@openpit: Naja, es ist sicherlich eine geschickte Kombination von Stoffen denkbar, wo es auch ohne merkliche Erwärmung zur Aussendung von Licht kommt. Uwe hat da z.B. schonmal Zinkoxid in den Raum geworfen. Ok, ich kenne das eher beim Zinksulfid, dotiert mit Selten Erden in den Leuchtschirmen der guten alten Fernsehröhren (die Älteren unter uns werden sie sicher noch kennen

), die durch den Elektronenstrahl angeregt werden. Das funktioniert auch mit radioaktiven Strahlen, allerdings weiß ich nicht, ob natürliches Uran aktiv genug für diesen Effekt ist. Das Leuchten ist wahrscheinlich zwar da, aber so schwach, das man es mit blosem Auge nicht sehen kann. Anders sehe es bei hochaktiven Elementen ala Radium aus. Desweiteren ist die Kombination eines solchen "Leuchtstoffs" (dotiertes Zinksulfid) mit hochangereichertem Radium in der Natur doch sehr unwahrscheinlich. Es müsste also ein natürliche Kombination von z.B. Uranmineralen vorliegen, welche dann zu einer kontinuierlichen Leuchtreaktion kommen. Wenn das stimmt, hätte ich gerne eine Probe !!!
@Wasserhund: Weißer Posphor leuchtet, weil er an der Luft mit dem Sauerstoff reagiert und sich Phosphoroxid bildet. Das Ganze nennt sich Chemolumineszenz und ist nicht soo extrem Selten. Jedoch ist natürlicher weißer Phosphor extrem selten - oder besser bisher nicht bekannt. Wenn er nicht in Mali sondern irgendwo an der Ostsee das Teil gefunden hätte, könnte das schon weißer Phosphor sein - aus vergammelten Brandbomben die im Meer verklappt wurden. Desweiteren neigt weißer Phosphor auch zur spontanen Entzündung, bei den Temperaturen in Mali wäre der sicher schon abgebrannt.
Insgesamt tippe ich weiter auf ein Kunstprodukt !