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Rechtliche Situation des Mineraliensammelns
Schmucki:
Hallo Uwe,
dann hast du mich leider missverstanden oder ich habe mich unklar ausgedrückt. Natürlich muss der Steinbruchbetreiber eine Versicherung abschließen. Schließlich ist er ja derjenige, der bei einem Unfall für den Schaden eventuell haftet. Ich gebe dir aber Recht, dass der Betreiber daran wohl eher kein Interesse haben wird. Deswegen meine Aussage, dass diese Kosten sicher von uns Sammlern zu tragen sind. Wenn ein Steinbruchbetreiber grundsätzlich bereit ist, das Sammeln zuzulassen, dann wird er den erhöhten Verwaltungsaufwand eventuell auf sich nehmen. Aber beim besten Willen wird er wohl keine Kosten tragen wollen.
Hinsichtlich der Kosten sehe ich das ganze schon etwas anders als du. Ich für meinen Teil hätte schon Interesse daran, auch für einen gewissen Aufpreis legal und abgesichert auf Tour zu gehen. Aber das kann ich natürlich nur für mich selbst sagen. Wenn natürlich insgesamt eher weniger Interesse daran besteht, lohnt sich auch der damit verbundene Aufwand für die örtlichen Mineralienvereine nicht. Aber vielleicht sollte man das Ganze in einer Ortsgruppe mit dem regionalen Bruchbetreiber einfach mal versuchen, sozusagen als Pilotprojekt.
Sebastian
der Sauerländer:
Hallo
Zunächst mal finde ich es sehr erfreulich, dass das Thema angenommen wird und die ersten Überlegungen diskutiert werden.
Tho-Thie hat sich die Mühe gemacht und offizielle Stellen gezielt angefragt. Seine weiter führenden Gedanken zu der rechtlichen Situation mit den evtl. möglichen Ansätzen sehe ich mehr als positiv.
Bitte nicht gleich in Zweckpessimismus verfallen. Killerphrasen helfen uns nicht weiter. Lasst uns zusammen alles an Information zusammentragen, was erhältlich ist. Und wenn am Ende dabei rauskommen sollte, dass kein positives Ergebnis für uns Sammler dabei rauskommt, dann ist aber auch das ein Ergebnis.
Das es machbar ist, wissen wir ja. Nur, wie die das abgesichert haben, wissen wir noch nicht.
Sollte es nur über eine Organisation wie die VFMG gehen, dann muss eben da neu überlegt werden. Ob die Leute jetzt glücklich wären, wenn alles angerannt kommt, nur um sammeln zu dürfen, sei mal dahingestellt. Darum geht es mir aber auch nicht. Ich möchte nicht, dass mein Hobby illegalisiert wird und ich mich strafbar mache, nur weil ich Steine sammle.
Sammlern wie mir könnte es ja noch (fast) egal sein. Meine Regale sind rappelvoll und das Sauerland hat zig Fundstellen, die noch beackert werden wollen. Stellen, wo mich niemand wegjagt.
Ihr habt sicher alle den Bericht zu den Baryten von Holzen in der MW gelesen. Das Verbot 2 Jahre früher........und dann???????
Wie hier häufig zu lesen ist, werden im Osten unserer Republik ständig neue Fluorite gefunden und verkauft. Provokative Frage an die Verkäufer...."wenn die Stücke doch illegal gefunden wurden, verkauft ihr da nicht Hehler- Ware?" Müsste man euch nach deutscher Rechtslage nicht anzeigen?
Neue Galenit-Stufen aus Hastenrath werden für bis zu 400,-€ verkauft. Haaaaaalo.....Betriiiiieebsleitung!? Es darf sogar offiziell dafür Reklame betrieben werden. Hier gibt es ein himmelschreiendes Missverhältnis.
Jetzt müsste auch der letzte Achselzucker eigentlich merken, worauf ich hinaus will.
Lasst uns das Thema sachlich angehen. Vielleicht profitieren wir am Ende alle davon (ich meine Sammlung, nicht Geld!!!!!).
Glück Auf
minuwe:
Hallo Wilhelm,
--- Zitat ---Lasst uns das Thema sachlich angehen.
--- Ende Zitat ---
Und nur das führt weiter. Deshalb nützt es nix, wenn eine realistische Betrachtung der jetzigen Lage mit Pessimismus verwechselt wird. Man muss sich doch als Ausgangspunkt für Veränderungen erst einmal über die momentane Lage im Klaren sein. Und einige Beiträge hier lassen diese Klarheit nicht erkennen. Da braucht man keine Gesetze im Wortlaut zu kennen. Das hilft nämlich am Ende nichts, denn entscheidend ist, wie ein Richter sie auslegt, alles andere ist vage und wackelig wie die Brocken über einer Steinbruchwand.
Es ist doch ganz einfach: Es sind Schilder aufgestellt: "Verboten!" Das ist die Ausgangslage. Für den Besitzer, für den Sammler, für die Versicherungen, für den Richter. Was ist da so schwierig dran? Und wenn diese Situation verbessert werden soll, wofür ich auch bin, müssen die Gesetze so geändert werden, dass: der Besitzer nicht zittern muss, der Sammler legal sammelt, die Versicherung zahlt, der Richter (im Streitfall) zugunsten des Sammlers überhaupt entscheiden kann.
In diese Richtung sollte doch geschaut werden, oder? Wäre es z. Bsp. eine Möglichkeit, zunächst eine schriftliche Stellungnahme des VFMG zu bekommen, oder wie Uwe vorschlägt, dem VFMG die Sache gleich zu übertragen?
Glück Auf
Uwe
thothie:
--- Zitat von: minuwe am 13 Mar 08, 21:38 ---Hallo Wilhelm,
--- Zitat ---Lasst uns das Thema sachlich angehen.
--- Ende Zitat ---
Und nur das führt weiter. Deshalb nützt es nix, wenn eine realistische Betrachtung der jetzigen Lage mit Pessimismus verwechselt wird. Man muss sich doch als Ausgangspunkt für Veränderungen erst einmal über die momentane Lage im Klaren sein. Und einige Beiträge hier lassen diese Klarheit nicht erkennen. Da braucht man keine Gesetze im Wortlaut zu kennen. Das hilft nämlich am Ende nichts, denn entscheidend ist, wie ein Richter sie auslegt, alles andere ist vage und wackelig wie die Brocken über einer Steinbruchwand.
Es ist doch ganz einfach: Es sind Schilder aufgestellt: "Verboten!" Das ist die Ausgangslage. Für den Besitzer, für den Sammler, für die Versicherungen, für den Richter. Was ist da so schwierig dran? Und wenn diese Situation verbessert werden soll, wofür ich auch bin, müssen die Gesetze so geändert werden, dass: der Besitzer nicht zittern muss, der Sammler legal sammelt, die Versicherung zahlt, der Richter (im Streitfall) zugunsten des Sammlers überhaupt entscheiden kann.
In diese Richtung sollte doch geschaut werden, oder? Wäre es z. Bsp. eine Möglichkeit, zunächst eine schriftliche Stellungnahme des VFMG zu bekommen, oder wie Uwe vorschlägt, dem VFMG die Sache gleich zu übertragen?
Glück Auf
Uwe
--- Ende Zitat ---
Wenn Du Dir einbildest, Deine Mutmaßungen hätten irgend etwas mit realistischer Betrachtungsweise zu tun, so irrst Du Dich komplett.
Fakt ist, daß es Möglichkeiten gibt legal in Steinbrüchen Mineralien zu sammeln und zwar mit entsprechendem Versicherungsschutz!
Das, was ich hier vorgeschlagen habe, wird genau so von der Bezirksgruppe Berg-Mark im Stb. Rhodenhaus praktiziert.
Für diesen Steinbruch gibt es ein absolutes Betretungsverbot. Ausgenommen hier von sind einzig die Besuche unter Leitung des VfmG Berg-Mark.
Die Modalitäten sind mir nicht bis ins Detail bekannt. Sicher weiß ich, daß die Betriebsleitung die Termine festlegt, wann und wo der Steinbruch vom Verein besucht werden darf.
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt auf 15 Teilnehmer glaube ich. Meines Wissens gibt es insgesamt 3 Personen des VfmG , an die die Aufsichtspflicht delegiert wurde.
Vor dem Besuch wird beim Pförtner eine Teilnehmerliste hinterlassen. Die aufsichtsführende Person verläßt als Letzter den Bruch und teilt dem Pförtner mit, daß alle den Steinbruch verlassen haben. Neben der Aufsicht, ist diese Person auch zuständig für Kontrolle der Sicherheitsausrüstung u. Auswahl der Steinbruchbereiche.
Selbstverständlich sind die Teilnehmer versichert, sonst würde Rhein-Kalk dort keinen reinlassen, da sie sehr hohen Wert auf Sicherheit legen.
Aus diesem Hintergrund habe ich hier meine Vorschläge gemacht und laß mich von Dir nicht zum Traumtänzer abstempeln, nur weil Du keine Ahnung hast.
Es wäre also lediglich abzuklären, was der VFMG Berg-Mark für Vereinbarungen getroffen hat. Dies könnte z. Bsp. Harjo übernehmen, der regelmäßig in diesem Bruch sammelt.
So eine Vereinbarung taugt dann sicher auch als Mustervorschlag für andere Betreiber.
minuwe:
Hallo thothie,
wieso fühlst du dich angegeriffen? Ich habe nicht von den paar Beispielen gesprochen, wo es einvernehmliche Lösungen gibt, und dies bestritten, habe auch nichts gegen deine Vorschläge gesagt, nur den Hintergrund, den ich dazu sehe aus meiner Sicht erläutert. Wenn du meinst, dieser Hintergrund ist völlig anders, als ich ihn dargestellt habe, dann belege es doch einfach sachlich.
Es geht, wenn ich das richtig verstanden habe, um hunderte Steinbrüche im ganzen Land, wo drumherum die Verbotsschilder stehen und dies die Rechtsgrundlage ist. Wenn das für uns Sammler nicht die Grundlage ist, dann erkläre mir bitte wieso. Zum Traumtänzer will dich niemand abstempeln, wie du es ausdrückst, meine Ausführungen sind meine Sichtweise, habe mich auf Aussagen von dir nur bezogen.
Also, zum unfairen Streit kein Grund, wenn man in der Sache weiterkommen will. Wir haben hier die gleichen Interessen, da muss es erlaubt sein, die allgemeinen Gegebenheiten zu schildern. Wenn die Gegebenheiten in deinen Augen anders sind, bitte einzeln auf meine Aussagen eingehen und nicht:
--- Zitat ---nur weil Du keine Ahnung hast.
--- Ende Zitat ---
Danke und Glück Auf
Uwe
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