Ich sammle seit 1977. Nachdem meine Sammlung von Stufen verschiedener Größe die Zahl die 1300 überschritten hatte, habe ich angefangen nachzudenken mit dem Ergebnis, die Anzahl der Stufen zu reduzieren nach dem Motto: 10 Stufen auf der Börse verkaufen und dafür eine bessere anzukaufen. Insofern stimme ich raritätenjäger und Walpurgin voll zu. Auch mußte ich feststellen, daß einige Stücke, welche man in der Anfangszeit gesammelt hat wirklich reif für den Abfalleimer waren. Man sollte sich auch reiflich überlegen, ob man wirklich weltweit sammeln will. Das ist die beste Voraussetzungen, daß die Sammlung ausufert und letzendlich aus Kostengründen dann meist nur Stücke der unteren Qualitätsskala enthält. Ich bin der Meinung, man muß nicht alles haben, was bei Lapis oder Mineralienwelt aus aller Welt vorgestellt wird.
Eine Mineraliensammlung ist, im Gegensatz zu einer Münz- und Briefmarkensammlung, nicht an eine Zahl gebunden. Eine Vitrine mit beispielsweise 100 sehr guten Stufen, welche gut präsentiert und dokumentiert sind, ist m. E. eine wesentlich bessere Sammlung als mehrere tausend Stufen und Stüfchen, wobei von jeder Fundstelle -zig mal das gleiche Mineral in der Schublade liegt.
Aber, es gibt beim Sammeln gottlob keine verbindliche Norm. Jeder soll sammeln wie es ihm Spaß macht und befriedigt. Ob 100 oder 10.000 Stufen spielt dabei keine Rolle. Bei 10.000 Stufen besteht allerdiings die Gefahr, daß nach dem Ableben (uns trifft es alle einmal) doch noch das meiste in die Tonne wandert.
Uwe