Sorry, war länger nicht da...
@Berthold: Ok, so wie Du es beschreibst, ist ein "Herausbrechen" in der Tat extrem unwahrscheinlich. Da bleibt nur noch eine nachträglich Auflösung einiger Kristalle. Wie und warum ausgerechnet einige XX gelöst wurden und andere anscheineind noch nicht mal angelöst wurden kann ich aber auch nicht sagen. Ebenso wie Du kann ich mir nur schwer vorstellen, das sich die Pyrite auf solch geringen Abständen derart chemisch unterscheiden, das einige vollständig und spurlos gelöst werden und andere "taufrisch" erscheinen. Die von Frank vorgeschlagene Lösung klingt zwar recht plausibel, erklärt aber auch nur bedingt die hohe beobachtete Selektivität.
Ich habe ein ähnliches Problem mit Fundstücken von Helgoland: Dort konnte man vor einigen Jahren noch Mottramit-Perimorphosen auf Galenit finden. Nun sind auf den Fundstücken einige Galenite noch im Kern erhalten, andere vollständig weggelöst. Stutzig wurde ich erst, als ich auf einer Stufe nur oberflächlich angegriffene Galenit-XX mit dünner Mottramitkruste direkt neben nur noch als Hohlräumen erhaltenen Kristallen gefunden hatte. Da ich in der Nähe der Mineralisationen bis heute noch keine Kupferminerale gefunden habe tendiere ich hier zu irgendeinem primären Kupfersulfid.
BTW: Laut mindat gibt es in Wölsendorf auch Skutterudit, Nickelskutterudit und Gersdorffit - die bilden auch Pentagondodekaeder !