am: 23 Oct 06, 22:11 »
Hallo,

du will ich meinen Senf nun auch noch dazu geben:

Mir kann keiner erzählen, dass er im Falle des Entdeckens einer neuen Fundstelle oder einer besonders fündigen Zone innerhalb eines bekannten Fundortes sofortt mineralienatlas.de aufruft und diese Entdeckung allumfassend bekannt gibt. Da wird (nahezu) jeder erst einmal zusehen, seine Vitrinen oder auch nur die Grabbelkisten im Keller ansprechend zu füllen, dann ggf. gute Freunde und Bekannte einweihen und erst ganz zum Schluss (meistens dann, wenn eh nix mehr zu finden ist) den Rest der Welt einweihen. Vor allem dann, wenn derjenige mit dem Verkauf von Mineralien sein Geld verdient. Klar ist auch, dass man mit einer Stufe, deren genauer Fundort (noch) unbekannt  und somit gewährleistet ist, dass nicht viel Material nachkommen wird, sofort einen deutlich höheren Preis erzielen kann. Ob bzw. wie viele Leute bereit sind, einen solchen Preis dann zu zahlen, ist eine ganz andere Sache.

Selbstverständlich würde ich mich freuen - vor allem, weil Aachen nahezu einen Katzensprung von mit entfernt ist - genaueres über den Fundort zu erfahren, ich kann die Beweggründe, weshalb der Entdecker damit derzeit noch hinter'm Berg hält, aber gut nachvollziehen.

Vor kurzem noch habe ich von einem Steinbrucharbeiter sinngemäß folgendes zu hören bekommen: "Als wir damals den Sportplatz in XY ausgehoben haben, da haben die Sammler Sachen gefunden, ich sach dir, Hammersachen! Und das waren nur zwei drei Leute, die da gearbeitet haben, und die haben da Zeugs rausgeholt, mein lieber Herr Gesangsverein." Ich habe diese "Sachen" weder auf irgendeiner Börse gesehen, noch konnten mir irgendwelche befreundeten Sammler aus der Region darüber etwas sagen, noch wurde darüber irgendwann irgendwas veröffentlicht. Die Stufen schlummern nun in ein paar Vitrinen, werden von den Findern an dunklen Winterabenden bewundert, mit so schönen Sätzen wie "Dich hat sonst keiner." bedacht und kaum jemand wird sie jeh zu Gesicht bekommen. Da ist mir ein ebenso schweigsamer Händler, der die Stücke zumindest - wenn auch überteuert - verfügbar macht, tausendmal lieber.

Carsten

P.S. Am Wochende werde ich zu meiner total geheimen Exklusivfundstelle im völlig unbekannten Sammlerniemandsland pilgern und die letzten brauchbaren Krümel rausholen. Wenn dann auch noch das dort vorgesehene Hochhaus gebaut wurde, dürft ihr auch alle wissen, wo das ist  ;)


Offline MeilensteinAachen

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #38 am: 24 Oct 06, 00:41 »
Einen guten Abend an alle, die an dieser kontroversen Diskussion teilnehmen! Nun habt Ihr mich zu dieser späten Stunde doch noch aus der Reserve gelockt  ;). Es mag sein, dass die Pyrite ( geprüft und telefonisch bestätigt durch Herrn Dr. Stefan Weiß von der Lapis Redaktion ) irgendwann zerfallen, wobei es natürlich Mittel und Wege gibt, diesen Prozeß erheblich zu verzögern - was Euch sicherlich bei Eurem Fachwissen bekannt ist - nähere Info weiter unten. Ich persönlich gebe mir Mühe, mich an jedem Tag meines Lebens neu am Wunder dieser Welt zu erfreuen. Den Schlaf nennt man auch den kleinen Tod und wer von uns weiß, ob er den nächsten Tag aus diesem kleinen Tod aufwacht! Jeder von uns, der ein wenig über das Leben nachgedacht hat, weiß, wie vergänglich die Dinge sind. Das fängt bei unserer eigenen Sicht der Dinge an, unserem Körper und Aussehen, fährt fort mit den wechselhaften Jahreszeiten über stündlich neue Nachrichten und hört auf bei dem neuesten Computer der, heute gekauft, eh schon hoffnungslos veraltet ist. Ist es das, was uns an Steinen besonders fasziniert: die angebliche Unvergänglichkeit ( De Beers ), aus der wir unseren Trost für die eigene, klar vor eigenen Augen stehende Vergänglichkeit ziehen? In diesem Zusammenhang müssen wir natürlich vergängliche Mineralien abwerten. Mich hat eine Aussage von Herrn Dr. Stefan Weiß, die er in einem Telofant äußerte, stark beeindruckt (hier nicht wortwörtlich, sondern sinngemäß wiedergegeben): "Jeder weiß, dass gewisse Mineralien in Bezug auf ein Menschenleben vergänglicher sind als andere und trotzdem sind sie schön und ich genieße Ihr Vorhandensein, wir wissen halt, wie wir sie zu präparieren und zu lagern haben." Also ein Wort an alle Hardliner dieser Diskussion: kommt heraus aus Eurem sicheren aber leider leicht dogmatischen Konkon und öffnet Eure Sinne für andere Ansichten. Was ich in diesem Zusammenhang besonders wichtig finde: Bemüht Euch bitte in Euren Worten und konsequenterweise in Eurem Denken toleranter gegenüber anderen Ansichten zu sein. Eure Meinung erscheint Euch sehr wichtig und als Maßstab, aber bedenkt: es existieren so viele Meinungen wie Menschen auf diesem Planeten, auf dem wir uns alle weiter zu entwickeln haben. Und keine Meinung - auch nicht meine - spiegelt die holistische Wirklichkeit wider. Ich für meinen Teil überdenke noch einmal  mit meinem Partner die Preise, wobei ich anmerke, dass ich in meinem Laden kleinere Stufen schon ab 19,-- € anbiete. Also liebe Sammlerkollegen (( ich sammle seit dem 6. Lebensjahr intensiv Mineralien und nach einem persönlichen Schicksalsschlag, durch den ich meine umfangreiche Mineraliensammlung im zarten Alter von 19 Jahren fast vollständig veräußern "musste", war der Verlustschmerz so groß, dass ich erst einmal 4 Jahre keine Steine angerührt habe. Aus heutiger Sicht ist dies ein Gewinn, denn ich hafte nicht mehr so - ein wenig schon - an den schönen Steinen. Dieser Umstand führte übrigens dazu, dass ich heute ein erfülltes, wenn auch manchmal frustrierendes (Bürokratie + Verwaltung) Händlerdasein führe.)) lasst uns die Hand zur Versöhnung reichen, denn Mineralien sind eines, der zwischenmenliche Umgang miteinander ist viel spannender.

Allgemeine Information zur Konservierung von relativ instabilen Sammlungsstücken findet Ihr auch bei: http://www.palaeo-online.com/d/praeparation/konservierung.html. Bewährt hat sich in diesem Zusammenhang Pyritkonservierer ( erhältlich z.B. bei http://www.kristalldruse-shop.de/index.php?cPath=2_98&osCsid=0902f1291d1e3297f20a22b525f09bb5 / Auch www.krantz-online.de oder http://www.mikon-online.com/german/index.php können Euch bei eigenen Sammlungsstücken weiterhelfen). Aus eigener Erfahrung und Testreihen kann ich wärmstens Silberkolloid aus dem naturheilkundlichen Bereich empfehlen, siehe diverse Websites. Abgesehen von der medizinischen Wirkung auf den eigenen Organismus bezogen, tötet es innerhalb 6 Minuten, oder weniger, sämtliche Viren, Bakterien und auch Pilze ab. Bakterien werden bekanntlich als Auslöser der bio-chemischen Zerfallsprozesse in organischen Trägermaterialien zur Verantwortung gezogen.

Offline Harjo

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #39 am: 24 Oct 06, 01:02 »
Ich glaube Ulrich das Ich hier jetzt etwas rechtschreiben soll.
Wir (Hollander!) von Strahlen.org bemuhen uns sehr eine "saubere" Ethik zu promoten, wir liegen sehr grossen Wert in das vernunftig umgehen mit die Natur, mit Steinbruchbesitzer, nur das Sammeln was man braucht (hey, wer braucht mehr als einige wenige Stufen fur die eigene Sammlung.....wir nicht!) usw...
Verzei mir, aber es ist wirklich bescheuert.....Gouda-imperium, lacherlich, gehort im Kindergarten.
Es ist doch blos immer dasselbe....konnte Ich auch dutzende vorbilder geben, z.b. in eine meine favorite Fundstelle in Belgien gibts jetzt probleme....da haben welche Sammler einen aufwand gemacht weil sie keine genehmigung bekamen, das waren keine Hollander, keine Belgier.....dreimal raten.....
Und wenn meinen Beitrag gut gelesen ist versteht mann das wir alle die chance gehabt haben in Rohdenhaus suchen zu gehen, ALLE.
Uber geheimniskramerei, gut, derjenige der niemals eine Fundstelle besucht hatt nach angaben aus Bucher, Magazines oder vom Web darf jetzt aufstehen, hail to the big, one and only great prospector!.......
Also, bitte nicht generalisieren, kein opportunismus!

Salut

Harjo
 


  

Offline Harjo

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #40 am: 24 Oct 06, 01:11 »
Blablablabla......
Bitte, unsere Beitrage haben sich gekreuzt, aber was fur ein Unsinn.
Kern der sache ist naturlich das geheimhalten von Fundstellen, die Pyrite interessieren mich nicht.
Was ware die Mineralogie jetzt ohne das teilen von Kentnisse uber Fundstellen????

Gruss

harjo

couchmolch

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #41 am: 24 Oct 06, 21:03 »
Hallo, alle zusammen,

meine Erfahrungen: Es gibt kaum jemanden, der eine neu entdeckte Fundstelle sofort weiterverbreitet. Vielleicht hat derjenige viel Zeit (vielleicht Jahre) und Geld (Fahrgeld)
investiert, um diese Entdeckung zu machen.
Meistens steckt bei den Meckerern purer Neid dahinter. Wer hält sie denn ab, ebenfalls Fundstellen zu suchen, auch die der Kugelpyrite?
Vielleicht zu anstrengend oder zu zeitaufwendig? Wieso maßt man sich an, anderen vorschreiben zu wollen, was diese mit ihren Funden tun.
Das andere Extrem ist der "Sammler,Verkäufer" der Kugelpyrite, der diese horrenden Preise verlangt.

Wer von euch mit dem Auto nach Marokko fährt, bin ich auch gerne bei Fundstellen behilflich. Die Fundstellen, die mir von Einheimischen und dort lebenden Deutschen
gezeigt wurden, werde ich auch nicht weitergeben, denn diese Leute leben davon. Bin ich jetzt auch einer von den Bösen?
Um diese Fundstellen überhaupt zu erleben, mußte ich tausende von Eeuros, den extremen Fahrzeugverschleiß und auch eine ganze Menge Entbehrungen wie
weite Märsche in wasserarmen Gegenden usw. auf mich nehmen.

Gruß

Couchmolch aus Haan.


Offline Ralf

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #42 am: 24 Oct 06, 21:45 »
Ich denke, was hier die meissten - und auch mich - auf die Palme bringt, ist die Tatsache das gerade ein prof. Händler diesen Fund machte und nun Kapital daraus zu schlagen versucht.
Ich bin - wie viele wissen- ebenfalls hauptberuflich Händler und Schleifer. Ich bin aber auch noch Sammler.

Sehr, sehr schade ist die Art und Weise der " Vermarktung " dieses Fundes. Es wirft ein negatives Bild auf das Gewerbe des Mineralienhändlers, in dem sich ja Gott weiss nicht nur weiße Schafe tummeln. Wobei ich hier in keinem Fall MeilensteinAachen irgendwo einordnen möchte.

Fakt ist, dass wieder einmal das nicht auszurottende Gerücht Nahrung erhält, dass man mit Eigenfunden aus Deutschland regelmäßig viel Geld verdienen kann. Darum werden Fundstellen geplündert etc. pp....
Das ist ausgemachter Blödsinn. Sollte mit den Kugelpyriten Geld gemacht werden, ist das eine absolute Ausnahme. Ansonsten rechnet sich die Mineraliensuche in Deutschland kaufmännisch niemals.
Sicher werden Fundstellen ausgebeutet und auch geheim gehalten, mit der Absicht Geld zu verdienen. Aber erstens weniger von gewerblichen Händlern als von Sammlern oder Gelegenheitshändlern und zweitens bleibt es meist bei der Absicht und das Zeugs vergammelt im Keller.
Als Händler lebt man von Einkauf und Verkauf.

Ich gehe auch selbst sammeln, auch wenn die Zeit dafür leider immer knapper wird. Was ich finde geht in meine Sammlung, denn die besteht zu 95% aus Eigenfunden. Was nicht in die Sammlung kommt, dient zum Tausch oder als Geschenk für alte Sammlerkollegen. Verkauft wird nur ganz selten was, und meist sind das Einzelstücke.

Aber........
sollte ich mal einen so grandiosen Fund machen, der gross genug ist meine Sammlung zu vervollständigem, meinen Freunden Stücke abzugeben und dann immer noch sehr gutes Material übrig bleibt, so würde ich das selbstverständlich auch verkaufen. Genau so selbstverständlich zu angemessenen Preisen. Und selbstverständlich würde ich meine Freunde zu der Fundstelle führen und an dem Fund teilhaben lassen. Das tun die ja auch bei mir. Genau so selbstverständlich würde ich den Fund nicht sofort  für jedermann zugänglich veröffentlichen. Wir alle wissen genau, was das für Folgen hat.
Nein, ich würde mir und meinen Freunden den Löwenanteil sichern und dann, und zwar genau dann, damit an die Öffentlichkeit gehen.
Denn ich kann ja nur etwas mit gutem Gewissen verkaufen, wenn ich die exakte Fundstelle angebe. Dann haben auch andere noch die Möglichkeit dort zu suchen und zu finden.

In so fern kann man die Vorgehensweise der Kugelpyritfinder nicht verurteilen, sondern höchstens als " taktisch ungeschickt " einstufen.

Ralf

Offline MeilensteinAachen

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #43 am: 25 Oct 06, 10:17 »
Hallo an alle, die sachliche und faire Beiträge verfasst haben :). Mittlerweile sehe ich es auch so, dass mein vorzeitiger Auftritt etwas ungeschickt war.  Auf der anderen Seite waren die verschiedenen Reaktionen sehr, sehr interessant. Aufgrund der qualitativen Vielfalt halte ich Sie durchaus für repräsentativ. Es hat teilweise doch einiges zutage gefördert, was im Untergrund gebrodelt hat und ich habe sehr viel lernen können (Jetzt lacht bitte nicht: es ist meine erste Teilnahme an einem Forum). Gestern abend habe ich die Stücke für die Messe München ausgezeichnet und ich kann Euch sagen, das die Bewertung der Stufen von Euren Kommentaren beeinflußt war. Davon könnt Ihr Euch gerne an meinem Stand B1.480 - auf Börsen trete ich als Kristall-Welt auf - überzeugen; als faire Gesprächspartner, die sich nicht in Ihrer eigenen Selbstgefälligkeit suhlen, seid Ihr herzlich willkommen ;). Ich versichere Euch, das für jede Geldbörse etwas dabei ist.

Ich persönlich gebe allerdings nur meinen Senf zu Sachen ab, die ich meiner Meinung nach beurteilen kann. Dazu gehört für mich eine intensive Recherche und Auseinandersetzung mit dem entsprechendem Thema sowie divergierenden Meinungen und Ansichten. Aufgrund von undeutlichen Fotos, welche die Details und die wirkliche Attraktivität der Pyrite nicht wiedergeben, hätte ich mich daher kaum dazu hinreissen lassen, eine Bewertung abzugeben. So etwas erweckt in meinen Augen lediglich den Anschein von Dogmatismus und Besserwisserei  ::).

Euch noch einen schönen Tag

Bernd

Offline Hg

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Re: Kugelpyrit Aachen
« Antwort #44 am: 25 Oct 06, 10:50 »
Hallo Bernd,
na da bin ich mal gespannt. Ich schaue mal auf der Messe in München vorbei  ;)
Gruß
Andreas