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Rutengänger

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berthold:
Hallo Uwe,


--- Zitat ---Wir sollten die Diskusssion aber beenden, bevor es persönlich wird. Es hat den Anschein wir stehen kurz davor.
--- Ende Zitat ---

die Gefahr sehe ich nicht.


--- Zitat ---Wünschelrutengehen hat nichts mit dem Glauben zu tun.
--- Ende Zitat ---

so? Nach allen Aussagen hier kann kein Beweis/Gegenbeweis erbracht werden. Was bleibt ist NUR Glauben.

Gruß
Berthold

uwe:
Hallo Berthold,

neben anderen Forumsmitgliedern habe ich den Effekt einer Wünschelrute gesehen. Das hat nichts mit glauben zu tun. Wissenschaft hin und her, gesehen ist gesehen (es war übrigens keine Vorführung - der Rutengänger hat zuerst nicht gemerkt, daß ich aufgepaßt hatte).  Glaube wäre es nur, wenn jemamd davon berichtet hätte und ich würde es ohne Prüfung für bare Münze nehmen. Da Du keine einschlägigen Erfahrungen gemacht hast wäre es für Dich Glauben, wenn Du sagen würdest, ja, es gibt den Wünschelruteneffekt - tust Du und andere, die es nicht selbst gesehen haben, aber nicht. Also auch hier kein Glaube.

Wir sollten den Begriff Glauben der Religion überlassen.

Gruß
Uwe

berthold:
Hallo Uwe,


--- Zitat ---Wir sollten den Begriff Glauben der Religion überlassen.
--- Ende Zitat ---

jetzt verwechselst Du da was: "Glaube" und "Glauben" (siehe wikipedia Glauben: „Der Glauben“, grammatikalisch unkorrekt für „religiöser Glaube“). Im alltäglichen Sprachgebrauch beschreibt das Verb glauben die im Rahmen von Unsicherheit festgestellte Erwartung bezüglich irgendwelcher Tatsachen oder Zusammenhänge. Das möchte ich auch so beibehalten.

Wenn Du einen Fund mit der Wünschelrute machst GLAUBST Du an einen Zusammenhang. Wenn Du den Vorgang hier schilderst GLAUBE ich Dir, dass es sich so zugetragen hat. Ich GLAUBE aber nicht dass es an der Wünschelrute lag. Wohlbemerkt: Ich bestreite nicht den Ausschlag, den hast Du gesehen, ich bestreite den Zusammenhang warum die Rute ausgeschalgen hat.

Dein oder mein religiöser Glaube hat da nichts mit zu tun. (Abgesehen davon, dass die Mehrzahl der christlichen Religionen in Esoterik Aberglaube sehen - also ablehnen.)

Gruß
Berthold

caliastos:
der haken ist:

stelle nen rutengänger auf die probe in einem wissenschaftlichen experiemnt und er hat sofort eine erwartungshaltung, die das ergebnis beeinflußt.
was wissenschaftliche beweise angeht, nun, die einzige forderung ist die reproduzierbarkeit in ausreichender menge von quasi jedermann mit dem passenden equipment. aber gerade an der reproduzierbarkeit scheitern die beweise, sofern dies nicht schon während des versuches passiert. auf halden was zu finden ist relativ leicht, sofern es fundchancen gibt.

mein ammonitenbeispiel bezog sich beispielsweise auf nen malmkalkaufschluß an ner bundesstraße in ner kurve, den ich nur 5 min vor dem fund, wie auch die schicht,  das 1. mal gesehen hatte. von der schicht kannte ich zuvor nur den namen. nicht ihr aussehen, ihre ergiebigkeit usw. das gleiche spielchen hatte ich anderswo auch schon öfters. aber läuft für mich unter zufall, glück, oder sowas. könnte schon sagen: steck mich in ein gebiet mit fundchancen und ich finde so einiges.

es gibt übrigens einige dinge, die bisher nicht bewiesen sind. doch es gibt einige theorien, die abgelehnt werden, weil so so fadenscheinige beine haben, daß sie einem beweisversuch nicht mal standhalten.


--- Zitat ---Übrigens Wasseradern gibt es schon, auch wenn es keine Adern im Sinne eines unterirdischen Rohrleitungssystems sind. Es sind eher Grundwasserströmungen. Wenn eine  Wasserader an die Oberfläche kommt, spricht man von einer Quelle - hast doch sicher schon mal eine solche gesehen, caliastos ? Auch Bergleute kennen Wasseradern und fürchten sich davor, eine anzuschlagen.

--- Ende Zitat ---

grundwasserströmungen sind allerdings nur ein bevorzugte bewegungsrichtung anhand gedanklicher linien. "strömung" an sich ist da ja schon eine widersinnliche bezeichnung, die der wahrheit nicht entspricht. da denkt jeder an eine strömung im fluß. "wasserader" is da auch so ein unwort.

was für quellen sind denn gemeint? quellen an hängen, bei denen das wasser entland von undurchlässigen schichten am hang austritt? quellen, die einen grundwasserleiter anschneiden? quellen die durch eine ausdünnung des grundwasserleiters entstehen? karstquellen usw. usw.?

eine quelle ist da wo der grundwasserleiter angeschnitten wird, oder wasser an grundwasserstauern entlangwandert und nicht an ominösen adern, die es nicht gibt.

wasseradern im bergbau ist auch was anderes. das sind störungszonen mit erhöhter permeabilität durch die wasser sabbert oder dichtungsfunktion hatten, aber wie ein loch in einem wasserschlau aufgefahren wurden. des weiteren sind klüfte mit wasserführung denkbar oder isolierte wasserlinsen bzw. grundwasserhorizonte. wo is da ne wasserader?


--- Zitat ---"Wasserader" ... Es handelt sich um eine im Verhältnis zu benachbarten Bereichen stärkere Ansammlung von Wasser im Boden.
--- Ende Zitat ---

naja, nennt sich auch zone erhöter permebilität (ströungszone, senke, stärkere klüftung, mehr porenvolumen usw.) und ist an sich nur ein bereich in dem sich mehr isolinien schneiden oder entlagverlaufen (und die sind eh nur gedachte linien). schönes beispiel: nimm ein blech mit 2 löchern in trichterform und stele unter jedes loch einen eimer. fülle eine seitede mit tonigem material, die andere mit großen kies und schütte genau in der mitte wasser drauf. eigenartigerweise wird die seite mit dem kies mehr wasser ansammeln, obwohl ton und sand nebeneinander liegen. ist das bodenmodell nun  von einer wasserader durchzogen? wohl kaum. solche zonen mit erhöhtem wasserandrang sind an sich leicht zu finden, wenn man auf die geologie schaut. dazu braucht es keinen rutengänger. wie sonst werden so viele brunnen hergestellt? sicher nicht auf gut glück und mittels ruten.

berthold:
Hallo,


--- Zitat ---und er hat sofort eine erwartungshaltung, die das ergebnis beeinflußt.
--- Ende Zitat ---

... und wenn er auf Mineralien-Fossiliensuche auf die Halde geht oder gegen Geld Brunnen mutet hat er keine Erwartungshaltung? Klingt für mich wirklich nicht logisch.


--- Zitat ---von quasi jedermann mit dem passenden equipment.
--- Ende Zitat ---

nein, nicht notwendigerweise von jedermann. Es würde reichen wenn EINER/EINE das unter sicheren Bedingungen zeigen könnte.

Wenn man mal davon ausgeht, dass wünscheln wirklich funktioniert, dann muss es doch etwas geben -eine Kraft, eine Strahlung oder einen Informationsfluss- vom Fundstück -sagen wir mal einem Fossil- zum Rutengänger oder zur Rurte. Nun bestehen aber Fossilien in aller Regel aus den gleichen Stoffen wie das umgebende Gestein. Und warum sollte ausgerechnet ein seltener Ammonit in unbekannter Weise in Interaktion mit dem Wünschelrutengänger/ der Wünschelrute treten, die zahlreichen aber wertlosen begleitenden anderen Fossilien aber nicht?

Ich denke, es ist hilfreicher wenn man sich die geologische Situation mit entsprechendem (wissenschaftlichen) Fachwissen ansieht und die Stelle an der man zu graben beginnt so festlegt.  Bei Halden ist das zugegebenerweise schwieriger bis unmöglich.

Gruß
Berthold

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