Hallo Jochen,
die Schliffe an Edelsteinen werden so angelegt, dass das Feuer best möglichst zur Geltung kommt. Dies ist durch die verschiedene Lichtbrechung der einzelnen Edelsteine nur dann möglich, wenn die Proportionen, die Winkel der angelegten Facetten usw. zueinander stimmen. Deshalb werden für Diamanten (Lichtbrechung 2,417 - 2,419) andere, spezielle Schliffe benötigt, wie z.B. bei Saphiren (Lichtbrechung 1,766 - 1,774). Natürlich können andere Edelsteine auch mit einem Brillantschliff versehen werden, aber die Wirkung ist eine Andere. Diamantschliffe sind speziell für Diamanten entwickel worden, daher der Überbegriff Diamantschliff. Nach wie vor ist der Brillantschliff der, der das Feuer am besten zeigt. Da andere Schliffe für Diamanten heutzutage mit Comutersimmulationen und -berechnungen entwickelt werden gibt es z.B. den schon erwähnten Spirit Sun (Munsteiner/Freiersleben 1990) speziell für Diamanten.
Auf für Farbsteine wie Smaragt gibt es mit dem Smaragdschliff speziell für diese Steine entwickelte Schliffe.
Phantasieschliff mit 44 Facetten im Oberteil und 44 Facetten im Unterteil kommt ganz gut. Ich versuche nächste Woche in Idar-Oberstein herauszufinden ob dieser Schliff einen eigenen Namen besitzt.
@ Ronald,
so weit ich es erkennen kann dürfte es ein typischer Rundschliff für Quarz oder Glas sein.
Es kommt nicht unbedingt auf die Anzahl der Facetten an, sondern hauptsächlich, wie diese, zu dem durch die Tafel einfallenden Licht und zu anderen Facetten gestellt sind.
Manche Fantasiefarbsteinschliffe sind aufwendiger wie Diamantschliffe.
Gruß
Gerdchen