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Anonymität von Mitgliedern

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Stefan:
Es soll Leute geben die mit keinem Kompromiss leben können und erst Ruhe geben wenn Sie Ihren Willen 100% durchgesetzt haben. Ich denke der Kompromiss ist ein Spagat in beide Richtungen und die Anschuldigungen der Entschluss stand schon vorher fest und Aufrufe das Forum zu verlassen wenn es dann so kommt, könnt Ihr Euch sparen.

Trotzige Kinder bekommen hier auch dann keine Kekse.

Gruß
Stefan

triassammler:
Hallo!

Ich möchte in Stefans soeben gepostete Kerbe hauen, auch wenn das, was ich zu dentalius' Beitrag schreiben wollte, unabhängig davor schon für mich feststand:


--- Zitat von: dentalius am 27 Jun 09, 10:21 ---der erste stein wurde gerade geworfen. wenn ich solche beiträge lese, dann fehlt mir hier genau das, was mit vehemenz eingefordert wird: gegenseitiger respekt, ernsthaftigkeit und achtung.

--- Ende Zitat ---

Wie Stefan sagt: Es ist einfach nicht möglich, es allen recht zu machen. Weder hier, noch im Staat oder generell sonstwo, wo Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Motivationen zusammenkommen, um einem gemeinsamen Interesse nachzugehen.
Ein Kompromiss bedeutet nicht, eine perfekte Regelung zu finden, die es allen recht macht, sondern eine, mit der die Mehrheit leben kann. Jubelrufe werden ja gar nicht erwartet. Wehklagen, dass die eigenen Vorstellungen nicht zu 100% berücksichtigt wurden, sind aber auch fehl am Platze. Auffällig ist, dass sich einige vehement hierzu äußern, fachlich aber im Forum eher weniger in Erscheinung treten.

Und, caliastos:

--- Zitat ---gleichzeitig erlaubt der nickname freier zu sprechen und zu sagen was man denkt. und das auch mal in worten, die der stimmung entsprechen.
--- Ende Zitat ---
Das ist ja wohl nur eine Umschreibung dafür, anderen im Schutz der Anonymität die eigenen Launen um die Ohren hauen zu wollen, weil man unlustig ist, sich ein wenig zu zügeln und überlegt zu handeln. Für so eine Aussage habe ich keinerlei Verständnis und halte sie für in höchstem Maße unqualifiziert.
Ganz persönlich gesagt drängt sich mir manchmal der Eindruck auf, dass das Forum von einigen wenigen gelegentlich dazu benutzt wird, um emotionale Zustände, die nichts mit dem MA zu tun haben, anonym zu kanalisieren, weil sie sie im richtigen Leben aus Furcht vor den Konsequenzen nicht an die eigentlichen Adressaten richten können.

Vielleicht sollten wir uns einfach mal auf die "Kernkompetenz" des MA fokussieren, bei der es ganz sicher nicht um die persönlichen und privaten Empfindlichkeiten von uns allen geht. Wer sich durch Stefans vorgeschlagene Regelung unerwünscht "geoutet" fühlt, kann ja seine Beteiligung in eine Richtung lenken, die auch für Außenstehende, die seine Beiträge zufälligerweise ergoogeln, ein positives Licht auf ihn wirft. Wer am anderen Ende des Spektrums nicht mit völlig anonymen Mitgliedern kommunizieren möchte, ist dazu ebenfalls nicht gezwungen. Auf wessen Posting man antwortet, oder wem man eine PM schickt, ist schließlich jedem selbst überlassen.

Es scheint ein überwiegend deutsches Phänomen zu sein, dass zwar nach verbindlichen Regelungen "von oben" geschrien wird, wenn diese aber nicht wie vom Individuum gewünscht ausfallen, wird gegen die "Diktatur von oben" gewettert. Schlussendlich ist aber jeder selbst angehalten, sich so zu verhalten, wie er es von anderen auch wünscht, und hat im Gegenzug hinzunehmen, dass sich andere anders verhalten, und sich seine Kontakte entsprechend auszusuchen. Man nennt dies Freiheit der Persönlichkeit.

Ich habe mir in der Vergangenheit nie große Gedanken gemacht, ob jemand ein voll ausgefülltes Profil besitzt oder nur unter Pseudonym auftritt, wenn es darum ging, seine Fragen zu beantworten oder meine Meinung beizusteuern. Die Persönlichkeit und rudimentäre Informationen zur Person gehen auch so oft genug aus den Postings hervor. Kommen aber fragen nach "Fundstellen in meiner Region?" oder "Fossilbestimmung - Fundort: bei meinem Heimatort") und ich habe mangels konkreter Angaben im Posting oder Profil keinerlei Ahnung, um welche Region es sich überhaupt handelt, nehme ich mir die Freiheit, den Fragesteller zu ignorieren.
Sollte die Frage nach persönlichen Angaben aber zum zentralen Politikum des MA werden und nur noch vor allem an Hand des Profils entschieden werden, wessen Posting Resonanz findet, habe ich auch kein Problem, mich beim Engagement zurückzuhalten. Ich vermisse bei einigen der Diskutanten leider eklatant die Fähigkeit, auf die Standpunkte anderer einzugehen oder einen Kompromiss zu akzeptieren, ohne lauthals und gebetsmühlenartig das eigene Missfallen kundzutun und wie kleine Kinder pseudo-unterschwellig Konsequenzen für die eigene Beteiligung anzudrohen.

Gruß,
Rainer

caliastos:
sry, aber der nick hat nix mit spanien (war dort nur 1x 5 tage) oder irgendeinem land zu tun. es ist ein ca. 10 jahre altes kunstwort, als ich ab und an zeit hatte um fantasy-kurzgeschichten zu basteln.

ich seh die sache auch nicht verbissen, sondern so wie sie ist. jeder der will kann sich anmelden und dann die daten sehen. und wenn er halt 50 sinnfreie fragen stellt um ein post-limit zu erreichen.

ich sag es mir so: ich brauche von meinem gegenüber weder name, wohnort, noch alter um sinnvolle diskussionen führen zu können. ohne geht es sogar besser. warum ist ganz einfach:

- es gibt genug "wissenschaftler" und co., die sofort jede diskussion verweigern, wenn sie einen bestimmten namen sehen.
- andere ignorieren die aussagen derer, die nicht aus ihrer gegend kommen. denn da sie nicht von hier sind haben die keine ahnung vom thema.
- stichwort alter: die alten hasen ignorieren gerne die jüngeren kollegen. die machen fehler, haben noch keine ahnung, wissen und können nix. und wehe man weist einen von denen auf einen fehler hin. viel vergnügen. nur wenige gehen damit richtig um ohne ihre autorität in frage gestellt zu sehen.

alles schon mitbekommen. nen vorteil sehe ich daher in den daren keinen. nur nachteile. abgesehen davon ist die seite halt nicht verschlüsselt. d.h. jeder der will kann die daten ohne meine erlaubnis zu einem gewissen grade aufwandslos sehen. der rest hat genug skills um die daten anderweitig zu beschaffen. auch gibt es genug freie software mit der schnüffeln auch für dummies möglich ist.


ich habe mir mal den spaß gemacht und die letzten tage einfach mal freunde, bekannte, kollegen und familie gefragt, ob sie in einem forum ihren vollen namen, wohnort und alter hinterlegen wollen, wobei jedes mitglied zumindestens auf einen teil davon zugreifen kann. keine der befragten personen würde das tun wollen. viele sehen das als eingriff in die privatsphäre an. nahezu jeder sieht das sehr kritisch, da man nicht weiß wer die daten angesehen hat und was er damit vorhat.
auffällig ist nur, dass es tendentiell so ist, das die jüngeren den datenmissbrauch stärker sehen als die älteren. an sich entsprechend der üblichen umfragen. gerade die älteren (50-60+) und die jüngeren (<14) gehen mit ihrn daten schlicht zu sorglos um. das sieht man fast in jeder sendung zum thema datenschutz im internet. nahezu jeder datenschützer rät im internet nach möglichkeit seine privaten daten nicht anzugeben.


ich habe das so weit möglich immer vermieden und werde auch jetzt nicht damit anfangen. ich springe nauch nicht kopfüber in einen see ohne zu wissen wie tief die stelle da gerade ist oder ob da ne wurzel liegt. kann man ein risiko nicht abschätzen so bleibt man leiber zu vorsichtig.


die ganze diskussion bringt an sich eh nix. die abstimmung steht nur der zierde halber da. nach wie vor sind ca. 55% dagegen die anonymität abzuschaffen, nur 22% wollen sie völlig weg und 23% würden eine einschränkung mit voraussetzungen akzptieren. dennoch wird die "mehrheitsentscheidung" der minderheit umgesetzt. wenn ich jetzt nicht ein völlig falsches bild von mehrheitsentscheidung habe würde ich sagen hier stimmt was nicht.

@ triassammler

ich zitiere mal kurz:
--- Zitat ---mit der die Mehrheit leben kann
--- Ende Zitat ---
jetzt sag mir wo die mehrheitsentscheidung in der abstimmung berücksichtigt wurde? weil anscheinend bin ich nicht in der lage richtig zu rechnen.
und was bitte hat fachliches auftreten mit dem für und wieder in nem forum zu tun? ob jemand fachliche themen postet, anderen versucht prozesse leicht verständlich zu erklären, über fundorte und stufen diskutiert oder einfach wissen möchte was er hier für nen stein hat zählt jetzt also nicht um bei so ner entscheidung mitzudiskutieren? darf nur noch die elitäre fachgarde, die bei weitem nicht so elitär ist, wie sie sich überall auf der welt drastellt, mitdiskutieren?
ich sehe hier zunehmend weniger toleranz und akzeptanz gerade von denen, die diese ach so vehement fordern. warum soll man gerade dieser gruppe einsicht in die eigenen daten gewähren?

außerdem sollte man richtig zitieren und nicht immer wieder eigene interpretationen anderen in den mund legen. der nick ist ein schutz. du sagst er ist ne rechtfertigung die launen anderen um die ohren zu hauen, so als würden dies nur die anonymen machen. doch die andere seite steht dem bei weitem in nichts nach. im gegenteil. die größten anfeindungen kommen gerade aus dem lager derer, die offen in erscheinung treten.

du argumentierst mit freiheit der persönlichkeit. das verhalten an den tag zu legen was man von anderen fordert. komisch nur, dass das so einseitig ausfällt. wer sagt er möchte seine daten nicht preisgeben und verlangt das auch von keinem wird angegriffen und jedes argument in der luft zerrisen und ohne stichhaltige argumente für nichtig erklärt, während die andere agrumente ebenso fadenscheinig als der ultimative beweis dastehen?



es ist mehr als nur erschreckend
- wie hier toleranz gefordert wird und gleichzeitig die intoleranz als goldenes kalb zelebriert wird.
- wie man sagt jeder soll frei seine meinung sagen, sich nicht anders verhalten als er es erwartet, während mal gleich jedem querdenken mit einer keule eins über die rübe zieht.
- wie hier mehrheitsentscheidungen gepriesen werden, sich auf eine minderheit von 20% berufen.
- wie man sich auf die fahnen schreibt ein fachforum für jedermann zu sein und gleichzeitig auf alle, die keine fachthemen posten (egal ob wollen oder können) verächtlich herabgeblickt wird.

von monat zu monat sehe ich hier zunehmend mehr eliarismus und eitelkeit und ein zunehmendes maß an ignoranz und intolleranz gegenüber all denen, die nicht die gleiche meinung vertreten.

wenn argumente lächerlich gemacht werden, heist das sie werden nicht akzepiert.
mit ausnahme der gefährung der datensicherheit kann mal alle argumente für oder wieder die abschaffung der anonymität getrost in die tonne treten. denn es sind persönliche vorstellungen und wünsche ohne jeglichen argumentatorischen wert. ein stichhaltiges, aus fakten bestehendes argument für die abschaffung habe ich noch keines gesehen. nur weil mir was nicht passt und ich etwas so oder so will, ist das noch lange kein argument. wirkliche vorteile gibt es auch nicht.

also weiß ich was ich die woche wohl zu tun habe und fange auch umgehend damit an.

es ist schon eine schande wie ein forum, dass sich selbst so sehr rühmt so dekandent werden konnte.

Stefan:
Diesen Beitrag muss ich nicht mehr kommentieren, ich hätte ihn in der Form auch nur anonym ins Netz gestellt.

So langsam ist aus meiner Sicht, nichts neues mehr zu dem Thema zu erwarten und bevor die Diskussion zu einem sinnlosen unterfangen wird, würde ich das Thema erst mal abschließen. Sollte noch jemand kreative Vorschläge haben, kann dieser weiterhin angehängt werden.

Auch wenn einzelne Leute das anders sehen, hoffe ich mit dem Kompromiss in etwa die prozentuale Verteilung umgesetzt zu haben. Niemand muss seinen vollen Namen oder seinen Wohnort öffentlich an irgend jemanden weiter geben. Vorname N., Wohngegend  (z.B. Helmut K., Ruhrgebiet) ist für Mitglieder immer sichtbar. Für Suchmaschinen und Gäste sind nur Daten sichtbar die Ihr selbst freigebt (Pseudonym immer). Im Gegensatz zur bisherigen Lösung verstärken wir den Datenschutz, da User zukünftig selbst wählen können wie Ihr Copyright angegeben und wem Ihr Sammlersteckbrief angezeigt wird.

Die Umsetzung wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, ich informiere über etwaige Änderungen.

Danke für die rege Beteiligung
Gruß Stefan

cmd.powell:
Ok, ist ein in meinen Augen etwas zweifelhafter Kompromiss, der da angestrebt wird. Vorname N., damit könnte ich ja noch leben, aber Wohnort als Zwangsangabe ? Wozu braucht den denn einer ? Und wer überprüft, ob ich wirklich dort wohne ? Ist in meinen Augen am Ziel vorbei. Und ebenfalls am Ziel vorbei ist auch die Entscheidung, die Anonymität aufzuheben: Mal abgesehen von den Meinungen der einzelnen Mitglieder dafür und dagen, spricht doch die Abstimmung eindeutig gegen eine Abschaffung der Anonymität. Ok, ist Dein Forum, kannst Du letztlich mit machen, was Du willst, aber nachträglich die Spielregel ändern - das sollte schon von der Mehrheit unterstützt werden !

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