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VFMG - wer, wieso, weshalb, warum ?
Mineralroli:
Hallo
Nach den vielen Bemerkungen zu diesem Thema, möchte ich sagen das es sich hier mehr um ein Generationsproblem handelt.
Alt und Jung passen nunmal nicht oder nur schwer zusammen.
Kinder werden groß und ziehen vom Elternhaus aus bzw. weg in einen anderen Ort. Eltern und Kinder unter einem Dach das führt oft zu Spannungen,
weil eben die Interessen sehr unterschiedlich sind und weil man sich auch nicht immer alles vordiktieren lassen will sonder eigenen Wege gehen möchte
und eigene Vorstellungen umsetzen möchte.
Ähnlich ist es im Verein. Durch den Altersunterschied sind es immer die Alten die sich über viele Jahre sehr gut kennen und den Ton angeben möchten.
Klar, kann man als Junger auch seine Meinung sagen, aber das war es auch schon. Mehr wird kaum passieren. Die Integration mit den alten Hasen klappt in den meisten Fällen nicht, weil man sich ja nicht nur über Minerale unterhaltet sonder auch über andere Dinge im Leben und schon haben wir wieder die Interessenunterschiede.
Man kann es drehen wie man will aber es bleibt das gleiche Bild.
Man muß sich auch fragen warum gibt es denn den Altersunterschied? Oder warum klafft da eine Lücke?
Hätte man in dieser Hinsicht nicht schon früher mehr Vereinarbeit unternehmen müssen.
Meiner Meinung nach kann man das auch kaum noch reparieren. Vereinsleben ist für junge Leute sogut wie tot.
Das kann fast jeder Verein sagen, nicht nur die Mineralien-und Fossiliensammler.
Vereinsleben war früher der Ersatz fürs Fernsehen oder langweilige Abende und war ein gemütliches Treffen unter Gleichaltrigen und Gleichgesinnten.
Beste Grüße
Roland
Kluftknacker:
--- Zitat von: Mineralroli am 12 Apr 11, 20:31 ---möchte ich sagen das es sich hier mehr um ein Generationsproblem handelt.
Alt und Jung passen nunmal nicht oder nur schwer zusammen.
--- Ende Zitat ---
Hallo,
dem kann ich nicht zustimmen. Mineralienvereine in USA, Canada und GB funktionieren - und haben nicht diese Probleme, wie wir sie hier kennen. Dort wird erfolgreich(er) "rekrutiert".
Kluftknacker
minerik:
Also,
in meinem Verein dem DRK gibt es fast gar keine Probleme zwischen Alt und Jung. Die "Alten" lassen uns Jungen sehr viel Freiheiten und übergeben uns ziemlich schnell Verantwortung. Zudem sind bei uns eher die "Jungen" diejenigen die den Ton angeben. Und das mit unterschiedlichen Interessen ist ja eigentlich Schwachsinn, weil der Verein ja nur wegen dem gemeinsamen Interesse, nämlich Mineralien etc., besteht und man deswegen eingetreten ist.
Gruß Erik
Ralf:
Ich bin ü50 und in der VFMG. Ich wollte schon austreten, aber der Neue Vorstand ist sehr engagiert und da bin ich halt dabeigeblieben.
Ja warum hat die VFMG so wenig Attraktivität?
Ganz einfach und ohne um den heißen Brei herumzureden:
Sammler wollen Sammeln. Was heute nochin den Bezirksgruppen ist, sind Mitglieder denen es so gefällt wie es ist, oder weil sie dort alte Bekannte treffen. Der "moderne" Sammler interessiert sich nicht in erster Linie für die wissenschaftlichen Aspekte. Zumal er die bequemer und einfacher im Netz finden kann.
Neue Mitglieder könnte man in nennenswerter Zahl nur finden, wenn man attraktive und regelmäßige Exkursionen anbietet, möglichst zu Fundstellen die dem einzelnen verschlossen sind. Das ist heute in den meisten Gebieten fast unmöglich und so ist die VFMG ein Dinosaurier mit ähnlichem Schicksal. Sicher je nach Bezirksgruppe unterschiedlich, aber bundesweit sehe ich da kaum eine Zukunft.
Schade.
Jochen1Knochen:
Hallo!
Nicht so einfach ,dieses Thema!
Ich selbst mache eigentlich keine Altersunterschiede für schwindende Mitgliederzahlen verantwortlich.Es ist einfach die Wegstrecke,welche man zum Vereinsabend zurücklegen muß.
Die große Streuung der Sammler übers Land erfordert tatsächlich Wegezeiten von 1 Stunde und mehr!Da muß dann schon etwas großes geboten sein,damit man diese Wegstrecke auf sich nimmt.
Zudem ist es ja heute generell so,daß die meisten nicht nur ein Hobby haben.Schützenvereine,Angeln,Eissport,Tennis,und weiß der Teufel was noch-alles findet sich in Ortsnähe!
Und die meisten Hobbys kann man auch in Ortsnähe ausüben!
Steineklopfen gleich hinterm Ort?
Wo denn bitte!
Das nächste wäre die Fachkompetenz!
Die Jugend schaut mit Sicherheit erstmal zu den Älteren auf,weil sie sich deren Wissen erhofft!Aber die Jugend lässt sich auch nicht verarschen!
Dazu mal 3 Beispiele:
1. Ich hatte zum Vereinsabend in Rosenheim/Bayern Tauschmaterial aus Sachsen mitgebracht.Da kommt der Vereinsvorstand vorbei,nimmt einen 10cm Quarz von Limbach-Oberfrohna aus der Kiste und fragt"Was ist denn das?"
Fazit:Vereinsvorstand,aber Null-Ahnung von Mineralien.Der überzogene Quarz aus Sachsen ist von der Norm der alpinen Quarze abgewichen und sein Horizont war da zuende!
2.Vereinsabend in München mit einem Vortrag über die Pegmatite des Granulitgebirges in Sachsen.
Diesen Diavortrag werde ich meinen Lebtag nie vergessen-lauter Phantasie-zusammengereimt aus Gerüchten-null Ahnung über die Gesteinsstruktur!
Ich habe lautstark geschimpft,aber ich war der Störer-denn der da auf dem Podium war ja schließlich eine Vertrauensperson!
Ich habe diese Veranstaltung verlassen
mit dem Vorsatz, nie wieder zu den Münchener Mineralienfreunden zu gehen!
3.Ein Freund von mir betreute als stellvertretender Leiter eine Zeitlang die Jugendgruppe der Münchener Mineralienfreunde mit.Tut mir leid,aber ich habe dem einen Schlackebrocken von Rumänien als Limonit weisgemacht,Calcit als Fluorit und Gips als Schwerspat.
Wie bitte soll jemand ,der null Ahnung vom wenigsten hat ,in einer Fachgruppe Aufgaben erfüllen!!
Also Bitte!Schaut Euren Mitgliedern auch mal auf die Finger!Bzw.ins Hirn!
Glück Auf!
Jens
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