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Autor Thema: Stbr. Elzing  (Gelesen 31664 mal)

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Offline Jens G

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #45 am: 22 Apr 04, 17:15 »
Danke Erik,

hier noch mal ein vergrößertes Bild vom vermutlichen Hämatit.

Strich wie gesagt robraun (mehr ins Rote)
Habe mal die Dichte von der Stufe ermittelt
Dichte inclusive Nebengestein ca. 4,1

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« Letzte Änderung: 23 Apr 04, 00:40 von Jens G »

Offline Jens G

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #46 am: 23 Apr 04, 00:37 »
Jetzt noch mal zum grünen Quarz - Das Bild zeigt eine Art "Kristall" was im anderen Bild irgendwo im oberen rechten Teil des Fotos zu sehen ist. Andere Teile sehen nicht ganz so quarztypisch aus - haben jedoch eine Art "Quarzglanz".


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Offline Jens G

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #47 am: 23 Apr 04, 00:43 »
Nun noch ein paar ander Fotos - ich hoffe ich nerve Euch damit nicht allzu sehr.

Zuerst ein kleines rotes Etwas  2*1 mm ) und einige kleine rote Punkte

Ist das wieder mikrokristalliner Quarz (Chalcedon)?

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Offline Jens G

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #48 am: 23 Apr 04, 00:49 »
Noch ein kleines Bäumchen auf der Fläche des Quarzes (dies und das rote Etwas sind auf der Stufe mit dem gefalteten Mineral -Illit- und dem vermuteten violetten Chalcedon).

Es gibt noch ein weiteres Bäumchen  - was kann des sein - beide sind nur 2 bis 3 mm groß.


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Offline Jens G

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #49 am: 23 Apr 04, 01:03 »
Desweiteren fanden sich noch vier eigenartige (teilweise fein gefiederte) "Stücke".
Ich war der Meinung, das es der Metallgrat eines Meisels sein könnte.
Ein Bekannte sagte jedoch, daß dieser anders ausssehe und nicht so fein gefiedert wäre.

Daher meine Frage - was ist das?

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Offline Jens G

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #50 am: 23 Apr 04, 01:08 »
Auf einigen befindet sich aauch so eine Art mineralische "Belag". Auf dem Stück des oberen Bildes befindet sich auch auf einer kleinen "Faser" ein "Quarzkristall", welches fest sitzt.

Diese "Teile" fanden sich mitten im Geröllhaufen auf der untersten Sohle.in der Nähe des vermeintlichen Hämatits und der Stufe mit dem Illit, Chalcedon und dem "Bäumchen").

Was könnte das sein - Grat eines Meisels - ist auf alle Fälle magnetisch - soll heißen wird vom Magneten angezogen.

MfG
Jens G

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« Letzte Änderung: 23 Apr 04, 01:26 von Jens G »

Offline uwe

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #51 am: 23 Apr 04, 09:04 »
Hallo Jens,

die Kristalle des von Dir richtig als Hämatit angesprochenen Minerals sind höchstwahrscheinlich Pseudomorphosen von Hämatit nach einem Carbonat.   Im Steibruch Elzing kommt Calzit, Dolomit und Siderit vor. Ich nehme an es sind Pseudomorphosen nach Calzit.

Die grünen Kristalle sind vermutlich Cordierit. Bei der letzten Sprengung in der unteren Sohle kamen recht häufig größere Aggregate mit einer für Cordierit hervorragenden Transparenz vor. Cordierit kommt aber fast immer eingewachsen vor. Freistehende und gut ausgebildete Kristalle sind vom Elzing schon etwas besonderes.

Betreffs des weichen Materials: Vor allem im Bereich des östlichen Carbonatganges sind sehr oft weiche Partien von verwittertem Material anzutreffen. Dort kommt auch der Calzedon, der machmal schon fast noch Opal ist vor. Vor einiger Zeit fand man solche Faltungen verkieselt, welche recht attraktive Anschliffe ergaben.

(Gestern Abend war die Seite ja zu. Heute Abend werde ich noch mal paar Bilder dazu auf diese Seite stellen.)

Das letzte Stückchen ist bestimmt ein Eisenabschlag. Im Elzing läßt man eine tonneschwere Eisenkugel auf das Haufwerk fallen um es zu zerkleinern. Da springt schon mal ein Stück Eisen ab. Bei den Kräften die da walten kann sich schon mal ein Quarzkorn innig mit dem Metall verbinden.  

Glück Auf
Uwe

Offline uwe

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #52 am: 23 Apr 04, 09:14 »
Hallo (noch mal) Jens,

Du schreibst über Probleme bei der Härtebestimmung. Grundsätzlich halte ich persönlich die Härtbestimmung für nicht ganz so aufschlußreich. Um die Härte genau zu ermitteln, braucht man schon einen gut ausgebildeten Kristall des betreffenden Minerales- und wer zerkratzt den schon ?

Für eine ausreichende Härtebestimmung brauchst Du:

ein Stück Kupferblech,
ein Stück Eisenblech,
ein Stück Fensterglas,
einen Kupfernagel,
einen Eisennagel
einen Stahlnagel
ein Quarzkristall,

Was sich vom Kupfernagel ritzen läßt ist weicher als 3. Was das Kupferblech ritzt ist härter als 3. Was sich vom Eisennagel ritzen läßt ist weicher als 4. Was das Eisenblech ritzt ist härter als 4. Was das Glas ritzt ist härter als 5. Was sich vom Stahlnagel ritzen läßt ist härter als 6. Was sich vom Quarz nicht ritzen läßt ist meist härter als 7.

Das langt, um sich ein Bild von der Ritzhärte eines Kristalles zu machen. Die Materialen lassen sich einfach zusammenstellen und nehmen in einer kleinen Schachtel auf dem Arbeitstisch auch nicht viel Platz weg.

Glück Auf
Uwe
 

Offline uwe

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #53 am: 23 Apr 04, 20:57 »
Zu meinen vorherigen Beiträgen möchte ich noch eine grobe Skizze des Steinbruches Elzing nachtragen. Interessant sind die beiden Carbonatgänge, wobei der östliche die Bleivererzung gebracht hat. Dort wurde auch Corkit gefunden. Der westliche Gang brachte sehr schöne Calzitkugeln mit Baryt und Pyrit. Bleiglanz, Pyromorphit und Cerussit  gab es ausschließlich an der eingezeichneten Stelle.  Im Nördlichen Teil wurden schöne hellblau Topase gefunden. Am nördlichen Ende des westlichen Carbonatganges gabe es schöne Granate im Pegmatit.

Quarzdrusen, Schörl ud Andalusit kommen überall vor.

Glück Auf
Uwe

 

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« Letzte Änderung: 25 Apr 04, 09:24 von uwe »

Offline uwe

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #54 am: 23 Apr 04, 20:59 »
noch einige Bilder, Größe des Cordieritaggregates etwa  cm,

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« Letzte Änderung: 25 Apr 04, 09:25 von uwe »

Offline uwe

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #55 am: 23 Apr 04, 21:02 »
Das gleiche Tonmaterial welches Jens gefunden hat, aber hier verkieselt und angeschliffen:

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« Letzte Änderung: 25 Apr 04, 09:27 von uwe »

Offline uwe

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Re:Stbr. Elzing
« Antwort #56 am: 23 Apr 04, 21:04 »
zuletzt Bleiglanz, Er kam nicht besser vor. Freigewachsene Kristalle wie in den erzgebirgischen hydrothermalen Gängen gab es nicht.

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« Letzte Änderung: 25 Apr 04, 09:28 von uwe »

 

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