Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals

Illegaler " Schatzsucher " ertappt

<< < (4/13) > >>

Haldenschreck:

--- Zitat von: kugel-frank am 20 May 08, 21:29 ---Bin mal auf Eure Rückmeldung gespannt
--- Ende Zitat ---

hallo,
ohne hier eine rechtberatung abzugeben - bin schließlich krabbenpuhler und nicht rechtsanwalt   ;D : alle deine aspekte sind im bgb und und strafgesetzbuch eindeutig geregelt!
natürlich hast du schwierigkeiten, die wörter mineralien, achate, buddeln usw. zu finden. das wird allgemein behandelt.

im übrigen: ist ja schon eine sauerei dieser auswuchs; 60 kg ist läppisch, das trage ich an guten tagen innerhalb von 3-4 stunden von einer halde weg (übrigens auch das ist nicht gesetzeskonform), aber neuanpflanzungen, vielleicht/bestimmt durch solizuschlag finanziert, zu zerstören, gehört bestraft. sorry.

haldenschreck

Ralf:
Nehmt doch ganz einfach mal die Fakten.

Da hat jemand ohne Genehmigung auf fremden Land nach irgendetwas gegraben. Dabei hat er außerdem noch Flurschaden angerichtet.
Das alleine reicht doch schon, um sich strafbar zu machen. Ob das jetzt " Bodenschätze " sind, oder Kieselsteine ist vollkommen wurscht. Ob die Sachen 10 € wert sind oder 10.000 ist auch wurscht, es ändert nichts daran, dass er ohne Genehmigung des Eigentümers etwas von dessen Grund und Boden entwenden wollte.

Was die Presse angeht, ist doch vollkommen klar dass die so schreiben. Eine gute Recherche gibt es - wenn überhaupt - nur bei großen Themen. Kein Journalist wird sich die Mühe machen, für einen so kleinen Artikel stunden- oder taglang zu recherchieren. Sein Chef würde das wohl auch nicht mitmachen.

Einzig und alleine der Gräber hat hier Bockmist gebaut. Alle anderen haben - im Rahmen Ihres Wissens, Pflicht und Können - nur Ihren Job gemacht.

thothie:
Wo habt ihr hier nen Problem?

Da brauch man doch nur nen bisken zu googeln!

Landschaftsschutzgesetz des Landes Sachsen:

§ 19 Landschaftsschutzgebiete

(1) Als Landschaftsschutzgebiete können durch Rechtsverordnung Gebiete festgesetzt werden, in denen ein besonderer Schutz von Natur- und Landschaft erforderlich ist


zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes oder der Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,

wegen der Vielfalt, Eigenart oder Schönheit des Landschaftsbildes oder

wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung.

(2) Im Landschaftsschutzgebiet sind nach Maßgabe der Rechtsverordnung alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern, den Naturhaushalt schädigen, das Landschaftsbild und den Naturgenuß beeinträchtigen oder sonst dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen.


So wie ich das interpretiere, ist das Buddeln von Löchern in dem Gebiet verboten, das Aufsammeln von lose rumliegenden Achaten allerdings nicht.


Es macht also keinen Unterschied, ob ich dort nen Loch grabe um meine Notdurft zu verrichten, oder um Achate zu suchen. Vom Landschaftsschutzgesetz her gesehen sind beide gleich schuld.

St. Egidien macht dick Reklame für ihre tollen Achateauf seiner HP:

http://www.sankt-egidien.de/Steckbrief-main.htm

und wenn die Sammler dann kommen, werden sie angezeigt.

Ich glaube eher, daß dies eine Mentalitätssache der Bevölkerung ist. Die Gewohnheit der jahrzehntelangen gegenseitigen  Bespitzelung , kann man nicht von heut auf Morgen aufgeben und Toleranz gegenüber dem Nachbarn zeigen. Besonders wenn vermeintliche Werte mit im Spiel sind, wie die Zeitungsmacher der Meinung sind, ist das ganze noch gepaart mit Neid und Mißgunst und man gönnt dem Gegenüber nicht das Schwarze unterm Fingernagel.

Ich würde mal sagen, daß hier im Westen gut 90% aller Halden in Landschaftsschutzgebieten liegen, doch hier gibt´s solche Bespitzelungen und Denunziantentum zum Glück noch nicht, wenn überhaupt, dann nur in reinen Privatgebieten, jedenfalls nach meiner Erfahrung.

caliastos:
Werbung für Funde der Region machen und selber abbauen sind zwar Paar Stiefel. Wenn die großen Edelsteinminen Werbung für ihre Produkte machen, so heißt das noch lange nicht "freies Sammeln für Jedermann".

In Schutzgebieten ist graben eben nicht gestattet und Punkt. Achate suchen an sich ist auch nicht verboten, nur darf man das eben nicht überall. Liegt die Fundstelle nun in so einem Bereich dann hat man Pech. Wenn da wer erwischt wird ist das sein Problem. Das gewisse Personen es nicht für nötig halten, sich bei ihrer medialen Informationsverbreitung angemessen kundig zu machen ist was anderes. Das läuft eher unter dem allgmeinen vorgehen in derartigen Dingen. Und ein bischen Flunkern ist immer erlaubt. Als Ergebnis ergeben sich Halbwahrheiten. Und das ist weltweit zu sehen.

Im Übrigen sollte man nicht vergessen: Landschaftsschutzgebiet heißt auch: Abseits der Wege gehen um Achate zu sammeln ist auch nicht gerne gesehen, weil man ja kleine Pflanzen zertreten kann. Ist zumindest bei uns so. Hier werden die Kontrolletties von der Stadt schon sauer, wenn man nur einen Ast versehentlich abknickt. Abseits der Wege gehen oder Hunde frei ehrumlaufen lassen kostet auch schon ab 15 Euro.

Also dürfte Achate aufsammeln nicht ganz unproblematisch sein. Ist halt Stadtangelegenheit.

Und wenn einen der Förster bei Grabungsaktionen sieht, dann sehe ich da auch keine Bespitzelung. Denn der Förster wird dir ja sicher erst mal 1-2 Stunden unbemerkt folgen, ein Life-Video deiner 2 Grabungsstunden drehen und dich dann melden. Also das glaubst du ja wohl selber nicht. Wenn der Förster einen sieht, dann schmeißt er dich sofort raus, wenn er einen Grund dazu hat oder fragt erst mal nach was man da tut.

Bei uns im Westen wird das vielerorts mit Landschaftsschutzgebieten auch so sein. Die Frage ist nur: Wird man bei seiner Sammeltätigkeit gesehen oder nicht. Und wenn, macht sich die Person dann die Mühe einen des Platzes zu verweisen oder nicht.

Das kannst du vergleichen mit bei Rot über die Ampel gehen oder mit dem Fahrrad auf dem Fußgängerweg fahren, während ein Polizeiwagen in sichweite ist. Der eine Beamte sieht es, der andere nicht. Und nicht jeder (meist die Mehrheit) macht sich die Mühe einen deswegen anzuhalten, aber manche sind eben so überkorrekt und halten einen sofort an.

Schmucki:
Hallo tothie,


--- Zitat ---Ich glaube eher, daß dies eine Mentalitätssache der Bevölkerung ist. Die Gewohnheit der jahrzehntelangen gegenseitigen  Bespitzelung , kann man nicht von heut auf Morgen aufgeben und Toleranz gegenüber dem Nachbarn zeigen. Besonders wenn vermeintliche Werte mit im Spiel sind, wie die Zeitungsmacher der Meinung sind, ist das ganze noch gepaart mit Neid und Mißgunst und man gönnt dem Gegenüber nicht das Schwarze unterm Fingernagel.

Ich würde mal sagen, daß hier im Westen gut 90% aller Halden in Landschaftsschutzgebieten liegen, doch hier gibt´s solche Bespitzelungen und Denunziantentum zum Glück noch nicht, wenn überhaupt, dann nur in reinen Privatgebieten, jedenfalls nach meiner Erfahrung.
--- Ende Zitat ---

Ich hoffe nicht, dass diese pauschale Verurteilung der gesamten sächsischen Bevölkerung wirklich deine Meinung ist. Einige von uns hier im Atlas geben sich wirklich Mühe, die ostdeutschen Fundstellen für alle zu präsentieren, damit auch alle was davon haben. Ich denke also, doch, dass wir anderen was gönnen. Ansonsten glaube ich, dass du die von dir erwähnte Toleranz in diesem Fall hier von der falschen Seite forderst. Wieso soll der Waldeigentümer Toleranz gegenüber einer erheblichen Schädigung seiner Anpflanzungen zeigen? Sollte nicht eher der Sammler Toleranz gegenüber den Eigentumsrechten an den Tag legen? Ich für meinen Teil wollte sogar zunächst deinem Beitrag gegenüber Toleranz walten lassen. Deine pauschalen Angriffe konnte ich dann aber doch nicht auf sich beruhen lassen. Mehr will ich dazu aber eigentlich nicht schreiben. Wenn das weiterhin deine Meinung ist, dann bin ich tolerant, gönn dir diese und werde dich weder anzeigen noch sonst denunzieren.
Viele Grüße
Sebastian

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln