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Autor Thema: Stbr. Elzing  (Gelesen 32390 mal)

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Offline McSchuerf

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #15 am: 03 Nov 03, 20:17 »
..und hier mein gerade eingescannter Schörl vom Steinbruch Elzing bei Limbach-Oberfrohna..(siehe auch Artikel zur Fundstelle in 'Mineralienwelt' 96/3, S. 33..)

...Stufengröße: 9,5 x 4,5 cm;
pechschwarze hochglz. Kristalle bis max. 1,2 cm

Glück auf und Gruß Peter




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« Letzte Änderung: 03 Nov 03, 20:28 von Peter »

Offline McSchuerf

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #16 am: 04 Nov 03, 06:19 »
na ja, ich weiß, dass schwarzglz. XX noch schwer nach einem solchen direkten Scanning zu sehen sind..das Original sieht noch besser aus..aber so gehts halt schneller!
« Letzte Änderung: 04 Nov 03, 06:19 von Peter »

Offline Jens G

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #17 am: 04 Nov 03, 22:19 »
Man erkennt es doch für einen Scan sehr gut - habe mit meinem Scanner noch nie ein gescheites Bild hinbekommen.

So habe mal einiges durchgesehen und grob gereinigt.

Wie reinigt Ihr eigentlich die ganzen Sachen.

Habe bei folgendem Stück neben einigen größeren Schörl-Kristallen einen sehr kleinen Schörl der relativ frei steht. Diesen habe ich bis zu diesem Punkt vorsichtig mit einem feinen kleinen Pinsel "freigelegt".
Würdet Ihr es riskieren, noch etwas weiter zu reinigen und das Kristall noch mehr frei zu legen?


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Offline Jens G

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #18 am: 04 Nov 03, 22:24 »
Auf folgendem Stück gibt es neben ein paar Schörl an einer Stelle noch einige weiße und gelbe Würfel - was könnte das eigentlich sein?



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Offline Jens G

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #19 am: 04 Nov 03, 23:02 »
hier habe ich noch eine kleine Stufe mit kleineren Schörl und 2 Kristallen von ca. 15 mm.

In welchen Bereichen hat man eigentlich die besten Chancen schöne Schörlkristalle zu finden - eher in den Randbereichen einer Kluft oder eines "Ganges", mittendrin oder eher in kleinerem Abstand - siehe oberes Foto von der "Schörl-Kluft".

Sortiert Ihr eigentlich vor Ort alles aus und nehmt nur ein paar wenige gute Stücke mit - oder "packt " Ihr erstmal alles ein, was Ihr irgendwie weg bekommt und kontrolliert das gesamte Material in Ruhe zu Hause?

Habe selbst zwar sehr viel mit nach Hause genommen -  mußte aber bestimmt auch aufgrund der schnell einbrechenden Dunkelheit einige "schöne" Stücke zurücklassen.

MfG und Glück Auf!
Jens G

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Offline wolfi

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #20 am: 05 Nov 03, 08:50 »
Servus Jens,
das ist ein schöner Kristall. Leider hat der SChörl eine sehr unangenehme Eigenschaft: Er besitzt eine sehr gute Spaltbarkeit senkrecht zu den Kristallen. Die brechen also leider sehr leicht. Da musst du also verdammt gut aufpassen!
Was die gelben Würfel sind, kann ich dir leider nicht weiter helfen! Sind auch auf dem Bild schlecht zu erkennen!
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline Jens G

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #21 am: 05 Nov 03, 12:07 »
Habe gleich noch einmal ein neues Foto gemacht.
Habe es mit der 10fach Lupe und opt. Zoom geschossen.
Vielleicht ist es jetzt besser erkennbar.

Jetzt erkennt man, daß das Mineral weiß ist und scheinbar mit Quarz "bewachsen" ist oder wie seht Ihr das.

Der Strich ist weiß.

Bildbreite ca. 6mm.

MfG und Glück Auf!
JensG



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Offline McSchuerf

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #22 am: 05 Nov 03, 17:13 »
Hallo Jens,

danke.
Würde erst mal mittels HCL-Test (25%ige Salzsäure) feststellen, ob Carbonat oder nicht.
Allgemein gesagt können natürlich auch würfelige Fluorite in Pegmatiten und z.T. auch in anderen magmatischen Gesteinen vorkommen - die Paragenese mit Schörl würde da schon passen -.. Fluorit schäumt natürlich nicht unter HCL, da ja ein Halogenid der Klasse 3.

..aber eine so milchig weiße Färbung kenne ich eigentlich nur von Calcit oder Quarz. Milchquarz ist ja immer durch Flüssigkeitseinschlüsse milchig-trüb.

Man kann die Form auf dem Foto leider einfach nicht erkennen..

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 05 Nov 03, 17:17 von Peter »

Offline Conny3

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #23 am: 05 Nov 03, 19:12 »
Hallo Jens u. Peter,

zum Thema Elzing hatte ich mich ja noch nicht geäußert. Ich war vor einigen Jahren auch 1 mal Mal dort. Damals gab es ebenfalls solchen Turmalin und Quarz, wie zur Zeit. Meine Turmalin xx waren aber nur derb bzw. spärlich angedeutet. Es gab noch winzigen Apatit oder Topas. Aus der Umgebung sind mir noch recht gute Feldfunde von Turmalin in Quarz xx (bis 1990 auch roter Turmalin u.a.m. ) gelungen. Mit dem roten Turmalin ist es allerdings vobei. Den Schörl wird man  sicher gelegentlich noch auf den Feldern finden können. Ich denke auch das es sich bei dem weißen Mineral um Milchquarz handeln könnte. Sicher eine relativ junge Neubildung.

Herzliche Grüße

Der Conny
« Letzte Änderung: 14 Nov 03, 22:33 von Conny3 »

Offline McSchuerf

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #24 am: 12 Nov 03, 19:42 »
aha..danke.. :)

Offline uwe

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #25 am: 13 Nov 03, 19:48 »
Hallo Elzing Besucher,

zurück von einer Dienstreise möchte ich auch weiterhin zur Elzing Diskussion meinen "Senf"  dazugeben.

Schörl ist im Granulitgebirge ein Durchläufer. Er findet sich fast überall. Ich möchte da an die fantastichen Funde des Ganges bei Bau der Lagerhalle "Mühlau-Obst" erinnern. Da gab es jede Menge Schwimmer bis zu 15 mm Durchmesser allerdings ohne ausgebildete Endflächen. Die findet man am Elzing schon hin und wieder bei kleineren Kristallen.

Bei den gelbliche Krusten auf dem weißen Material gehe ich auch von Quarz aus. Es gibt am Elzing oft sehr junge Quarzbildungen. Auch Karbonate kommen nicht selten vor. Es könnte sich um eine Dolomitkruste handeln.

Ich hänge mal zur allgemeinen Information ein Bild von einem Pyromorphit-Fund vom Elzing an.
 
Glück Auf
Uwe


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Offline Jens G

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #26 am: 26 Mar 04, 20:12 »
Habe mal einige meiner Gesteinsbrocken mit Schörl grob durchgesehen.
Nachdem ich an einem Gesteinsbrocken auch einige lockere Fragmente "normalen" Gesteines abgeschlagen hatte, fand sich an einem dieser Stücke ein roter Belag, der in normalen Licht "rotem Ziegelstein"ähnelt.
Mit der Lupe betrachtet sieht es wieder etwas anders aus. Habe daher mal ein Foto davon gemacht.

Was könnte das sein - erkennt Ihr das ohne Härtetest. Da der "Belag" nicht sehr großflächig ist wollte ich ihn erst mal nicht zerstören.  
Der Strich ist farblos - habe daher mal alle Mineralien vom Elzing durchgeschaut

Laut MinMax:  Albit, Amethyst, Andalusit, Ankerit, Aragonit, Biotit, Calcit, Cordierit, Dolomit, Fluorapatit, Galenit, Granat, Kyanit, Labradorit, Limonit, Magnetit, Molybdänit, Muskovit, Orthoklas, Pyrit, Pyrrhotin, Quarz, Rauchquarz, Schörl, Titanit, Topas

tendiere daher anhand der Farbe bisher zu  Aragonit - oder liege ich komplett daneben - mich stört da aber die Form des Auftretens (als eine Art Belag).

Ihr habt ja schon sehr viele Mineralien in verschiedenen "Kristallformen" gesehen - was könnte es sein?

MfG
Jens G



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Offline Erik

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #27 am: 26 Mar 04, 20:24 »
Hallo Jens,

vielleicht rötlicher Chalcedon?
Aragonit glaube ich nicht, der ist meistens weißlich und zeigt eigentlich nicht so ne glatte Oberfläche...

Gruß, Erik

Offline Jens G

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #28 am: 26 Mar 04, 20:55 »
Hallo Erik (und alle Anderen)

Danke für Deine schnelle Antwort.
Chalcedon (mikrokristalliner Quarz) - ja das klingt schon mal sehr einleuchtend.
Es müßte dann Karneol sein - rote bis braunrote Varietät?
Da kann vielleicht ja auch Conny3 noch speziell etwas zu dieser Vermutung sagen - in Schöngleina (seinem Heimatgebiet) kommt dieser ja vor.

Soll nicht heißen, daß keine weiteren Meinungen (Zustimmungen oder andere Hinweise) von anderen Mineralien-Experten gefragt sind.


MfG
Jens G.

 
« Letzte Änderung: 26 Mar 04, 21:01 von Jens G »

Offline geomueller

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #29 am: 26 Mar 04, 21:47 »
Hallo Jens G.
also ich stimme Erik voll zu, bei der Farbe und krustenartigen nierigen Ausbildung handelt es sich zu 99,9 % um Chalcedon, ist von vielen Fundpunkten in dieser Form bekannt. Schau mal unter http://www.mineralienatlas.de/yabbse/index.php?board=18;action=display;threadid=462 hier sind zwei ähnliche Chalcedone aus Schneeberg, von Peter.

MfG Jürgen
« Letzte Änderung: 27 Mar 04, 21:03 von geomueller »

 

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