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Autor Thema: TANKBOYKOTT  (Gelesen 16289 mal)

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Offline limestone

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #15 am: 12 Nov 07, 22:30 »
HalloSteini,
das klingt ja fast wie: "Abstimmen mit den Füßen" oder "Wir sind das Volk". Nur wen willst Du heutzutage da noch aktivieren? Das wird wohl nichts werden, da die meisten Leute  zähneknirschend fast alles akzeptieren und sich an die "Guten Alten Zeiten" erinnern. Was willst Du mit denen anfangen?
Glück Auf
Ralf

Offline Kilo

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #16 am: 13 Nov 07, 07:27 »
Guten Morgen,

na warten wir mal ab, irgendwann gibts eine Schmerzgrenze, vielleicht tut sich dann was. Meine derzeitige Strategie:
1. Wenig fahren, ich habe öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung.
2. An freien Tankstellen tanken, Markenfirmen konsequent boykottieren,
3. an den Billigtagen tanken: Montag und evtl. Donnerstag. Dann sind die Preise ziemlich unten.
4. Die Fahrweise so gestalten, dass wenig verbraucht wird (Auweia, jetzt rede ich schon wie ein ADAC-Belehrer). Wie das geht, kann man überall nachlesen, man muss es nur tun.

Ich meine, wenn sich jeder so verhalten würde, könnte schon einiges gewonnen werden. Klar, viele sind für den täglichen Weg zur Arbeit auf das Auto angewiesen. Die tun mir schon leid, umsomehr, als sie die Gleichgültigkeit der Politiker besonders zu spüren bekommen. Sowas fördert die Staatsverdrossenheit, was wiederum zur Radikalisierung führen kann. Aber genau das geht diesen Sprechblasenproduzenten gerade mal am A... vorbei!

Als ich vor 18 Jahren aus Frankfurt/M. weggezogen bin, war für mich eine S-Bahn oder U-Bahn-Anbindung am künftigen Wohnort ausschlaggebend.

Mein nächstes Auto wird auf jeden Fall ein Hybrid-Diesel.

Sammelexkursionen mache ich zur Zeit eh nicht weil ich anderweitig viel zu tun habe. Aber wenns dann wieder los geht, lasse ich mir mein Hobby nicht durch Spekulantenraffgier und Preishochreder vermiesen. Ab Mitte März nächsten Jahres hab ich täglich 10 Stunden Freizeit mehr und hoffe, dass der Wahnsinn dann vorbei ist.

Gruß Kilo

Offline Erik

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #17 am: 13 Nov 07, 11:57 »

Hätte ich die Wahl, würde ich, statt jeden Tag mind. vier Stunden in diversen unzuverlässigen und überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln (und mit dem Warten auf diese) zu vergeuden, liebend gerne die Spritpreise zahlen...

Offline Stefan

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #18 am: 13 Nov 07, 12:00 »
Wenn ich Beiträge von Passivdenkern und Inaktivisten lesen muss, mit Aussagen wie: "Das bringt nichts", frage ich mich wie wir es geschafft haben überhaupt was zu bewegen. Leute die der Meinung sind, dass es nichts bringt müssen doch einfach nicht mitmachen. Belächelt solche Aufrufe und freut Euch wenn es geklappt hat auch wenn Ihr wieder mal untätig ward und wenn es nicht geklappt hat, dann freut Euch still und heimlich, dass ihr die schlaueren ward. Aber erspart den Leuten die sich ihrer Situation nicht durch Resignation ergeben, eure negative Einstellung.

Ich denke man muss den Benzin-Boykott etwas filigraner durchsetzen. Z.B. Ab morgen bestreiken wir nur die blauen Tankstellen bis die den Preis senken. Dann bestreiken wir die gelben ... so bekäme man sie schnell in die Knie und ihre "Preisabsprachen" wären auch schnell für die Katz.

Gruß Stefan

Offline berthold

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #19 am: 13 Nov 07, 12:20 »
Hallo,

Zitat
Ab morgen bestreiken wir nur die blauen Tankstellen bis die den Preis senken.

...und derjenige der den Aufruf mach hat eine Klage wegen Geschäftsschädigung + Schadensersatz am Hals.  :P

Gruß
Berthold

Offline Stefan

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #20 am: 13 Nov 07, 12:33 »
Zitat
...und derjenige der den Aufruf mach hat eine Klage wegen Geschäftsschädigung + Schadensersatz am Hals.

Hat doch schon wunderbar funktioniert, man denke an den Bohrturm von Shell. Ein Boykottaufruf zum nicht-Kauf überteuerten Benzins bei xyz ist m.E. durchaus erlaubt.

Siehe auch:

http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/erfahrung/schwetz.html

Gruß Stefan
« Letzte Änderung: 13 Nov 07, 12:50 von Stefan »

Offline berthold

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #21 am: 13 Nov 07, 16:56 »
Hallo Stefan,

aber da steht -in Deinem Link- doch (III. Kriterien für legale Konsumboykotte):
Zitat
Keine rein wirtschaftlichen oder privaten Motive. Dies ist eine sehr wichtige Einschränkung, denn sie erfordert, dass der Konflikt von allgemeinem öffentlichen Interesse sein und die Öffentlichkeit bewegen muss. Die Initiatoren müssen aus ethischen Motiven handeln und nicht aus eigenem ökonomischen Interesse.

Wenn es aber nur um den Spritpreis geht sind das rein wirtschaftliche Motive! Die Sache mit der Bohrinsel (Umweltschutz) ist da ganz anders gelagert.

Also - ähh - ich würde mich da nicht trauen gegen so einen Konzern einen Boykottaufruf  zu machen und ich würde jedermann ambraten das zu machen  :-[

Gruß
Berthold

Offline Steini LDK

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #22 am: 13 Nov 07, 17:12 »
Hallo!

@ Stefan!

Ich hatte vor ein paar jahren mal ein dicken Hals wegen den spritpreisen da lief auf HR3 eine Aktion wo man anrufen konnte und sich mal luft machen konnte.
Zack ich war zuspät und dachte mir das ich ja ich schreib mal eine Mail.

Es war der 28 oder 29 April.
Und so schrieb ich das man doch am 1. Mai sein Auto mal stehen lassen könnte und da man am
2. Mai (ein Sonntag) da einige noch genug Restalkohol im Blut habe es auch nicht bewegen solle.
Mann solle mal bedenken das sich dies auch auf die Heizoelkosten auswirkt
und die autofeien Tage wozu immer aufgerufen wird sich die Oelbarone nur kaputt lachen da sie es ja schon 3 wochen vorher wissen.
So würden sie sich nicht soschnell drauf einrichten können.
Ich bittete darum diese Mail stündlich zu senden.
Diese Mail schickte ich Bundesweit an alle Radiosender.
Entweder bekam ich keine Antwort oder eine Absage das können sie nicht machen.

Nur ein Sender hat geantwortet das er das macht.(RSH Radio Schleswig Holstein)

Da kann man doch sehen wer überall sponsort und seine Finger drin hat.

Gruß vom kochenden Steini LDK (Dirk Roth)

Offline caliastos

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #23 am: 13 Nov 07, 20:25 »
tatsache ist: die preise werden raufgehen ob mit oder ohne protest. da können sich die protestanten auf den kopf stellen und halleluja singen. es wird nichts helfen.

es will nun eben auch der chinese mehr und mehr mit dem auto fahren, konsumieren usw. und nicht nur die. die rohstoffe sind aber fördertechnisch, und v.a. mengentechnisch begrenzt. da kann man boykottieren wie man will, das öl wird nicht mehr werden.

wenn schon protest, dann gegen bezinbetrieben autos. fordert alternative antriebstechniken, aber nicht etwas, was von haus aus unmöglich ist.
oder kann hier wer erdöl aus der tasche zaubern? denn derjenige sollte sein talent dann lieber nutzen um stinkreich zu werden.

Offline haldenhai

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #24 am: 13 Nov 07, 21:36 »
Tatsache ist - man kann trotzdem was ändern wenn genug mitmachen und die Einstellung stimmt

Ich hab für mich entschieden daß nur jeder NICHT verkaufte Liter Sprit ausschlaggebend ist

Für mich heißt daß auf der Autobahn mal 50-80 km/h langsamer fahren - spart mindestens 3-5 Liter auf 100km

Breitreifen entsorgen da dies nur Spritfresser sind

0,3-0,5 Bar mehr Druck auf den Reifen verringert den Rollwiderstand und spart auch

Teure Tankstellen meide ich wie die Pest - auf Paybackpunkte verzichte ich, da mir gespartes Bares mehr wert ist als ein in China hergestellter Fußball der im Einkauf 97 Cent kostet und den man dann für 1000 Paybackpunkte bekommt

Heizen mit Naturstoffen (Holz, Pellets etc.)

Wenn jeder alle, oder auch nur die meisten, alle Einsparmöglichkeiten ausschöpfen würde wäre evtl. ein auslösen eines Preiskampfes zwischen den Großanbietern möglich.

Es bringt nichts wenn ich Heute boykottiere und Morgen alles nachhole - wennschon dann  muß ich mich als Verbraucher total verweigern

Steini, Bernd, Stefan und alle die sich das nicht gefallen lassen wollen HALTET DURCH UND WEHRT EUCH

Glück Auf

Haldenhai

Offline Kilo

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #25 am: 14 Nov 07, 07:49 »
Zitat
Tatsache ist - man kann trotzdem was ändern wenn genug mitmachen und die Einstellung stimmt

Nur leider gibt es immer noch genug Blödiane, die

- 300 Meter bis zum Bäcker mit dem Auto fahren, oder 350 Meter bis zum S-Bahnhof und sich dann Umweltschützer nennen
- im Auto mehr Watt als IQ haben und alle sollen es hören (kostet auch so manchen Liter extra)
- Kavalierstarts hinlegen und Motoren aufheulen lassen
- den Motor morgens ne Viertelstunde warmlaufen lassen (hab da so nen beratungsresistenten Nachbarn)
- einfach nicht wissen wie und nicht wollen dass Sprit gespart wird
- ungerührt 20-Liter-Autos kaufen weil ihnen der Spritpreis total egal ist.

Da kommt man sich manchmal schon wie ein Sektierer vor... :-X

Übrigens hat mich der Spritpreis noch nie gereut, wenn ich mal 150 Km zu ner Fundstelle gefahren bin und dann nur Frustolith ind Nixit gefunden habe. Zubußen gabs im Bergbau halt schon  immer.

In diesem Sinne!
Kilo

Offline minuwe

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #26 am: 14 Nov 07, 13:24 »
 ;D
Zitat
Frustolith ind Nixit
Schon bei der IMA angemeldet? Sehr häufig und typisch für die meisten Lagerstätten!

Also, nix gegen Boykotte. Aber hier ist es sehr einfach: Die einen haben das Öl, die anderen brauchen es. Der Rest sind Tatsachen und logische Entwicklungen. Die Manager werden, wenn sie es überhaupt registrieren,  vor Lachen nicht schlafen können , die armen.

Wenn schon demonstrative Aktionen, dann gegen den oft verschwenderischen Einsatz staatlicher Mittel aus den Einnahmen der Sprit- Steuern.

Für mich habe ich die Sache so gelöst: Dieselauto, auf deutschen Feldern angebauten Treibstoff rein, und vorbei an den Tankstellen zu den Fundstellen für 4,40 € auf 100 km. Allerdings mache ich es nicht wegen den Kosten, sondern weil das (fast) klimaneutral ist.

Glück Auf
Uwe


Offline Kilo

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #27 am: 15 Nov 07, 07:28 »
Zitat
Dieselauto, auf deutschen Feldern angebauten Treibstoff rein, und vorbei an den Tankstellen

Tät ich ja auch gern, aber mein Vehikel verträgt das nicht wegen dem Rußfilter und dem Oxy-Kat. Neulich hat mir ein WoMo-Besitzer erzählt, er tankt geklärtes Frittenöl, das angeblich überall billigst verfügbar sein soll.

Naja, wie auch immer, warten wirs ab, vielleicht platzt die Spekulationsblase ja demnächst. Zum Thema "Säufer" hier etwas:

http://www.fr-online.de/_inc/_multifunktion/?em_art=galery&em_loc=3284&em_cnt=1236730&em_client=fr&em_site_color=1&em_site_style=1&em_site_template=1&em_site_text=1

Ich glaube nicht, dass Besitzer solcher Ungeheuer was mit Mineraliensammeln am Hut haben.

Gruß Kilo

Offline Stefan

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #28 am: 15 Nov 07, 12:24 »
Derzeit geht eine Ketten-Email durch die Lande, in der aufgefordert wird die beiden größten Konzerne Total und Shell bis Ende des Jahres zu meiden. Der unbekannte Autor begründet dies damit, dass ein allg. Boykott nicht greifen wird, da wir so oder so tanken müssten, wenn nicht heute, dann morgen. Er fordert in der Email möglichst viele Leute zur Teilnahme auf.

Benzin sparen ist aber sicher der bessere Weg  ;)
Gruß Stefan
« Letzte Änderung: 15 Nov 07, 16:03 von Stefan »

Offline Hg

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Re: TANKBOYKOTT
« Antwort #29 am: 15 Nov 07, 17:01 »
Neulich hat mir ein WoMo-Besitzer erzählt, er tankt geklärtes Frittenöl, das angeblich überall billigst verfügbar sein soll.


ohja, vorallem riecht das dann so toll nach Frittenbude, wenn  man hinter dem her fährt  ;D :P

 

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