Hallo,
@DonMineral: Ich glaube, das Problem liegt in D auch daran, dass es kaum mehr Stellen gibt, an denen man mit dem Nachwuchs noch problemlos sammeln könnte. An den meisten Fundstellen wird es schon als Erwachsener schwierig, mit Kindern ist es nahezu unmöglich. Es gibt noch einige wenige Orte (Holzmaden, Eichstätt, Rügen, Ostseestrand, Grube Clara), wo das Sammeln mit Kindern möglich ist, aber wer kann und will heute schon hunderte km weit fahren. Da nützt einem ein Verein auch nicht so viel. Dazu kommt bei Jugendlichen der hohe Gruppenzwang und Druck in der Schule. Sammeln von Mineralien gilt heute einfach nicht als "cool" und wer sich zu sehr damit befasst, wird zum Außenseiter. Die Medien tun ein übriges: Solange das Sammeln von Mineralien und Fossilien allenfalls auf Spartenkanälen wie Arte oder 3Sat vorkommt, wird es kaum die jüngeren ansprechen. Und wenn mal was auf anderen Sendern mit jüngerem Publikum kommt, dann nur irgendwelche Edelsteine oder Goldnuggets, die eh kein normaler Mensch bezahlen kann.
Was man bräuchte: Spezielle Touren für Schüler und Jugendgruppen, die Spiel und Spaß mit Sammelerlebnis verbinden. Problem: Chronischer Lehrermangel, wenig Interesse der Jugend an Vereinen/geeigneten Jugendgruppen, unterbesetzte und unterfinanzierte Jugendarbeit, oft wissen die Lehrer selber kaum was über Mineralien.
Bevor jemand regelmäßig Mineralien kauft, muss er erst einmal das Interesse haben, eine Sammlung aufzubauen. Und: Junge Leute sind meist nicht die typischen Vereinsmeier.
@all: Ich denke auch, das die genaue Anzahl von Mineraliensammlern schwer auszumachen ist. Zu unterschiedlich ist die Klientel. Da gibt es die x Mitglieder von regionalen Vereinen und der VFMG (von denen immer auch einige (Anzahl a) nur noch Mitglieder sind, aber keine aktiven Sammler mehr, dann y Börsengänger , von denen die Anzahl b nur Zuschauer sind, Anzahl c auf mehrere Börsen gehen, Anzahl d nur Schmuck/Esotherikware/Muscheln kaufen, und eine Anzahl z an Sammlern die weder in Vereinen organisiert sind, noch auf Börsen gehen und n Sammler, die nur gelegentlich/besondere Stücke für Forschung oder Vitrine sammeln oder Studenten/Dozenten, die nur auf Exkursionen/für Lehrzwecke sammeln.
Dann habt ihr die Anzahl Sammler K als K = (x - a) + (y - b - c - d) + z + n. In jeder der Variablen gibt es erhebliche Unsicherheiten. Achtung! Keine mathematisch ausformulierte Gleichung, nur ein kleiner Ansatz, zu zeigen, wie unsicher die Schätzung ist.
Glück Auf!
Smoeller