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Autor Thema: Wieviele aktive Mineraliensammler gibt es in Deutschland ?  (Gelesen 22618 mal)

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Offline giantcrystal

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Gut, jetzt haben wir hier ein paar Meinungen...danke !

Ich denke, es gibt keinen Grund, jetzt wieder mit Streitereien angefangen


In diesem Sinne ein freundliches Glück Auf

Thomas

Offline geomueller

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ich denke, der Ansatz ist der Falscheste! Ich kann mir kaum vorstellen, daß jemand aus MekPom Mineralien gesammelt hat, und das mit einem Trabbi der in 5 Jahrenm geliefert wird und Benzin auf Gutschein! Noch dazu, da das ehem. Wismut-gebiet nicht so ohne weiteres zu bereisen war, schließlich stand hier die Sicherheit der Nation auf dem Spiel...blablabla...Mit Fossiliensammlern mag das etwas anderes gewesen sein, aber überall da, wo der Staat Devisen erwirtschaftet hat (Bergbau war da ganz vorne) oder stategische Metalle gwonnen wurden (Erzgebirge, Ronneburg, usw)  waren Sammler sicher nicht gerne gesehen. Von der Zahl 4000 kann man also getrost 2/3 abziehen, denn wie ich mal gehört habe, hat Fossilien sammeln in der DDR einen weit höheren Stellenwert gehabt!

An diesem Zitat ist ja nun überhaupt nichts wahres, um Streiterein aus dem Weg zu gehen möchte ich mehr dazu nicht sagen :-\ ;)

Ich würde mich trotzdem freuen wenn die Diskussion zum Thema weiter gehen würde, weil interessant wäre es schon mal zu wissen wieviele aktive Mineraliensammler es in Deutschland gibt.

Gruß Jürgen

Offline UlrichW

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    • Astronomie und Mineralien
Hallo Jürgen,

ich bitte vielmals um Entschuldigung, falls ich Dir mit irgendeiner Behauptung auf den Schlips getreten bin. Ich wollte dich nicht beleidigen!

In einer Diskussion muss man auch mal was völlig falsches sagen können, ohne daß es gleich auf die Goldwaage gelegt wird. Das tut der Achtung, die man dem Diskussionpartner entgegenbringt keinen Abbruch.

Ich danke Dir dafür, daß Du mir deutlich gezeigt hast, welche Streitkultur hier im Atlas angebracht ist. Da es meien nicht ist, werde ich mich wohl erst einmal ein wenig zurückhalten!

Glück auf
Ulrich.

Offline MINERALI

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hallo!
 sagen wir mal so ich denke es werden so an die 8000 in germany sein, kenn nun etliche die früher mal aus dummdiedelei gasammelt haben ( weil die steine schön bunt waren) und nun sehr aktiv sammeln und eine sammlung aufbauen! und ihre kinder mit einbeziehen - das finde ich auch wieder sehr toll , da gibt es wenigstens nachwuchs!! :)
mfg heiko

Offline Psaronius

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Hallo Ulrich W.,
eigentlich will ich hier auch keine neue Streitmunition liefern, ich bin immer nur schockiert, wenn irgendjemand aus den alten Bundesländern genau weiß, wie man im Osten gelebt hat. Und wenn das dann absolut nichts mit der Realität zu tun hat, ist es noch schockierender !
Woher hast Du die Weisheit "mit Benzin auf Bezugsschein", außerdem gibt es auch heute noch, - auch im Westen, Sammler, die über keinen Pkw verfügen. Kenne selbst einige solcher Sammlerfreunde.
Ich bin übrigens ein typisches Beispiel dafür, dass man auch in MeckPom schon zu DDR-Zeiten Mineralien gesammelt hat.
Ich selbst sammle mittlerweile über vierzig Jahre und kenne etliche Sammlerfreunde hier in der Region, die sich auch schon ewig diesem Hobby widmen.
INatürlich gebe ich zu, dass in den südlichen Regionen die Sammlerfamilie größer ist, was aber nicht unbedingt etwas mit der DDR-Geschichte zu tun hat...
So, das mußte ich einfach loswerden.
Trotzdem Grüße,
Psaronius

Offline STRAHLER

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  • ganz schön druselig
Hallo,
um auch mal kurz auf die guten alten DDR-Zeiten sprechen zu kommen.
Ich denke viele Sammler aus den alten Bundesländern wissen gar nicht wieviel Sammler es im Osten Deutschlands gab, und was die alles aus dem Berg geholt haben. Da gab´s viele aktive Sammler, welche selbst im Bergbau gearbeitet/geschuftet haben, so zusagen direkt an der Quelle sitzend. Oder was meint Ihr wie Freiberg, Ehrenfriedersdorf, Pöhla, Hartenstein, Zobes, Schönbrunn, Brunndöbra und co. jetzt auf die Börsentische gelangen?
Kenne selbst einige alte Sammler im Raum Vogtland/Erzgebirge die haben wirklich sehr beachtliche Sachen in Ihren Vitrinen stehn.

Do froch iech miech ner, wo´s des her ham? Bstimmt bin mausen hinnerherschossen griecht ;D Scherz beiseite!

P.S. Denke auch das es reichlich (einige Tausend) Sammler gibt. Einige mehr oder weniger aktiv. Aktive Mineraliensammler sind aber meines Wissens auch nicht vom Kauf oder Tasch verschont. Ich selbst sammle zu 90-95 % selbst und den Rest fülle ich dann der Vollständigkeit nach auf, durch Tausch/Kauf. Denke deshalb schon, das ich als aktiver Sammler durchgehe.

Beste Grüße und ein Glück Auf
  Ronny alias STRAHLER



« Letzte Änderung: 29 Jun 09, 16:18 von STRAHLER »

Offline DonMineral

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Hallo an alle die alten Hasen
wie viele Sammler es also sind ist schwer auszumachen.. dass die meisten zur Generation 50+ gehören ist auch inzwischen klar aber interessant wäre wenn man die Diuskussion dahin führt, was man unternehmen müsste dass es wieder mehr werden.
Bei den Bienenzüchtern ist es das selbe Problem....Durchschnittsalter 61..und die machen gute Prifite.

Mit welchen Strategien ist es vielleicht möglich wieder die jüngeren Naturfreunde die es ja gibt dazu zu bewegen wieder Mineralien zu sammeln oder zu kaufen..

Jede Branche oder jedes Hobby hat einen dem Zeitgeist unterworfenen Zyklus, ob das Münzen sind oder Briefmarken...

Entscheidend wäre es zu erfahren was der Verband unternimmt um neue Mitglieder zu finden, wie die alten Collectoren die jüngeren unterstützen das Hobby zu aktivieren (zBsp. wie der Collector mir ständig in den A....tritt) oder was die Börsenveranstalter hier besser machen sollten. Oder liegt es an den Händlern die keine neuen Ideen im Marketing finden..
Mit der Hoffnung auf positive Antworten..

Gruss aus Midelt
Don Ronaldo

Offline smoeller

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Hallo,

@DonMineral: Ich glaube, das Problem liegt in D auch daran, dass es kaum mehr Stellen gibt, an denen man mit dem Nachwuchs noch problemlos sammeln könnte. An den meisten Fundstellen wird es schon als Erwachsener schwierig, mit Kindern ist es nahezu unmöglich. Es gibt noch einige wenige Orte (Holzmaden, Eichstätt, Rügen, Ostseestrand, Grube Clara), wo das Sammeln mit Kindern möglich ist, aber wer kann und will heute schon hunderte km weit fahren. Da nützt einem ein Verein auch nicht so viel. Dazu kommt bei Jugendlichen der hohe Gruppenzwang und Druck in der Schule. Sammeln von Mineralien gilt heute einfach nicht als "cool" und wer sich zu sehr damit befasst, wird zum Außenseiter. Die Medien tun ein übriges: Solange das Sammeln von Mineralien und Fossilien allenfalls auf Spartenkanälen wie Arte oder 3Sat vorkommt, wird es kaum die jüngeren ansprechen. Und wenn mal was auf anderen Sendern mit jüngerem Publikum kommt, dann nur irgendwelche Edelsteine oder Goldnuggets, die eh kein normaler Mensch bezahlen kann.

Was man bräuchte: Spezielle Touren für Schüler und Jugendgruppen, die Spiel und Spaß mit Sammelerlebnis verbinden. Problem: Chronischer Lehrermangel, wenig Interesse der Jugend an Vereinen/geeigneten Jugendgruppen, unterbesetzte und unterfinanzierte Jugendarbeit, oft wissen die Lehrer selber kaum was über Mineralien.

Bevor jemand regelmäßig Mineralien kauft, muss er erst einmal das Interesse haben, eine Sammlung aufzubauen. Und: Junge Leute sind meist nicht die typischen Vereinsmeier.

@all: Ich denke auch, das die genaue Anzahl von Mineraliensammlern schwer auszumachen ist. Zu unterschiedlich ist die Klientel. Da gibt es die x Mitglieder von regionalen Vereinen und der VFMG (von denen immer auch einige (Anzahl a) nur noch Mitglieder sind, aber keine aktiven Sammler mehr, dann y Börsengänger , von denen die Anzahl b nur Zuschauer sind, Anzahl c auf mehrere Börsen gehen, Anzahl d nur Schmuck/Esotherikware/Muscheln kaufen, und eine Anzahl z an Sammlern die weder in Vereinen organisiert sind, noch auf Börsen gehen und n Sammler, die nur gelegentlich/besondere Stücke für Forschung oder Vitrine sammeln oder Studenten/Dozenten, die nur auf Exkursionen/für Lehrzwecke sammeln.

Dann habt ihr die Anzahl Sammler K als K = (x - a) + (y - b - c - d) + z + n. In jeder der Variablen gibt es erhebliche Unsicherheiten.  Achtung! Keine mathematisch ausformulierte Gleichung, nur ein kleiner Ansatz, zu zeigen, wie unsicher die Schätzung ist.

Glück Auf!
Smoeller

Offline DonMineral

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  • KENIA MINERALIEN ... Von den Minen zu Ihnen.
Ist doch schon mal ein Ansatz...vielleicht  mal hier 4 Wochen Zeltlager im Berberzelt in Ahouli  , Brot selbst backen, am Brunnen waschen Taijine selber bruzzelt, Schafe hüten und nachmittags in die Minen gehen zum Mineralien klopfen..
vielleicht kommt der collector oder der giantchristal dann dazu als Couch um dem Nachwuchs was zu erzählen..das wär doch mal was.
Lasst uns das doch mal weiter durchdenken.

Oder man macht einen grossen Truck als Ausstellungsstand fertig und fährt damit nach Deutschland zu den Sammler, aber nicht auf die teuren Börsen die schon 300 € Nebenkosten abzwacken sondern macht eine Tour an der Autobahn entlang ( sell on the High Way) und hält jeden Nachmittag an einem anderen Rastplatz und bringt die Show zu den Sammlern, und sitzt dann abends bei Bratwurst und Kartoffelsalet und einem Bier bei den Jungs .

Grüsse Don Ronaldo

Offline cordes

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Glück Auf,
mich hat diese Diskussion, die auf Grund einer einfachen Frage entstanden ist, doch sehr erfreut.
Die Antort auf die Frage ist doch ganz gut auf eine Anzahl von 4000 bis 8000 beantwortet worden.
Es ergeben sich mit den Antworten zwei wichtige neu Fragen:
1. Wie ist die Alterstruktur
2. Wie kann man erreichen, dass der Nachwuchs ein größeres Interesse an der Mineliensammelei findet.

Zu 1. Ein erlebnis auf der Grube Clara, wo die große Halde noch zugänglich war:
Alle über 60zig möchten bitte die Halde verlassen, wieviel Personen sind dann noch da?

Zu 2. Mit Schulkindern der Grundschule habe ich kleine Exkursionen in den Harz (Glücksradhalde) gemacht. Die Kinder waren begeistert, was aber mit den Eltern? Die hatten keine Zeit, es mussten die Großeltern mitkommen!

Viele Kinder hatten Turnschue und kein festes Schuhwerk, Plastiktüte statt Rucksack oder Stoffbeutel, etwas anständiges zu Essen und Trinken, stattdessen Geld!

Fazit, die Kinder sind zu begeistern!!! Nur die Eltern.......

W. Hajek


Offline DonMineral

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  • KENIA MINERALIEN ... Von den Minen zu Ihnen.
Steine importieren und sammeln

eine der Rudolph Steiner Schule hat ein Lernprojekt das seit Jahren erfolgreich läuft. Da spielen die Schüler Mineralienhändler und importieren die Steine aus Madagaskar und vertrteiben sie an die Sammler und stellen auch auf Börsen (München aus) Der Erlös der ehrenamtlichen Tätogkeit geht nach Madagaskar in ein Strassenkinderprojekt..
ich finde das eine tolle Sache die jungen Menschen die Welt der Mineralien als Händler näherbringt und seiner Arbeit einen Sinn gibt..Ich muss den Artikel mal raussuchen und gebe dann mehr Info

Grüsse aus Midelt..35 Grad alle Tage

Offline geomueller

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Hallo,
ich bin immer noch der Meinung das 4000 bis 8000 Mineraliensammler in D deutlich zu wenige sind, 4000 ist auf jeden Fall viel zu gering. Ich schätze mal aus eigener Erfahrung das es allein in Sachsen mindestens  500 bis 800 aktive Sammler gibt, wobei die wenigsten davon heute noch organisiert sind sondern als Einzelkämpfer ;D auftreten.

Ein weiteres Rechenbeispiel: Versuchen wir mal von den Besuchern der Münchner Börse auf die Anzahl der aktiven deutschen Sammler zu schließen. 2008 waren auf der Münchner Börse 45000 Besucher, 50 % der Besucher kann mal getrost als Begleiter, Schaulustige, ausländische Besucher und so weiter abziehen, bleiben konservativ betrachtet 20000 übrig, davon ziehen wir nochmals 50% Eso's und Schmuckliebhaber ab, bleiben 10000 Sammler übrig von denen sagen wir mal 50 % aktiv sammeln, bleiben unterm Strich etwa 5000 deutsche aktive Sammler übrig die allein auf der Münchner Börse waren. Bleibt die Frage wie viele waren nicht auf der Börse (?) weil kein Interesse am Trubel, nicht an Kauf interessiert, zu teuer, zu weite Anfahrt, gerade keine Zeit usw. Selbst wenn man es wieder konservativ betrachtet und annimmt das die Hälfte gewesen wäre, kommt man auf eine Zahl von 10000 aktiven Sammlern.

Gruß Jürgen
« Letzte Änderung: 14 Jul 09, 18:13 von geomueller »

Offline Stephkling

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Hallo

ich melde mich auch mal zu Wort.
Für mich ist die Frage wer überhaupt  -aktiver Mineraliensammler-  ist?
a) jeder der mal interessante Steine aufhebt weil sie Ihm gefallen?
b) jeder der sich für Steine/Mineralien interessiert,  auf Börsen etc geht und dort seine Sammlung aufbaut und erweitert?
c) jemand der auch mal was von seiner Sammlung verkauft? ...
d)    oder.....???

Also ehrlich gesagt ist mir das ziemlich egal!!!!

Ich finde es vielmehr spannend und manchmal sehr überraschend wer in meiner Umgebung an Mineralien und schönen Steinen interessiert ist.
Diese Personen sind dann oft sehr erstaunt, dass es auch in Deutschland, z.T. gar nicht weit weg, Interessantes zu finden gibt.
Mir macht es dann Spass mit Ihnen dann z.B. mal zur Halde der Clara zu fahren, evtl mit Besuch des Oberwolfacher Mineralienmuseums.
Für mich ist das Sammeln, Anschauen der Steine (auch durch das Mikroskop!) und das ab und zu Schleifen von Achaten ein Abschalten vom Alltagsstress! Also alles mal mehr mal weniger und vor allem ohne System  ;D

Viele Grüße und weiterhin viel Spass am Sammeln

Stephan

Offline Stefan

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Das sind ja mal nette Rechenbeispiele.

Lapis hat eine Auflage von ca. 10000, sagen wir die Hälfte sind aus Deutschland. Jeder max. 4 Sammler abonnieren Lapis, dann kommen wir schon auf 20.000.

Es gibt aber sicher noch ein paar Beispiele um es für 100.000 schön zu rechnen oder nur für 2000.

Mit anderen realen Zahlen gerechnet hatten wir hier 3400 User. 2500 waren real angemeldet und hatten was geschrieben. Im Verein und auf den Börsen kennen nur sehr wenige Leute den Mineralienatlas oder Mindat ... Vielleicht sind es von 20 einer. Wenn wir nun 2500 mal 20 nehmen kommen wir auf 50.000.

Wenn ich noch ein wenig überlege werden es schon noch die 100.000  ;) ;)

Gruß Stefan



Offline geomueller

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Um es auf den Punkt zu bringen, wir werden es nie rausbekommen ;D ;D

 

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