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  • Münchner Mineralientage: 02 Nov 07 - 04 Nov 07

Autor Thema: Münchner Mineralientage  (Gelesen 48041 mal)

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Offline Florian

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #105 am: 05 Nov 07, 13:01 »
Hallo @ alle,

war auch in München - so schlimm hab´s ich nicht gefunden - hat schon ein paar Händler mit guten Stücken und Preisen die so ok waren. Hab ein paar schöne Handstücke aus Malawi mit großen Aegirin mit Orthoklas und vielen Zirkonen  (bis 1 cm) in Oranger-bis gelber Farbe oder ein paar tolle Stücke aus Erongo - Aquamarine mit Turmalin und oder Fluorit.... leider zu teuer (für mich) Brookit und Anatas aus Pakistan glaub ich ( - hät vielleicht am Sonntagabend noch Nachfragen sollen :-) )

Hab mir aber auch mal überlegt ob ich nicht Fälschungen sammeln anfangen sollte - da könnte man bei den Händlern einfach mal so fragen - "habts ihr Fälschungen ich sammel das" ohne das sich wer aufregen könnte - oder ist das ein gutes Zeichen wenn die Händler schon ein Schildchen aufstellen 100% nicht geschliffen bei Quarzkristallen -  das erste mal das ich auch geölte Granatstufen gesehen hab - was das bringt??? - Über die Preise na das ist ja auch so ein Thema - am Donnerstag 150 Euro und am Sonntag abend 50 oder noch viel weniger......
Preisbeschriftung bei vielen sehr sehr wenig - wird so für jeden Käufer eingeschätzt hab ich das gefühl - der hat keine Ahnung - der kann so viel Zahlen....

Aber hab wieder viele nette Leute mal wieder getroffen - für mich haben die zwei Tage wo ich an der "Front" war schon Spass gemacht (bis auf die vielen Leute am Sonntag - da hat kaum die Ruhe auch mal mit den Händlern zu quatschen und die Kisten unterm Tisch zu durchstöbern ) .

Hat jemand von den rosa Fluoriten aus der Schweiz ein paar Fotos die es für 20 000 Euro zu kaufen gegeben hat ? - Hab das Stück am Donnerstag gesehen und wollts mir am Sonntag nochmal anschaun - war dann schon verkauft - so ein mist - hät so gut in meine Sammlung gepasst - ob man da auch so Handlen hat können wie bei den Chinesen *grins* dann wärens ja am Sonntagabend noch max. 2000 Euro gewesen..........


Bin nächstes Jahr bestimmt wieder oben ....

Ach ja zwegs - Parkgebühr - einfach eine Station mit der U-Bahn fahren kost glaub ich 1,10 einfach  - oder in der nähe der Riemarcaden parken ein paar Meter Zufuss gehen ...... 6,50 das ist unverschämt.......

Gruss und GLück AUf

FLorian

p.s. sammel aber meine Stücke doch irgendwie lieber selber......
« Letzte Änderung: 05 Nov 07, 13:18 von Florian »

Offline Hg

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #106 am: 05 Nov 07, 13:14 »
Hallo,
von mir auch ein paar Worte zu den Münchnern Mineralientagen.
Es gab wieder sehr viel zu sehen und bestaunen. Die Sonderausstellung war einfach nur  :o :o
Wie Stefan schon sagte, war es sehr schön einige bekannte Gesichter zu treffen, mit denen zu plaudern und auch ein paar Sachen zu tauschen. Von Stefan gab es dann noch ein paar Anstecknadeln (oder auch Schminkspiegel  ;D).
Natürlich hat es mich auch sehr gefreut, ein paar neue Leute aus dem Atlas kennenzulernen. Mit Roger habe ich mich dann noch einige Zeit sehr nett unterhalten ;D
Für meine Sammlung habe ich Stufen gefunden, die ich schon seit Jahren gesucht habe  :P
Bei den Münchern Mikromountern konnte man wirklich sehr schöne Stücke zum absoluten Billigpreis bekommen. Auf das Herumhandeln mit den Marokkanern, Indern und Chinesen hatte ich nicht allzugroße Lust. Nur bei ein paar marokkanischen Titaniten
Für mich waren die Highlights der Messe brasilianische Apatite (intensives Dunkelgrün auf Muskovitmatrix; einfach nur perfekte XX  :o) und pakistanische Brookite (hauchdünne rotbraune Tafeln).
Es hat sich für mich also durchaus gelohnt und die Messe ist für's nächte Jahr bei mir wieder fest eingeplant.
Grüße
Andreas

P.S.:
Noch ein paar Bilder von der Sonderschau  ;)

Offline Hg

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #107 am: 05 Nov 07, 13:15 »
 :o 8)

Offline rudi_strolz

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #108 am: 05 Nov 07, 13:47 »
Hallo zusammen,

ich war in diesem Jahr erstmals auf den Münchner Mineralientagen, da mir bisher als Kölner einfach die Strecke zu weit war und ich mich ansonsten dann doch lieber auf kleineren Börsen rumtreibe. Bereits nach den ersten Minuten war mir allerdings klar, welches Dilemma sich für mich hier ergeben würde. Ich sammle nämlich überwiegend deutsche Mineralien aus altem Bergbau. Somit schrumpften die interessanten Stände auf eine Anzahl, die ich jetzt mal mit überschaubar bezeichne. Bei dem ganzen Rest riskierte ich zwar hier und da einen Blick (zumeist um mich über beeindruckende Fabrikationen heimischen Kunsthandwerks oder Ergebnisse diverser Züchtungsversuche zu amüsieren), doch das meiste war im Eiltempo zu durchwandern. Die Sonderschauen waren selbstverständlich sensationell, die Sammlervitrinen teilweise erste Sahne und die aufgeschnappten Gespräche ("Diese Steine auf jede Fall echt, komme aus Bergbau in Polen, habe viel Energie für kranke Mensch" zu gezüchteten Zinkiten) könnte man wunderbar in einem Mineraliensammlerkabarettprogramm verwenden. Eine Sache ist zudem nachhaltig bei mir haften geblieben:

Wenn man sich, unabhängig von den eigenen Interessen, mal die Mühe macht, und sich diverse Schmuckangebote ansieht, ist man ungemein erstaunt, welche Gewinnspannen da möglich sind. Meine Frau hat z.B. mehrere Süßwasserperlenarmbänder a 1,50 € gekauft, die im Laden sicherlich nicht unter 10,00 - 15,00 € zu bekommen wären. Ähnlich verhält es sich mit Silberketten oder Verschlüssen aller Art, für die man ansonsten das zigfache des in München verlangten Preises hinlegt. Da kann man tatsächlich für sehr kleines Geld sehr hübsche Sachen kaufen und somit die Weihnachtsgeschenkeversorgung für die ganze Familie sicherstellen.

Es mag sein, dass mir aufgrund meines beschränkten sammlerischen Interesses (ich will nix aus China!) die ganze Veranstaltung eher befremdlich vorkam. Sicherlich war es eine interessante Erfahrung, die man als Sammler einmal gemacht haben muss, aber ggf. könnte der Veranstalter in einem kleinen Moment der Schwäche ja doch mal darüber nachdenken, ob es Sinn macht, auf einer deutschen Mineralienbörse auch hier und da deutsche Mineralien anzubieten. Und zwar solche, die nicht meinem Wohlbefinden dienen und nicht irgendwelche Krankheiten heilen sollen, sondern solche, die einfach nur in eine Vitrine kommen und einen Sammler glücklich machen.

Dennoch: Selbst ich bin fündig geworden, habe hübsche Stücke zu einem guten Preis entdeckt, gute Gespräche geführt und viel Spaß gehabt.

Glück auf! Carsten



Offline Alfred01

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #109 am: 05 Nov 07, 14:12 »
Die €6,50 Parkgebühr waren immer schon so; aber was will man machen wenn man am anderen Ende
der Stadt wohnt ? Die Kunststoffdosen und die Mineralstufen wollte ich nicht im Rucksack heimschleppen
1h Fahrt mit der ungemütlichen U- und S-Bahn...

Offline Alfred01

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #110 am: 05 Nov 07, 14:27 »
und die Preise:
Rhodochrosit xx bei einem portugiesischen Händler €30, bei dem Italiener, der es eingetauscht
hatte €35,00 und kein Nachlass möglich, bei den Mineralienhändlern mit den großen Namen
zwischen €400-€800; bei dem Peruaner dann schließlich für €25,00 auf Anfrage.
Bei einem Systematiker hatte ich noch €600 gesehen... ;)

Offline thannator

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #111 am: 05 Nov 07, 14:41 »
Tja ... bei einem Chinesen (ich weiß nicht ob der weiße Turnanzug jedem aufgefallen ist  ??? - die Sonnenbrille wohl eher) konnte ich drei sehr schmucke fast ungeölte Fluorit-Stufe statt für
400 und 800 und 40
für
20 und 50 und 3
Euro erwerben (von denen nur 2 mir gehören *g*). Das bleibt wohl außer ein paar mongolischen Fluoriten das einzige überraschende. Ansonsten wie schon ausführlich genug besprochen ein wenig teuer und ansatzweise korrupte Preisgestaltung (selber Stand, selbe Stufe, 5 Minuten können aus 180 Euro 50 Euro machen ...).
Meine gekauften Neuankömmlinge sind (momentan noch mit recht schlechten Bildern - aber das bessert sich die Tage noch erheblich) zumindest schon mal allesamt auf www.sebnator.net zu sehen ...

- ach ja ... und das vermeindliche "Tschirp tschirp tschirp" von Vögeln hinter einem chinesischen Ölauffanglager war doch nur das heitere "cheap cheap cheap" einer Chinesischen Händlerin.

Offline berthold

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #112 am: 05 Nov 07, 15:01 »
Hallo,

Zitat
- ach ja ... und das vermeindliche "Tschirp tschirp tschirp" von Vögeln hinter einem chinesischen Ölauffanglager war doch nur das heitere "cheap cheap cheap" einer Chinesischen Händlerin.

...und das billi billi billi nicht vergessen  ;D

Und die Moral von der Geschichte: Erst kaufen, wenn die Chinesen zu zwitschern anfangen.  :D

Gruß
Berthold

Offline thannator

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #113 am: 05 Nov 07, 15:28 »
Nur dass deren tschirpige Preise immer noch 10-mal so hoch waren wie die vom Turnaktivisten  ;)

Offline caliastos

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #114 am: 05 Nov 07, 18:58 »
wieso kaufen wenn die zu zwitschern anfangen? eher wenn sie einem am 25 m weiter am rockzipfel zupfen.
aber erstaunlicherweise werden es jährlich weniger stufen, die ich mir besorge. liegt wohl auch sehr an den preisen. dafür beliebt der erwerb von rohstücken konstant, immerhin nicht fälschbar.
aber an sich sollte ich echt mal dreister an die preise ran gehen, gut, ich muß oft nicht mal fragen um 50% zu bekommen, sondern nur lange genug so tun als würde ich überlegen. aber das mit denn 400-800 zu 10% und weniger, hmm, doch ein ansporn für nächstes jahr. vllt sogar geofa diesmal, wenn es möglich sein sollte.
by the way, manchmal lob' ich mir die unscheinbare handy-cam. so kann man bekannte z.b. auch mal zu besuchen überreden (sicher im interesse der händler). und die mühe machen um mit den bildern geld verdienen, haha, sicher nicht, der aufwand is echt zu viel.

Offline Jürgen

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #115 am: 05 Nov 07, 20:30 »
Moin, Moin,

man kann hier nichts mehr hinzufügen, es wurde alles  beschrieben!

Nur eines wollte ich noch anmerken, der Treff um 14.00Uhr war Klasse und könnte eigentlich jedes Jahr wiederholt werden.

@ Stefan, Kompliment mit den kostenlosen Stickern

Nächstes Jahr werde ich auf ein Bier´chen mitgehen   8) ;D

Gruß

Jürgen

Offline Hg

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #116 am: 06 Nov 07, 08:04 »

Offline Klinoklas

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #117 am: 06 Nov 07, 11:04 »
Tolle Bilder und Berichte, aber wenn ich das richtig sehe ist das meiste doch
eher etwas fürs Museum. Chalkosin aus UK für 3200 €?

Wann haben uns die Esoteriker eigentlich überannt?
Was war denn normal an dieser Messe?

Ich hätte mich wahrscheinlich ausschließlich bei den Münchener Micromountern eingedeckt für Jahre ;-)

Die kleinen Börsen bei mir vor der Haustüre gehen immer mehr zu Grunde.
Nach einer 5 Jährigen Börsenabstinenz musste ich feststellen das obwohl es immernoch
Mineralien & Fossilienbörse hieß es ca. 90% Schmuck gab. Und dabei gibt es reine Schmuckmessen!
Die 3 restlichen Mineralienhändler hatten kaum ein Angebot das einen nach Jahren des sammelns noch umhaut
und konnten die Preise bestimmen. Was sie auch taten.

Wann ist eigentlich alles so big, fantastisch und fanatisch geworden?

Gruß
René
« Letzte Änderung: 06 Nov 07, 11:13 von Klinoklas »

Offline Alfred01

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #118 am: 06 Nov 07, 16:11 »
Normal waren noch die Sammlervitrinen.
von denen habe ich auch Photos gemacht, sollte es keine Einwände wegen
dem Photographieverbot geben, würde ich diese nachher reinstellen.
Viele Grüße
ALFRED

Offline Collector

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Re: Münchner Mineralientage
« Antwort #119 am: 06 Nov 07, 17:16 »
Wann ist eigentlich alles so big, fantastisch und fanatisch geworden?

Hallo René

als einer der älteren Sammler in diesem Forum, der die internationale Sammelszene seit ca. 40 Jahren kennt, kann ich Dir vielleicht ein paar Antworten geben.  Es gibt mannigfaltige Gründe:

Die Ära des "big, fantastic and fanatic" begann bereits Ende der 1970er Jahre.  Es war die Zeit, in welcher

*einmal die Enkel der Gründer von Firmenimperien in den USA auf einmal über so irrsinnig viel Geld verfügten, dass sie nicht wussten, was sie damit anfangen sollen und, bedingt durch das Verkaufsgeschick mancher bekannter US-Dealer, neue Hobbies begannen, wozu auch das Mineraliensammeln gehörte.

*es in den 1970er bis Anfang / Mitte der 1980er Jahre in den USA sehr viele "new riches", das heißt, neue Reiche auftauchten, die mit neuen Ideen, besonders im Kommunikations-Hi-Com-Bereich Unsummen von Geld scheffelten ( à la Bill Gates) und sich neue Hobbies, wie das Mineraliensammeln, zulegten.

*gerade diese Interimsgeneration von Superreichen Enkeln und Neureichen mit ihren neuen Hobbies es so manchem US-Dealer ermöglichten, überproportionalen Gewinne zub erwirtschaften , welche diese wiederum geballt einsetzten, um sich Einkaufsmonopole in Märkten  wie Pakistan, Peru, Marokko, gefolgt von China und Namibia zu schaffen,  aber auch genügend Spielkapital beim Kauf alter wertvoller Sammlungen in Europa bereitstellte - Gelder, von denen manch europäischer Dealer nur träumen konnte.

Was passierte ?
Bedingt durch eine enorm hohe Nachfrage nach "only the best" specimen - und eine in den 1970er / 1980er Jahren "Hausse", d.h., fantastische Mineralfunde in Peru, Pakistan, Marokko, Namibia  etc. entstand ein im Sinne des monetären Verständnisses "Bubble market" - ähnlich dem Immobilienmarkt, an welchem Japans Wirtschaft letztendlich zerbrach. Die Preise waren künstlich. Eine Pyritstufe - selbstverständlich sehr schöne Kristalle, Größe 5x7 cm, kostete bei manchen Dealern bis zu 20.ooo US$; ein Tsumeb-Dioptas von 5 cm bis zu 35.000 US$.  (some dealer got mad in earning bucks).

Nun, ich könnte Dir da Stories erzählen, die haarsträubend sind, will aber nicht ausweiten. Was blieb, ist die Tatsache, dass die meinungsbildenden Dealer (the market opinion leaders) ihr hohes Niveau beibehalten haben und dass deren Beispiel auf sehr viele, bzw. die meisten der guten europäischen Dealer und Möchtegern-Dealer
abgefärbt hat. Gottseidank gibt es auf der anderen Seite eine Sammlerszene, auch in anderen europäischen Ländern und in den USA.  Hier kostet auf Sammlerbörsen der spanische Aragonit , der bei den bekannten Dealern W(B/X/Y/Z für US$ 250.- oder € 150.- angeboten wird, eben nur € 5.- oder 7.-.

Seit ca. 1997 kamen die Chinesen auf die Szene. Clever und geschäftstüchtig wie sie sind, orientieren sich die Chinesen an US-Preisen und an Tucson.  Was sie allerdings von den Amis unterscheidet ist, dass sie, wenn der Tag sich dem Ende nähert, bereit sind, die Preise von 100 auf 10 fallen zu lassen.  Der Amerikaner macht das nicht, er packt sein Stück wieder ein und versuchts morgen in Denver oder Milano erbeut mit hohem Preis. Der Chinese lebt danach, dass der Spatz besser ist als die Taube auf dem Dach.

Seit Anfang des 21. Jh. gibt es einen Internet-Markt mit vielen Mitspielern. Dieser Markt ist unpersönlich, cool und "just buy and  pay".  Die größten Gewinne erzielen - wie mags auch anders sein - dieselben Dealer, die verantwortlich für den 70/80/90er Preisboom waren. Doch diese Dealer sind mittlerweile alt und es entstand eine neue, junge Generation von Mineralienhändlern, die das Internet nutzen, um sehr profitabel zu verkaufen. Auch hier boomt es. Gute Stufen sind schneller verkauft, als Du schaun kannst. Es scheint, als ob so mancher Sammler oder kaufende Kurator Angst hat, zu kurz zu kommen und , ohne wie auf Börsen gewohnt, andere Angebote zu prüfen, sofort zuschlägt, sobald das Angebot im web auftaucht.  Mit diesem "zu kurz kommen" oder "ich war der Schnellere" oder "ich habe den und den überboten" hat der gewiefte Dealer ein tolles Manipulationsinstrument, um Geld zu scheffeln.

Nun, man kann das Thema ausweiten, es sollte aber bis hierher reichen.  Die Sammler- und die Dealerszene (wenn überhaupt von sowas gesprochen werden kann) hat sich seit etwa Mitte der 1970er Jahre verändert.  Die Top-End-Stufen sind seitdem in den USA gelandet, die 2.  Wahl in Europa. Mit Ausnahmen, aber dann ueber Umwege und mit exorbitanten Preisaufschlaegen.
Es sind nicht die amerikanischen Sammler wie Du und ich, die die Preise und die Syene manipulieren. Es ist eine Gruppe von Auserwaehlten * ::) mit enormem Kaufpotential und eine Gruppe von Haendlern, die den Markt manipulieren.

Gruss
collector