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Rechtliche Situation des Mineraliensammelns
der Sauerländer:
@all
es gibt übrigens noch eine Möglichkeit, in Brüchen zu sammeln.
Eine Museumsgrabung!
I. d. R. werden hierfür Genehmigungen erteilt. Natürlich nicht in der Art, wie wir uns das vorstellen. "Ey, wir kommen jetzt jede Woche und machen ne Museumsgrabung!" ::)
Natürlich Quatsch! Trotzdem komme ich immer mehr zu der Erkenntnis, dass legale Möglichkeiten auf Dauer nur über eine Vereinigung machbar sind. Wir sollten offiziell bei der Hauptgeschäftsstelle der VFMG anfragen oder den GD kontaktieren. Da müssen am Ende dann aber alle Beteiligten von profitieren.
Die Betreiber müssen Rechtsschutz erhalten!
In den letzten Tagen habe ich einiges an legalen Sammelmöglichkeiten erfahren können. Betreiber im Schwarzwald erlauben, wie in Rohdenhaus auch, Gruppen der VFMG an festen Terminen das sammeln. Mehrere Mitglieder der VFMG wurden in Arbeitssicherheit, vom Betreiber, unterwiesen und leiten die Exkursionen.
In den Wannenköpfen kann in Terminabsprache während der Arbeitszeit(!) gesammelt werden, wobei der Betreiber die Sicherheit im Auge behält. Außerhalb der Arbeitszeit absolutes Betretungsverbot.
Also lasst uns an dem Thema dranbleiben. Es wird eine Möglichkeit geben, davon bin ich überzeugt.
Glück Auf
Schmucki:
Hallo Uwe,
natürlich muss der Betreiber keine entsprechende Versicherung abschließen. Nur du schreibst es ja selbst, dass er dann das Betreten auf jeden Fall verhindern wird, um Haftungsrisiken zu entgehen. Vernünftigerweise wird er also ein Interesse haben, eine solche Versicherung abzuschließen. Wenn er Genehmigungen ohne Versicherung erteilt, kann es uns nur Recht sein. Insoweit scheiden sich unsere Geister nicht. :D
Meine Überlegungen gingen ja eher dahin, dass der Betreiber jedenfalls keinen finanziellen Nachteil wird erleiden wollen, um uns das Sammeln zu erlauben. Wenn er also unbedingt eine Versicherung für richtig und nötig hält, wird er das ersetzt haben wollen. Und das können wir wohl nur über Gruppengenehmigungen oder durch feste Sammeltermine, wie in Flechtingen, ausgleichen könnnen. Das ist daher meines Erachtens der richtige Ansatz und hier scheinen wir ja - zumindest zum Großteil - übereinzustimmen.
Sebastian
minuwe:
Der Sammler muss sich natürlich selber versichern. Aber da gibt es nach Auskünften einer bekannten Versicherungsgesellschaft keine Probleme, natürlich unter Betrachtung des höheren Risikos.
Aber wie der Bruchverantwortliche hier ohne Aufwand für ihn einbezogen werden kann, ist mir schleierhaft.
Klar- für Gruppen wie Ortsgruppen Einzellösungen zu finden halte ich für machbar. Schmuki, das sehe ich auch so. Das ist aber doch hier nicht das einzige Ziel, oder? Sauerländer schrieb von der "Situation, die immer enger wird".
Die meisten Sammler wollen spontan zu einem Bruch fahren, die neuste Sprengung sichten und dann wenn gerade Zeit ist, mit dem Werkzeug anrücken. Da jedesmal eine Gruppe zu orgenisieren ist kaum möglich. Da halte ich so einen Schein, der einen Betreiber signalisiert: "Der darf rein." für den passendsten Schlüssel. So einen Schein zu kreieren, ist auch machbar, aber welches Gesetz sichert so was ab, zur Zeit gibt es keines (sonst hätten wir ja das Problem nicht). Vom Guten Willen des Betreibers hängt dann sowieso noch alles ab.
Man sollte das ganze Anliegen dem VFMG übertragen, die haben auch Juristen an der Seite. Für uns nicht bezahlbar. Eine anwaltliche Erstberatung 200 €, ist aber nur zur groben Orientierung, nützt gar nichts. Für die Begleitung zur Schaffung der erforderlichen Rechtslage kann ein hoher fünfstelliger Betrag zusammenkommen, und nichts ist vorher richtig kalkulierbar, weder Kosten noch Nutzen. die Hürde hängt unvorstellbar hoch.
Wie ich sehe gibt es Juristen, die Atlasmitglieder sind. Könnte aber gut verstehen, wenn die sich hier zurückhalten :-\
Glück Auf
Uwe
caliastos:
warum kommt es mir so vor, als würde gefordert werden, daß die steinbruchbetreiber für unfälle haften? bei jeder exkursion in steinbrüche seitens der uni gab es entweder immer führungen von inhabern oder mitarbeitern. in anderen fällen mußte man immer unterschreiben dort auf eigenverantwortung unterwegs zu sein. d.h. passiert was, so sind weder uni noch betreiber schuld.
ob ich da nun besichtige oder sammel ist an sich egal. wenn ich beim besichtigen nah an die wand herangehe und mi fällt was auf den kopf, nun, pech gehabt. immerhin nicht aufgepaßt und das lose material nicht gesehen oder schlicht pech. sammel ich aber, indem ich auf halden herumturne oder gar an wänden klopfe, nun, zum einen pech (kann auch beim wandern mir den fuß brechen) oder blödheit, weil ich an der wand vielleicht instabilitäten provoziere.
doch klar daß der betreiber dummheit (die meistens zu unfällen führt) nicht absichern will. finde es ja schon idiotisch, daß autofahrer mitschuldig sind, wenn irgendein [entfernt] bei rot über die ampel rennt. und nun nehmen wir an, daß ein wilder sammler eine wand so bearbeitet hat, daß sie beim befahren mit fahrzeugen versagt. dann geht ein mitarbeiter vielleicht drauf und der betreiber hat den ärger, weil irgendein dämlicher sammler den fachwerk geschädigt hat.
da wundert es keinen, daß betreiber lieber keine fremden im bruch haben. besonders keine, die offenbar zu wenig ahnung haben und nur klopfen wollen. ist ja schon als fachbesuchergruppe schwer genug brüche ohne führung zu betreten. aber da geht es etwas leichter, weil da die besucher wohl eher wissen, wo es gefährlich wird und nicht blind hingehen. aber wie schon gesagt, auch die müssen immer eine eigenverantwortlichkeitserklärung abgeben.
jedenfalls, wenn ich mir vorstelle, daß ich einen steinbruch hätte und mit der situation in kontakt käme... natürlich würde ich auch nicht unbedingt sammeln lassen. wenn dann nur mit vorgaben. und wenn die nicht eingehalten werden dann eben ein sammel-/betretungsverbot aussprechen. na doch kein wunder daß es dazu immer öfter kommt, da eben viel zu oft wild gesammelt wird. ich würde auch nicht frechheit und unvernuft absichern wollen.
so wie es ist, ist es schon ok. es krank nunmal nicht am betreiber, sondern an den sammlern. da kann man sich aufregen wie man will, aber die sammler sind nunmal die schuldigen bei sowas.
endeavour-minerals:
@caliastos,wer lesen kann ist klar im Vorteil!!!!Keiner hat geschrieben das die Betreiber die Haftung übernehmen sollen.Die ganze Zeit ist es recht sachlich geblieben,es wurde nicht von D... gesprochen und anderen verunglimpfungen,so soll es auch bitte bleiben.Konstruktive Beiträge sind willkommen,Streiten kannste in der Kneipe.Und wer die Sammler unter Generalverdacht stellt,ist meist nicht besser wie die schwarzen Schafe unter uns.
Außerdem haben die meisten Betreiber sichelich kein Problem mit den Sammlern,sondern mit der Rechtlichen Situation die sie dazu zwingt.
Gruß Ingo
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