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Sphärocobaltit löst sich auf? + Heterogenitplage

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Klinoklas:
Hallo Andreas,

danke für die Antwort und die Bilder. So sah meine Stufe auch mal aus.
Wie schon erwähnt ist der Chrysokoll bei mir innerhalb eines Jahres
schwarz geworden. Da sich bei dir in 8 Jahren dieses Phänomen
nicht eingestellt hat bin ich ehrlich gesagt jetzt nach wie vor der einzige Sammler
dessen Chrysokollstufen schwarz werden. Demzufolge liegt es vermutlich
nicht an einer chemischen Instabilität sondern vielmehr an der Lagerung
in meiner Sammlung. Vielleicht ist hier eine Antwort zufinden.

Das mit dem Ausbleichen tut mir leid. Es ist immer schade wenn sich
so ein schönes Stück verändert. Ich hoffe aber das der Vorgang nicht allzu rasant
vonstatten geht und du trotzdem noch lange Freude mit deinem Stück haben wirst

Gruß
René

-M-:
Hallo,

@ René - Zitat:"...nach wie vor der einzige Sammler dessen Chrysokollstufen schwarz werden..."

 - nee bist du nicht, ist bei Chrysokoll relativ typisch, da es sehr häufig mit div. Fe-, Cu-, Al- Oxiden
verunreinigt auftritt, und wenn deren Anteil groß genug und die Bedingungen einigermaßen passend
sind, gibt es da eben mitunter relativ kurzfristige Umwandlungen ...
( U.Kolitsch hatte ja schon Tenorit-bildung vorgeschlagen )

- Verblassen ist so weit mir bekannt auch gerade bei Chrysokoll durchaus nicht selten, dürfte wohl
ähnlich wie z.B. beim Türkis auf Ent-wässerung zurrückzuführen sein.

Gruß -M-

Klinoklas:
Tenorit scheint absolut richtig zusein. Ich bin über Google auf eine Münzsammlerseite mit dem Stichwort Tenorit
gelandet. Auf alten Kupfermünzen entsteht durch zu hohe Luftfeuchtigkeit ebefalls eine teilweise sehr dicke schwarzeTenoritschicht.
Die Stufen bei Mindat.org sind mit Heterogenit alle falsch beschriftet. Jetzt gibt es bei Münzen eine chemische Reinigungsmöglichkeit um die Kruste abzubekommen. Allerdings wurde davon abgeraten da das Ergebnis unter Umständen nicht das wahre ist.
Außerdem würde in meinem Fall der darunterliegende Chrysokoll auch mit draufgehen.

Da kann man wohl nichts machen. Stellt sich nur noch die Frage wie es in meiner Schublade zu der hohen Luftfeuchtigkeit gekommen ist.
Wenn der Chrysokoll sein Wasser abgegeben hat ist ja vielleicht durch Verdunstung diese Kruste entstanden. Andererseits war auch eine Stufe in der großen Vitrine und an den umliegenden Stücken hat sich nichts verändert.

Wenigstens weiß ich jetzt womit ich es zutun habe, aber Geld werde ich dennoch für Chrysokollstufen nicht mehr ausgeben. Es lohnt sich anscheind nicht.

Gruß
René

smoeller:
Hallo,

Chrysokoll gibt gern Wasser ab und wird dann rissig. Auch Farbverlust kann auftreten. Das kommt wohl daher, dass die intensiv blaue Farbe vieler Cu-Verbindungen nur in Aquo-Komplexen (also mit Wassergehalt) auftritt (Chalkanthit wird beim Erhitzen auch weiß. Habe aber bei meinen Chrysokollstücken nach 15 Jahren noch keine Umwandlung gesehen, nur Trockenrisse. Vielleicht eine Eigenart von Stücken einer bestimmten Mine.

Glück Auf!
Smoeller

-M-:
 
@ Uwe K. 

Zitat: “...Wäre mir völlig neu & CoCO3 sollte thermodynamisch doch eigtl. stabil sein (Radius Co2+ = fast identisch wie Radius Mg2+ -> CoCO3-Stabilität sollte ähnlich der von MgCO3 sein.
Gibt es hierzu irgendein Lit.zitat?“

Doch,  die zwei zum Beispiel  ( jeweils unter Sphäro-cobaltit )

 „...wandelt sich schnell in Stainierit um ...“
 aus : Lexikon der Minerale, von Strübel u. Zimmer / ´91

„... außen samtschwarz verwittert ...“
aus : Klockmann´s ... von Ramdohr / ` 54


Gruß –M-

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