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Rechtliche Situation des Mineraliensammelns
caliastos:
ich habe mir zwar den ganzen kram durchgelesen, bin aber dennoch nicht den eindruck losgeworden, daß es so aussicht, als müsse irgendwer außer dem sammler selbst für schäden für angerichtete schäden und unfälle aufkommen. wenn das so klar ist, wozu dann die diskussion wer schuld hat und wann welche versicherung zahlt? sollte dann an sich ja klar sein.
außerdem was stört die allgemeine bezeichnung sammler im sinne einer gruppe wieder? der begriff ist allgemein, und wenn man sich bei jeder verwendung des begriffes auch für negative seiten angesprochen fühlt, sollte doch auch mal seine sichtweise überprüfen. es sind nun einmal nicht die leute aus dem büro, die in steinbrüche gehen und dort stufen abbauen. es sind eben sammler oder personen, die schnelles geld machen wollen. beides kommt auch gerne zusammen. der normale mensch wird nicht einfach in den bruch gehen. für ihn ist das eben nur ein bruch. der weiß nichts von mineralen oder fossilen.
es kommt doch oft genug vor, daß übereifrige maulwürfe verunglücken oder wände destabilisieren. und nicht selten verklagen manche gerne noch den betreiber des bruches. unabhängig davon ob es rechtliche bedingugnen gibt, würde ich mich, sofern ich einen bruch hätte, ja schön bedanken, wenn man mir an einer wand einen gleitkeil und co produziert, den ich dann abtragen muß, obwohl ich da vielleicht nicht mehr abtragen darf oder was anderes im sinn hatte.
die meisten betreiber von denen ich das weiß haben nichts gegen den sammler an sich. doch sehr wohl was gegen die, die es übertreiben, nicht fragen, abmachungen brechen oder evtl. den betreiebr verklagen. damit haben die betreiber ein problem. und so klein kann das problem ja wohl nicht sein. sonst würden die verbote nicht wie pilze aus dem boden schießen. die mentalität hat sich geändert. der sammler von einst ist vergangenheit und der raubritter stürmt vor.
Ps:
--- Zitat ---wer die Sammler unter Generalverdacht stellt,ist meist nicht besser wie die schwarzen Schafe unter uns
--- Ende Zitat ---
kleines eigentor. ich habe nicht mal die möglichkeit in brüchen zu sammeln, da alle außer reichweite liegen und kein eigenes auto vorhanden ist. ich kann nur die aussagen mehrerer steinbruchbetreiber wiedergeben, die einen bei exkursionen geführt haben. die sind oben zu finden.
endeavour-minerals:
@caliastos,das an den zunehmenden Verboten die Sammler alleine die Schuld tragen ist nicht ganz korrekt.Der Bundesverband Naturstein und Rohstoffe hatte auf seiner letzten Tagung in Magdeburg die Empfehlung an seine Mitgliedsunternehmen herausgegeben,aus "Selbstschutz" heraus keine Sammelgenemigungen mehr zu vergeben.Ausschlaggebend sind nicht automatisch die Sammler sondern die sich veränderte Verantwortlichkeit.
Und natürlich auch aus der Tatsache das es diverse Unglücksfälle gab,es war dabei aber nicht expliziet vom Sammler die rede!!!!!
Nicht der Sammler der verunglückt,verklagt,sondern die private Umfallversicherung.Denn die wollen kein Geld ausgeben wenn sie nicht müssen.Das steht aber alles schon in den verschiedenen Texten.
Der Sinn dieser Diskussion ist doch recht einfach.ICH WILL MEIN HOBBY LEGAL BETREIBEN!!!! Wir / Ich möchte nicht auf eine Stufe mit Schwerverbrechern gestellt werden!!!!!Wenn du damit kein Problem hast ist das ok.Und wenn du leider keine Möglichkeit hast in Brüchen sammeln zu gehen,dann tut mir das sehr leid für dich,doch gönne es bitte den anderen.
Das mit den Generalverdacht ist wie mit der Kollektivbestrafung,ein typisch deutsches Phänomen.Wenn einer Mist macht sind alle Schuld,erzieherisch eine recht zweifelhafte Bestrafung.Auf dieser Basis schuldern auch die noch die Last des 2 Weltkrieges,die zu diesem Zeitpunkt noch als Quark im Schaufenster standen.Oder fühlst du dich verantworlich.Wenn man Bestraft dann bitte den der Blödsinn gemacht hat.
Ingo
caliastos:
naja, "selbstschutz" sagt es ja. keine fremden in den bruch. natürlich kommen auch mal gerne solche fritzen in den bruch die auf mutproben, vandalismus oder feiern aus sind usw. oder schlicht neugierig sind. nur werden die halt auch gerne nachts aufkreuzen. doch diese sind aber auch ein eher allgemeineres problem. ibt es in kiesgruben, baggerseen mit badeerlaubnis usw. auch.
aber nun mal die frage: wer stellt einen auf die stufe mit schwerverbrechern? wenn der betreiber "nein" sagt ist schluß. ganz gleich warum. und wenn man dann ohne erlaubnis handelt, naja, würde von euch jemand dann zusehen wie er euren garten dennoch umbuddelt? wenn es halt nicht gestattet wird muß man es hinnehmen. bei uns gibt es zwar keine brüche, aber kiesgruben in denen man ab und an quartäre hölzer finden kann. nur, 3/4 darf man halt generell nicht betreten. ergo macht man das halt nicht. wer glaubt im ort 100 fahren zu müssen kann dies ja gerne tun, aber dann bitte nicht beklagen, wenn man zur kasse gebeten werden sollte.
wenn ein sammelverbot ausgesprochen wird, so ist das an sich keine kollektivstrafe, auch wenn viele das komischerweise so auffassen. der eine maulwurf wird des platzes verwiesen und der nächste folgt sogleich. und schon gibt es wieder ärger. das macht sicher niemand ewig mit. einzige chance ist das generell sammelverbot. spart schlicht arbeit und es gibt keine diskussionen. ist doch überall so. verstoßen zu viele zu oft gegen vorschriften und vereinbarungen werden diese eben verschärft. man kann einfach nicht tausend ausnahmen machen. wir leben leider nicht mehr im mittelalter, wo man sowas durchsetzen konnte. das scheitert heute schlciht schon an der masse der personen. von der ignoranz ganz zu schweigen.
das mit dem WK2 ist ein eher schlechter vergleich. da geht es mehr um macht, geld, gier und unterdrückung.
generell scheinen die [entfernt] weltweit zuzunehmen und irgendwie immer hohe positionen zu bekleiden. man kann ja heute nicht mal mehr die glotze anmachen ohne in der sch.... zu ersticken, die die bringen und die weltweit abgeht. der wahnsinn greift halt um.
Robin:
hallo,
--- Zitat von: caliastos am 15 Mar 08, 23:21 ---wenn es halt nicht gestattet wird muß man es hinnehmen
--- Ende Zitat ---
es geht hier doch gerade um die Frage warum es nicht gestattet wird (und wie wir das ändern können). Wenn ein Betreiber kein Sammler zulässt weil er damit öfters Problemen hatte (oder generell mit Leute im Bruch), dann ist es eine klare Sache. Das ist aber halt nicht überall der Fall. Ehrlich gesagt kenne ich selbst nur wenige Steinbrüche wo das so ist. Nach meiner Erfahrung stehen die Betriebsleute meistens sogar recht positiv gegenüber Sammler aber können das sammeln oft nicht legal zulassen wegen irgendwelche Gesetze (siehe die Diskussion). Zum Glück für uns wird dann oft noch ein Auge zugedrückt aber für wie lange?
Also Leute, macht bitte weiter so - mit diskussieren - und ich hoffe wir können eine positive Entwicklung realiseren !
Grüße,
Robin
Schmucki:
Hallo Uwe,
gut, ertappt, ich bin Jurist und Rechtsanwalt. Aber ich bin mit dem Bergrecht noch nicht wirklich in Berührung gekommen und konnte mich daher auch nur einlesen. Und für fundierte Aussagen fehlen mir ein bisschen die Tatsachen, da ich gerade nicht die bergaufsichtlichen und die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen der Bergwerkbetreiber kenne. Zu einem Großteil meiner Arbeitszeit bin ich halt ... jetzt bitte nicht steinigen ... für Krankenversicherungen tätig und klage deren Behandlungskosten ein, wenn irgendjemand für einen Unfall eines Krankenversicherten verantwortlich ist. Deswegen kenne ich zumindest die Ansätze, bei denen die Verantwortlichen gesucht werden. Und das sind dann auch die Ansätze, die es bei unseren hier verfolgten Zielen zu vermeiden gilt.
Ich gebe dir Recht, dass unser Maximalziel eine generelle Erlaubnis zum Sammeln ist, Ich weiß aber nicht, ob das überhaupt machbar ist. Ich bin in dieser Hinsicht eher skeptisch. Deswegen sah ich unsere Chancen eher in lokalen Lösungen, wo der Betreiber und die Sammlergemeinschaft vielleicht eine Art guten Kontakt pflegen könnten. Eine generelle Erlaubnis wäre natürlich toll.
Aber wenn es bei der VFMG spezialisierte Juristen gibt, sollten wir uns von dort vielleicht noch ein paar Ideen und Erfahrungsberichte holen. Und ich werde über meine Bezirksgruppe auch mal horchen, wie die Befindlichkeiten und Grenzen so sind.
Sebastian
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