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Autor Thema: Euer kuriosestes Sammelerlebnis  (Gelesen 51957 mal)

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Offline grauerstar

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #15 am: 02 Jan 07, 15:00 »
Hallo Pseudonym!

Ich versuch mich mal bezüglich der Anfrage zu den Fundpunkten.

Waldrand1: links unten >> Hämatit aus dem Schneeberger Raum, vielleicht Grube Osterlamm bei Hammerbrücke

Waldrand2: links oben >> Muskovit aus dem Granulitgebirge

Waldrand4: oben >> Pyromorphit auf Baryt von Halsbrücke
                        rechts unten >> Zinnwaldit aus Sadisdorf oder Zinnwald

Der Amethyst kann theoretisch von fast überall aus dem Erzgebirge stammen...wahrscheinlich aber eher Westerzgebirge.

Das sind die Stücken, die ich etwa zurodnen kann. Mehr lässt sich leider anhand der Fotos nicht sagen, jedenfalls für mich nicht. Ich empfehle dir, mal einen Erzgebirgssammler zu fragen bzw. ihm die Stücken zu zeigen. Die kennen sich i.d.R. gut aus! Viel Erfolg dabei und beim Aufbau einer schönen Sachsensammlung (sofern du das vorhast). Eine Frage, was ist dein Sammelgebiet?

Grüße!
Robert

Offline dorian

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #16 am: 02 Jan 07, 16:20 »
Hallo,
Mir wollte ein mal ein Klassenkamerad eine ~6 cm. Scheibe fossilisiertes Holz verkauven.
Er hat mir erzählt, er hätte es frisch gewaschen und poliert auf dem boden im Wald gefunden. ;)
Schließlich hat erihn mir für den Viertel seines Wertes verkauft.
Ciao,
Dorian

Offline Conny3

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #17 am: 02 Jan 07, 17:04 »
Waldrand 3 : scheinen mir Stufen aus Irfersgrün zu sein (außer die Obere)

Quarz /Feldspat, Muskovit

Gruß

Der Conny

Offline grauerstar

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #18 am: 02 Jan 07, 17:30 »
Sorry, ich meinte Waldrand 3 nicht 4 !!

Robert

Offline gsiberger

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #19 am: 02 Jan 07, 17:43 »
Eine Geschichte hätte auch ich noch:

Letztes Jahr gingen ein Kollege und ich sammeln und wir befanden uns in einem Steinbruch. Es hatte überraschenderweise leicht angefangen zu regnen und im ganzen Steinbruch hörte man immer wieder Steinschläge niedergehen. Wir befanden uns gerade an einer Wand, als in unserer Nähe, ca 10 m entfernt ein Stein herunterkrachte. Man roch sogar noch den Schwefelgeschmack vom Aufschlag und wir beschlossen, es für den Tag sein zu lassen, weil es einfach zu gefährlich wurde. Ich befand mich etwas weiter oben in der Wand und packte noch meine Funde zusammen und mein Kollege dachte sich, er warte unten auf mich. Doch genau in dem Moment, ich war schon auf dem Weg nach unten, 30 Sekunden später wäre ich bei ihm gewesen, donnert über ihm ein Steinschlag mit 20 - 30 sehr großen Steinen los, die sicher alle so an die 10 - 20 kg hatten! Wir hatten zwar Helme dabei aber die hätten nicht wirklich was genützt! Er rannte dann so schnell er konnte in meine Richtung, der Großteil des Materials fiel hinter ihm zu Tal. Er rutschte ein paar mal aus und verlor dadurch Zeit, wäre das nicht geschehen hätte ihn ein Brocken voll getroffen! So streifte der Stein, der sicher an die 20 kg hatte gerade noch seinen Schuh, den er vorausstreckte um den nächsten hastigen Schritt zu machen. Ich konnte während der ganzen Zeit nur wie versteinert zusehen. Seitdem meiden wir Wände und steile Hänge wenn es regnet und gehen dann lieber klettern in eine Halle =)

Hätten wir den Entschluss 5 Minuten früher gefasst wäre das alles nicht passiert! So is das nun mal...

Solche Ereignisse geben zu denken und man stellt sich einen Haufen "Was-wäre-wenn-Fragen" doch es ist nun mal so gelaufen und nicht anders und das ist alles was zählt. Ich bin irgendwie froh über dieses Ereignis denn wir sind dadurch doch vorsichtiger geworden!

Mfg gsiberger =)

Offline Conny3

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #20 am: 02 Jan 07, 17:56 »
Hallo,

so wie Ralf mit seinem Batisit ging es mir 1987 mit einem Achat (s. Bild ) aus Schöngleina. Auf dem damals noch großen Feld fand ich diesen seltenen Mikroachat mit 4 verschiedenen Achaten. Wenige Wochen später fand Calzitminer Ingo an einer anderen Stelle des Feldes genau das dazu passende Gegenstück! Leider habe ich es nur am Fundtag einmal gesehen, da es später im Magazin des Naturkundemuseums  Gera verschwand (1995) und dort anlässlich des Vortrages über den Fundort Schöngleina 2004 gesucht und nicht wieder aufgefunden wurde.

Gruß Conny

http://www.jetzweb.de/Colinde/Mikroachate.html
« Letzte Änderung: 03 Jan 07, 20:17 von Conny3 »

Offline Ralf

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #21 am: 04 Jan 07, 07:37 »
Noch ein Erlebnis, was ich wohl nie vergessen werde.

Vor vielen Jahren war ich mal wieder in Holzen unterwegs. Damals stand noch der alte Hochspannungsmast und in den Bereich darunter kamen immer wieder sehr schöne Klüfte vor. So auch an diesem Tag. In etwa vier fünf Meter Höhe sah ich eine interessant erscheinende Kluft. Da die Wand nicht sehr steil und auch nicht sehr hoch war, beschloss ich einzusteigen. Die Kraxelei war zwar nicht gefährlich, aber doch recht schwierig. Aber es sollte sich lohnen. Nachdem ich die Kluft freigeräumt hatte, konnte ich neben vielen kleineren Stufen ein echtes Prachtstück bergen, ca. 20 x 20 cm groß, mit herrlichen Calciten, Kupferkies und Zinkblende. Nun war es schon schwierig, zu der Stelle hochzukommen. Runter war´s noch komplizierter. Dennoch schaffte ich es, die Stufe heil nach unten zu bringen und legte sie, zusammen mit den anderen Funden, bei meinem Rucksack ab.
Wieder stieg ich hoch, um die Kluft weiter zu bearbeiten. Während ich so vor mich hin arbeitete, kommt ein Auto in den Bruch gefahren. Der Fahrer hat mich offenbar gesehen und kam mit seinem Gefährt bis zu meinem Rucksack gefahren. Er stieg aus, wir grüßten uns und er fragte nach meinen Funden. Ich erwiederte, dass es eine gute Kluft war, wie er auch an den ausgelegten Stufen sehen könne. Er betrachtete die Stufen, nahm die große Stufe auf, drehte sich rum, stieg in sein Auto und fuhr weg. Mit meiner Prachtstufe. Ich war zunächst wie gelähmt und wusste gar nicht was da abgeht. Das kann doch nicht sein !! Und doch, es war so. Er verschwand auf Nimmerwiedersehen. Ich konnte so schnell gar nicht aus der Wand und den Hammer hinterher werfen war auch nicht mehr möglich.
Heute muß ich über diese Dreistigkeit lachen, aber damals hätte ich töten können.

Ralf

Offline Anatas

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #22 am: 04 Jan 07, 12:38 »
Im Sommer 1995 waren mein Freund Thomas und ich im Pfitsch-Tal unterwegs. Wir hatten einen Tip bekommen das ein Südtiroler Sammler eine
große Bergkristall-Kluft leergeräumt hatte. Auf den Bergkristallen waren die schönsten Anatase aufgewachsen und auf die hatten wir es abgesehen.

Die Fundstelle hatten wir bald gefunden (um 6:00 h morgens) und wir begannen den Schutt um die ausgebeutete Kluft freizuräumen. Nach mehreren
Versuchen fanden wir am Boden der Kluft eine Spalte die z.T. mit Calcit gefüllt war. Es kamen bald die ersten Stücke und Thomas und ich arbeiteten
uns langsam aber sicher in die Tiefe - die Funde wurden immer vielversprechender...

Die Fundstelle lag an einer senkrechten Wand und links von uns war ein Felsvorsprung. In diesem Vorsprung gab es eine dreieckige Rinne
in der ein dreieckiger Felsklotz lag - dieser machte uns mit der Zeit immer nervöser da die Rinne genau auf unsere Fundstelle zeigte.
Ein Versuch den Felsklotz runter zu schubsen scheiterte.
Wir beschlossen also ab jetzt abwechselnd zu arbeiten (was auch Sinn machte - da der Platz enger wurde).

Also war es so das einer im "Loch" saß (meist Thomas)  - der andere stand an der Rinne mit einer Hand auf dem "Klotz" um sofort zu warnen
wenn da was rieselte oder wackelte.

Inzwischen war es schon Mittag vorbei und wir haben also schon über 6 Stunden ohne Pause gearbeitet - Gute und viele Funde waren der Lohn.
Nun musste ich mal austreten und bat Thomas aus dem Loch zu kommen. Erst wollte er nicht ; aber mit Nachdruck und Hinweis auf den Klotz in
der Rinne konnte ich Ihn dann doch überreden die Fundstelle zu verlassen. Er ging nach links und holte Brotzeit; ich ging nach rechts zum Austreten.

Als wir beide gerade zu unserer Fundstelle zurückgingen tat es auf einmal einen fürchterlichen Schlag und von irgendwo oben her knallte ein
großer Felsbrocken  (ca 12m lang, 2 * 2m Durchmesser) genau in unsere Fundstelle. Durch sein Gewicht zerbrach er zur Hälfte und alle diese
Brocken hat es in unser Loch gequetscht.   

Wir hatten dort über 6 Stunden gearbeitet und nur eine Pause von ca. 2 Minuten gemacht !!!
wir wären nicht nur tot gewesen sondern Hackfleisch ........ (der "harmlose Dreikantfelsen" in der Rinne hatte uns wohl das Leben gerettet)

Funde weg - Werkzeug zum Großteil zerstört; Brechstange als Korkenzieher -  Nach einer kurzen Schreckenspause haben wir dann an der Spitze
dieses Sturz-Brockens ein Calcit-Band aufgearbeitet (mit dem Ersatzwerkzeug) und ich kann Euch sagen es kamen die besten Anatase raus die
ich jemals gesehen habe.

Allerdings wurde uns beim Heimfahren das Geschehen erst so richtig bewusst und der Schreck kam nachträglich - fast zwei Jahre haben
wir beide dann nicht mehr gesammelt.................................

Grüße Anatas   (der seither einen Anhänger mit der hl. Barbara trägt)
 
« Letzte Änderung: 04 Jan 07, 13:48 von Anatas »

Offline Sascha M.

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #23 am: 04 Jan 07, 14:14 »
hallo
Ich war einmal mit nem Kumpel in Usingen an der anderen seite in dem Bruch und haben uns umgesehen aufeinmal standen wir da und uns viel auf das der aufstieg leichter war als der abstieg.Ich hab da schon etwas erfahrung und bin einfach die Wand weiter entlang wo ich dan auch an der nächsten ecke runter kahm.Mein Kumpel war nich so schnell und fand keinen halt da viel er aufeinmal runter und ich seh nurnoch wie er unter der Ecke verschwand.ich dachte schit jetzt is er tot der muss ja min 3-4 meter gefallen seien aufeinmal guckt sein Kopf hervor und er war nur so 1,5 meter gefallen und auf den Füssen gelandet puh^^

Dan war ich ein-zwei Jahre früher mit ihm  in Idar Oberstein in den aufgellasennen Bruch kurz vor der Stadt.Dort war ich zu derQulle oder was das is ganz oben mal gegangen beim runter gehen bin ich auf ner kleinen Steinplatte stehen geblieben die auch dan mit mir auf ihr kurzerhand 3-4 meter die steigung runter rutschte und dan einfach stehen blieb.Kurz darauf bin ich dan etwas weiter unten den Geröll stück darunter wo ich wieder ins rutschen gerieht und beim hinfallen mit der Hand in einer 20 cm Quarzdruse mit einigen schönen Calziten und Ametysten viel.war schmerzhaft aber doch hat es mir den Tag geretten da ich sonst nichts schönes fand^^

Gruß sascha

Offline Kilo

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #24 am: 04 Jan 07, 14:41 »
Hallo,
ja, sowas kann manchmal ganz schön danebengehen. Zum Sammeln gehört halt auch eine gewaltige Portion Glück!

Im Oktober 1983 war ich mal in der Clara und machte mich am Fuß eines recht großen Abraumhaufens zu schaffen. Mir fiel auf, dass da eine Familie mit zwei Kindern (wie kamen die da bloß rein?) rumwuselte. Gerade als ich ziemlich konzentriert an einem vielversprechenden Brocken dran war klatschte wenige Zentimeter an meinem Kopf vorbei ein größerer Brocken in eine Pfütze. ich war naß von oben bis unten. Von dem Hügel grinste ein etwa 12jähriges Mädchen herab, die Affinität zu Pippi Langstrumpf war nicht zu übersehen. Ich fand das ganze allerdings weniger witzig, denn ein Treffer wäre in jedem Fall tödlich gewesen. Noch bevor ich was sagen konnte, waren die Leute dann weg.

Am nächsten Tag hab ich die Bagage dann im Artenberg wieder getroffen - damals durfte man ja noch rein. Diesmal fiel mir der Bub auf, der mit einem Hammer auf alles, was kristallin aussah, einschlug. Jetzt einen Riesenladen aufzumachen, war sinnlos, Ich sagte den Leuten nur ganz ruhig, der Berg würde nach der gestrigen Sprengung knistern und möglicherweise könnte eine Wand einstürzen.

So schnell hab ich noch nie jemand flüchten sehen, wie diese Familie.

Gruß Kilo

Offline Conny3

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #25 am: 04 Jan 07, 21:42 »
...... ach ja da war ja noch die Geschichte vom Oktober 1989 aus den alten Kieselschieferbrüchen bei Altmannsgrün/Oelsnitz (ich glaube die hatte ich hier schon einmal zum Besten gegeben). Ingo L. (Calcitminer) war damals (glaube ich jedenfalls ) auch dabei. Da war ja sogar die Polizei bei mir zu Hause! Ich suche noch danach. Ansonsten kommt sie noch einmal hier ;)

Gruß Conny


Gefunden:


Zitat
Altmannsgrün ist mir auch ganz gut bekannt. Funde gab es so zum Bsp. im Oktober 1989 dort, wo die schon damals vorhandenen Einfamilienhäuser standen. Man konnte unbehelligt suchen. Nur muß damals das Auto irgend einem aufgefallen sein, der dann gleich dachte, wir würden über die Tschech. Grenze nach dem Westen abhauen wollen. Jedenfalls war die Polizei bei mir zu Hause und fragte meine Frau, wo ich denn sei. Erinnern konnte ich mich auch noch an ein Auto, das direkt neben unserem Trabbi stand. Es muß uns (Ingo Löffler-Calcitminer und ich) wohl jemand beobachtet haben (ob das scheinbar verwaiste Auto von jemanden abgeholt würde oder?). Jedenfalls arbeiteten wir wenige Meter hinter der Böschung wo davor der Trabbi stand, ohne das der Beobachter es merkte und setzte die ganze Aktion in Gang! Erst als wir mit Werkzeug beladen kamen, muß der Mann offenbar seinen Irrtum bemerkt haben und zog sich schnell zurück. Das aber nur als kleine Episode von meinem letzten Besuch in Altmannsgrün (man ist das schon wieder lange her!!!)
« Letzte Änderung: 04 Jan 07, 21:46 von Conny3 »

Offline Anatas

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #26 am: 05 Jan 07, 19:07 »
Ich hab da noch ein lustiges Erlebnis ....

Im August 1990 war ich mit Freunden beim Sammeln im Val Val / Val Guiv in der Schweiz.  An diesem Tag habe ich mich von meinem Kumpel getrennt (er hatte
was anderes "Geheimes" vor). Ich bin dann zuerst durch Val marschiert und dann Richtung Crispalt-Lücke - Val Guiv. Irgendwann habe ich einen anderen
Sammler/Wanderer? entdeckt der auch diese Richtung einschlug. Kurz vor der Crispaltlücke bin ich dann links abgebogen und fast weglos weiter Richtung Guiv.

Zu meinem Erstaunen folgte der Sammler/Wanderer meinem Weg - komisch dachte ich und ging gemütlich weiter.  Die Wege in den Bergen sind weit und
hoch und irgendwann nach über 2 Stunden meldete sich mein Magen (ich frühstücke nicht) - also Pause und Brotzeit.

Rucksack runter - Brote ausgepackt und Mahlzeit. Der Wanderer/Sammler war immer noch unterwegs auf meinen Pfaden und näherte sich mir langsam.
Als er so näher kam war ich sehr verwundert - der Herr war meiner Schätzung mindestens 70 Jahre alt. Respekt - Toll wenn ich das auch in diesem Alter
noch schaffen würde.

Nun kam er etwas ausser Atem bei mir an und grüßte mich sehr freundlich. Als er wieder Luft hatte bat er mich Ihm meine Sammelerlaubnis zu zeigen.
Kein Problem - ich hatte ja brav eingezahlt.  Er studierte den Einzahlungsbeleg sorgfältig - bedankte sich wieder sehr freundlich und machte sich
dann an den Abstieg.

Ich habe Ihn noch eine Weile beobachtet - war der Kerl doch mit seinen über 70 Jahren 2 Stunden hinter mir die Berge hoch getappt nur um mich zu kontrollieren.

--- die spinnen die Schweizer ---  (aber sie haben Kondition)

Grüße Anatas
« Letzte Änderung: 05 Jan 07, 19:37 von Anatas »

Offline Bergmeister

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #27 am: 05 Jan 07, 20:41 »
@Conny3

ja, ja,  dort lebt schon ein komisches Völkchen. Als ich einst in Altmannsgrün buddelte kam einer der Anwohner, führte sich auf wie Rumpelstielzchen und faselte was von "Urangasen" die durch mein Schürfen freigesetzt werden und alle vergiften  ;D ;D ;D. Da stand wohl einer mächtig unter Drogen.

Gruß Bergmeister

Offline Steinjäger

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #28 am: 31 Jan 07, 18:14 »
Hallo und frohes Neues Jahr,
da fiele mir auch was ein:

Im Jahr 2000 waren wir auf der Tauschbörse in Herborn. Nachdem wir durch waren - es war noch früher Nachmittag - wollten wir nochmal in den Herbornseelbacher Bruch, nur mal so gucken.
Auf dem Weg in den Bruch, durch ältere Bereiche, fielen uns mitten auf dem Weg frisch runtergebröselte Brocken auf. Im Vorbeigehen sahen wir, dass sie glitzerten.
Dann stellte sich eine wunderschöne Kluft mit Prehnitkristallen heraus. Wir haben dann sofort weiter oben nachgeschaut, wo das wohl hergekommen sein könnte, aber es war nichts entsprechendes zu finden. Etwas schöneres haben wir in diesem Jahr nicht mehr gefunden.

Gruß Kilo
der allen ebenso tolle Funde ohne viel Anstrengung wünscht
Hallo!

schöne Stücke, aber ich sehe auf den Bildern keinen Prehnit sondern Stilbit!

« Letzte Änderung: 31 Jan 07, 18:22 von wolfilain »

Offline raritätenjäger

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #29 am: 01 Feb 07, 12:02 »
Hallöchen zusammen,

Wenn man wie ich in einer relativ steinarmen Gegend (Berlin) wohnt, zeichnen sich die Geschichten eher durch kuriose Funde (meist im Geschiebe) aus, als durch spektakuläre Klüfte und zwei Meter neben einem herunterdonnernde Felsen. So traf ich etwa einmal in einer Kiesgrube nähe Oderberg auf ein paar Kinder aus dem nächsten Dorf. Sie fragten, was ich hier tun würde und nachdem ich es ihnen erklärt hatte, fingen sie an, im Kies herumzubuddeln. Irgendwann hörte ich hinter mir: "suchst Du sowas hier?"
Ich drehte mich um und einer von den Jungs hielt eine doppelt faustgroße Feuersteinknolle in der Hand, in welcher neben einer hübschen Druse mit kleinen Bergkristallen ein herrlicher Hohlraum ausgekleidet mit gelbem Chalcedon saß.
Auch schön war der acht Zentimeter hohe Rauchquarzkristall, den ich bei Ausschachtungsarbeiten an meiner damaligen Schule gefunden habe und, und, und...
Zu den Waldrandfotos:

1) ganz oben links: sogenannter Polyederamethyst aus dem südlichen Gebiet des Warmbader Amethystganges
     ganz oben mitte: Rauchquarz xx mit etwas Schörl augenscheinlich vom Elzing bei Limbach-Oberfrohna
2) die dürften aus dem Dunstkreis von Geyer stammen
3) unten rechts: Muskovit vom Elzing (?); die Stücke von Krumbacher Fähre bei Sachsenburg sahen so ähnlich aus
4) Orthoklas ziemlich sicher auch vom Elzing

Glückauf
Andreas

 

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